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Festprogramm für 2016 in Dresden steht

Dresdner Kreuzkirche, Kreuzchor und Kreuzschule feiern 2016 Jubiläum

Bild: Banner zum 800. Jubiläum von Kreuzkirche, Kreuzchor und Kreuzschule 2016

(epd) Dresden feiert 2016 seinen berühmten Kreuzchor. Zugleich blicken auch die Kreuzkirche und die Kreuzschule auf ihr 800-jähriges Bestehen zurück. Klassisch wie Kirche und Knabenchor bleibt auch das Programm.

Bild: Kruzianer vor der Dresdner Kreuzkirche (Foto: Image Kreuzchor)

Tradition verbindet: In Dresden wollen der berühmte Kreuzchor, die Kreuzkirche und die Kreuzschule im April 2016 gemeinsam ihr 800-jähriges Bestehen feiern. Höhepunkt soll ein Festgottesdienst am 17. April 2016 mit dem dann neu gewählten Landesbischof, dem Kreuzchor und der Philharmonie Dresden sein, kündigte der evangelische Superintendent Christian Behr am Donnerstag in Dresden an. Geplant sei dabei die Uraufführung eines Werkes des gebürtigen Dresdners Karsten Gundermann. Die Kreuzkirche ist mit mehr als 3.000 Sitzplätzen die größte evangelische Kirche Sachsens.

Kreuzkantor Roderich Kreile betonte, die Festwoche vom 15. bis 24. April 2016 sei "ein Zeichen, dass wir gemeinsam in die Zukunft gehen wollen." Neben Konzerten, Vespern und Gottesdiensten stehen auch drei Podien auf dem Programm. Unter anderem soll über die Zukunft der evangelischen Schulen und die Ökumene diskutiert werden. Bereits im Februar verwandelt sich die Dresdner Kreuzkirche in eine Tafelrunde.

Bild: Blick in die Kreuzkirche während der Aufführung der Matthäuspassion (Foto: Image Kreuzchor)

Statt Kirchenbänken sollen vom 22. und 29. Februar Tische und Stühle aufgestellt werden. Bedürftige und Interessierte seien während der "Tafelwoche" zum gemeinsamen Essen und zum Gespräch eingeladen, sagte Behr. Damit rücke die Gemeinde ihre "diakonische Funktion" in den Mittelpunkt. Partner für diese Aktion sind die Dresdner Stadtmission und das Deutsche Rote Kreuz. In dieser Zeit ist die Kirche ganztags geöffnet, auch nachts.

Geplant ist im Festjahr 2016 auch ein Umzug zur Geschichte der Kreuzkirche. Unter dem Titel "Kreuzgang" sollen im August im Rahmen des Stadtfestes 20 Szenen gestaltet werden. Außerdem sind ehemalige Kruzianer zu einem Festkonzert am 24. Mai eingeladen. Sie würden nicht nur singen, sondern zum Teil auch dirigieren. Ob einstige Kruzianer und heutige Stars wie Opernsänger Rene Pape, der Pianist Peter Rösel oder der Dirigent Hans-Christoph Rademann dabei sein werden, blieb am Donnerstag offen.

Bild: Aufschrift am Ev. Kreuzgymnasium (Foto: PR Kreuzgymnasium)

Die Kreuzkirche setze zum Jubiläum nicht so sehr auf Stars, sondern mehr auf eigene Leistungen wie die Gemeindearbeit, sagte Behr. Das sei "wichtiger als große Namen". Dennoch kündigte er eine Lesung mit Schriftsteller und Ex-Kruzianer Ingo Schulze an.

Zum gemeinsamen Fest der drei großen "K" von Dresden betonte die Schulleiterin des Evangelischen Kreuzgymnasiums, Gabriele Füllkrug: "Das Dreigestirn wird leuchten". Dabei wolle sich die Kreuzschule als älteste Schule Dresdens zum Jubiläum stärker in der Öffentlichkeit präsentieren. An dem evangelischen Gymnasium lernen derzeit 880 Schüler, darunter die Sänger des Kreuzchores.

Bild: Dresdner Kreuzchor – darauf ist Dresden stolz. Neues Plakat hängt ab Mitte Oktober in der Stadt (Plakat: Landeshauptstadt Dresden)

Allein der Kreuzchor hat für das Jubiläum 1,5 Millionen Euro zusätzlich veranschlagt. Der Chor, dem derzeit rund 140 Jungen und junge Männer angehören, zählt zu den ältesten und berühmtesten Knabenchören der Welt. Seine wichtigste Aufgabe besteht seit Jahrhunderten darin, die Vespern und Gottesdienste in der Kreuzkirche in Dresden musikalisch zu gestalten.

Am kommenden Dienstag soll auf Dresdens Flaniermeile Prager Straße ein City Light Plakat mit dem Kreuzchores enthüllt werden. Es werde zwei Wochen lang für den Chor in der Landeshauptstadt werben, hieß es. Mit Blick auf das 800-jährige Jubiläum von Kreuzchor, Kreuzkirche und Kreuzschule 2016 heißt der Slogan "In der Welt zu Gast - in Dresden zu Hause". Das Foto zeigt zwei Kruzianer vor einer Skyline in chinesischen Shanghai. (epd©9.10.2014)

Bild: Projektvorstellung in der Kreuzkirche mit Sup. Christian Behr, Direktorin Gabriele Füllkrug und Kreuzkantor Roderich Kreile

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