Navigation überspringen

Aktuelles

Deutsches Evangelisches Chorfest in Leipzig 2014

Eröffnung, fachliche Vorbereitungen und abendliche Konzertvielfalt

Bild: Konzert in der Lutherkirche

Bereits ab 10:00 Uhr sangen Chöre des Deutschen Evangelischen Chorfestes in diakonischen und sozialen Einrichtungen in der Stadt. So waren auch Klänge eines Hamburger Chores in den Büros der Suptur des Kirchenbezirkes Leipzig zu hören. Um 13:00 Uhr fand dann der Auftakt des Chorfestes auf dem Markt statt.

Bild: Landesbischof Jochen Bohl (Foto: S.-L. Niebaum)
Landesbischof Jochen Bohl

Gemeinsam sangen 3.000 Teilnehmende „Lobe den Herren“ von Johann Sebastian Bach, aber auch Sätze von aktiven Kirchenmusikern wie Gunter Martin Göttsche mit „Viel Freuden mit sich bringet“. Begleitet wurden sie vom Leipziger Bläserkreis. Die Leitung übernahm Landesposaunenwart Jörg-Michael Schlegel.
Landesbischof Jochen Bohl begrüßte die singenden Teilnehmer auf dem Markt. Es sei eine Gnadengabe Gottes, dass die Kirche des Wortes über einen solchen Reichtum in der Kirchenmusik hier in Leipzig verfüge. Die Gegenwart sei gekennzeichnet von großer Freiheit, die aber auch zu Verlusten in der Gemeinschaft führen könne, so Bohl. Er freue sich daher auf die besondere, singende Gemeinschaft während des Chorfestes: „Es erhebt die Sinne, eine singende Gemeinde zu sein.“

 

Bild: KMD Christian Finke (Foto: S.-Lena Niebaum)
Präsident KMD Christian Finke

Im Anschluss fand die Podiumsdiskussion „Singen in/mit der Stadt“ statt. Diskussionspartner waren Dr. Margot Käßmann, EKD-Beauftragte für die Luther-Dekade, Professor Dr. Christoph Krummacher, Präsident des Sächsischen Musikrats, und Kirchenmusikdirektor Christian Finke, Präsident des Chorverbandes in der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V. (CEK). Die musikalische Begleitung übernahm das Ensemble Thios Omilos aus Leipzig.

Um 15:00 Uhr begannen 15 verschiedene Chorworkshops. Beispielsweise fanden Workshops zu den Themen Forum Männerchor, Reading Session „Skandinavische Chormusik“, Der „Ich kann nicht singen Chor“ und Romantische Chormusik am Berliner Dom. In der Thomaskirche erklang um 15:00 Uhr mit dem Thomanerchor und dem Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Gotthold Schwarz die Kantate „Der Herr denket an uns“ von Johann Sebastian Bach.

 

ERF-Beitrag: "Hier stehe ich und singe!" Erstes Deutsches Evangelisches Chorfest

Bild: Skandinavische Chormusik (Foto: S.-Lena Niebaum)
Skandinavische Chormusik in der HMT (Foto: S.-L. Niebaum)

Um 17:00 Uhr gestaltete unter der Leitung von Kantorin Bettina Strübel, Frankfurt a.M. „Voces Feminarum“ – Frauenschola und Frauenchor der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau die Hildegard-Vesper in der Reformierten Kirche. Zu Gehör wurde die Antiphon „Karitas habundat“ gebracht, die zuvor im Workshop Forum FrauenSingen / Hildegard von Bingen einstudiert wurde.
15 Chorkonzerte standen ab 19:00 Uhr auf dem Programm des Chorfestes. So erklangen beispielsweise in der Bethanienkirche Werke von Mendelssohn-Bartholdy, Reger, Johannsen, Schein und Schönberg mit der Stuttgarter Kantorei. In der Paul-Gerhardt-Kirche führte der Jugendchor der Ev.-Luth. Paulusgemeinde Halle das biblische Musical „LYDIA – DIE PURPURHÄNDLERIN“ auf.

Bild: Gospel in der Nathanaelkirche (Foto: S.-L. Niebaum)

„Gospel meets Choral meets Jazz“ hieß es in der Nathanaelkirche – ein Konzert, das die zahlreichen Besucher nicht nur zum Mitsingen, sondern auch zum Mitklatschen und –tanzen brachte. In der Nikolaikirche sangen parallel Workshopteilnehmer Johann Sebastian Bachs Kantate 21, anschließend präsentierte der Universitätschor die Jazz-Messe von Universitätsmusikdirektor Uwe Timm.

Zwischen 10:00 und 18:00 Uhr präsentierten engagierte Christinnen und Christen ihre Projekte auf den Bühnen am Thomaskirchhof, Nikolaikirchhof, Richard-Wagner-Platz und Burgplatz. Zwischendurch sangen Chöre, die aus ganz Deutschland und dem Ausland angereist waren. So etwa der Chancel Choir of the Church of Chapel Hill in North Carolina, USA.

 

„Stadtklang“: Vielfalt bestimmt Abendprogramm des Chorfestes

Bild: Bläserserenade auf dem Burgplatz (Foto: S.-Lena Niebaum)

Leipzig sang an diesem Sonnabend nicht nur – es klang auch: Zum Abschluss des ersten Chorfest-Tages luden die Leipziger Kirchgemeinden ab 20:30 Uhr zu „Stadtklang“, einem vielfältigen Konzert-Abend. Ob Gospelmusik, zeitgemäßer Sound aus Deutschland, oder Instrument-Crossover: Stadtklang brachte die Leipziger Innenstadt gemäß dem Veranstaltungsnamen, und nach einem Tag, der ganz im Zeichen der Stimme gestanden hatte, musikalisch bunt zum Klingen. An fünf verschiedenen Veranstaltungsorten wechselten sich Bands, Chöre und Kleingruppen ab. So begann der Abend auf dem Burgplatz mit einer sommerlichen Bläserserenade um 21:00 Uhr. Unter dem Titel „Abend wird es wieder“ forderten die Posaunenchöre der Sächsischen Posaunenmission, unter der Leitung von Landesposaunenwart Andreas Altmann, die immer noch gesangslustige Chorfest-Besucherschaft zum abendlichen Mitsingen auf.

Bild: Max Prosa geriet auf der Bühne in Bewegung (Foto: S.-L. Niebaum)
Max Prosa und Band auf dem Markt

Parallel wusste unter anderem der Berliner Gospelchor inspired! auf dem Richard-Wagner-Platz zahlreiche Besucher zu unterhalten. Im Thomaskirchhof wurde es klassisch mit den Studierenden-Ensembles der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Ein Highlight (vor allem für die jüngeren Musik-Fans) war jedoch der Auftritt der Band auf der großen Bühne am Markt: Die Berliner Jungs von Max Prosa beschallten und erfüllten den Marktplatz mit gewohnt rockigen Sounds und kunstvollen Texten – perfekt für all diejenigen, die „Lust auf Geschichten“ hatten, wie Frontmann und Namensgeber Max Prosa sein Programm selbst beschrieb. Zu viel versprochen hatte er nicht. Zwischen den alten Bauten des Leipziger Markts sorgten die neuen Klänge der Band für eine besondere und beeindruckende Atmosphäre und Stimmung. Dass Max und seine vier Bandkollegen aufgrund von Soundcheck-Problemen gut 30 Minuten zu spät angefangen hatten, war unter den wartenden Fans entsprechend schnell wieder vergessen.

Bild: Nachtgebet in der im Bau befindlichen kath. Propsteikirche (Foto: A. Naumann)

Genau im Zeitplan lagen indes die Künstler, die ihre Musik am Nikolaiplatz zum Besten gaben. Ein Mixtur aus deutscher und irischer Folkmusik bot die „Fiddel Folk Family“ aus Leipzig, mit sehr humorvollen Zwischenerklärungen brachte außerdem das Trio „Rozhinkes“ seine Zuhörer zum Lachen und Lauschen. Ebenfalls gelungen war der Auftritt von Stilbruch, auch wenn dieser aufgrund der Wetterverhältnisse und Regenwahrscheinlichkeit nicht auf dem Burgplatz, sondern im Innenhof des nahegelegenen Eckgebäudes stattfand. Doch auch dort wussten die einstigen Straßenmusiker und heutigen Bühnen-Profis ihre Zuhörer mit Geige, Cello und Schlagzeug zu unterhalten.

Um 23:00 Uhr ging der Sonnabend mit Liturgischen Nachtgebeten in der Nikolaikirche, Thomaskirche, Reformierte Kirche und Propsteikirche zu Ende.(28.6.2014)

Schriftgrösse
[A]
[A]
[A]
Link-Tipps