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Aktuelles

Am 3. Sonntag im Advent den Weg des Friedens bereiten

Singen im Kerzenschein und Oratorienklang in den Kirchen Sachsens

Bild: Blick in ein leeres Zimmer mit Weihnachtsstern (Foto: Rainer Oettel)

Je dunkler die Tage am Ende des Jahres desto mehr die Sehnsucht nach Licht, nicht nach greller Helligkeit, sondern nach einer Beleuchtung der Umstände von denen wir betroffen sind. Entweder persönlich oder im Unfrieden unserer Tage werden wir in Erinnerung zurückgeworfen. Und doch zieht uns das Fest des Friedens und der gewünschten Harmonie an, in allem Zwiespalt zwischen Angst, Zweifel, Trost und Hoffnung.

In diesen Tagen erreicht das Friedenslicht von Bethlehem nach langem Weg Sachsen und es verteilt sich über das Land. - Am zweiten Sonntag im Dezember wird weltweit der verstorbenen Kinder gedacht und Kerzen stehen in den Fenstern, um den brennenden Schmerz mit dem Schein der Hoffnung zu spiegeln. - Musik erklingt im Kerzenschein der Kirchen und sammelt die Gefühle zu einem Ort hin, dem Ort der Weihnacht, der nur deshalb als „gemütlich“ anzuschauen ist, weil sich hier Menschen aufeinander zu bewegten, sich beschenkten und gemeinsam ein Obdach teilten.

Bild: Banner mit Motto der Aussendungsfeiern des Friedenslichts

Neben der festlichen musikalischen Aufführung dieser Weihnachtsgeschichte im Oratorium von Johann Sebastian Bach sind es gerade die vielfältigen musikalischen Angebote, die am 3. Adventswochenende den besinnlichen Advent spüren lassen. So am Adventssonntag, 14. Dezember, das Weihnachtsliedersingen im Kerzenschein um 17:00 Uhr in der Trinitatiskirche im vogtländischen Reichenbach mit der Kantorei und der Kurrende. Hier wird die Liedkantate "Holy Night" von Rainer Hrasky mit europäischen Weihnachtsliedern aufgeführt, bevor der Jugendchor "Sounds of Joy" unter Leitung von Andreas Kamprad weihnachtliche Gospels sowie traditionelle Lieder in modernen Arrangements vorträgt.

Bild: Advent im Kerzenschein

Tags davor, am Sonnabend, ist im Dom zu Meißen(16:00 Uhr) Orgelmusik alter und neuer Meister sowie Improvisationen zum Advent zu hören und um 17:00 Uhr erklingt Orgelmusik im erzgebirgischen Marienberg in der St. Marienkirche. In der St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz ist die „Dresdner Christvesper“ von Rudolf Mauersberger und den Kantoreien von Lößnitz und Annaberg unter Leitung von KMD Matthias Süß zu hören.
Weitere Konzerte stehen in der Dresdner Auferstehungskirche, der Christuskirche in Freital-Deuben mit Gunter Emmerlich sowie ein Kantatenkonzert in der Stadtkirche von Sebnitz auf dem Programm. Um 17:15 Uhr wird in der Frauenkirche in Grimma die „Die Weihnachtsgeschichte“ von Carl Orff aufgeführt, bevor das Bachsche Weihnachtsoratorium in der Leipziger Peterskirche um 19:00 Uhr und in der Dresdner Martin-Luther-Kirche um 19:30 Uhr erklingt. Zeitgleich musiziert in der Stephanuskirche in Dresden-Zschachwitz das ‚Ensemble vocalux‘ alte Weihnachtslieder mit neue Interpretationen.
Im erzgebirgischen Cranzahl ist ein hochkarätiges Gospel-, Pop- und Soul-Weihnachtskonzert mit Anja Lehmann & Band live zu erleben.
Die Frauenkirche in Dresden verspricht für 20:00 Uhr „Adventliche Musik »wie aus purem Gold«“ mit Werken von Vivaldi, Telemann, Michel de Montéclair und Alessandro Scarlatti.

Bild: Konzert zur Adventszeit

Am Nachmittag des 3. Adventssonntages setzt sich das abwechslungsreiche Programm mit besonderen Konzerten fort. In der Leipziger Nikolaikirche sorgt die Weihnachtsmusik des Diakonischen Werkes Innere Mission Leipzig e.V. um 15:30 Uhr für stimmungsvolle Musik. Es erklingen weihnachtliche Lieder aus Deutschland und Europa, alte und neue Werke, bekannte und weniger bekannte Lieder - gesungen und gespielt von der Schola Cantorum, dem Ensemble TonART, dem Leipziger Bläserkreis und Universitätsorganist Daniel Beilschmidt an der Orgel.
Um 17:00 Uhr wird in Leipzig-Schönefeld im großen Weihnachtskonzert u.a. das Weihnachtsoratorium von C. Saint-Saëns aufgeführt und um 18:00 Uhr singt in der Peterskirche der MDR-Kinderchor Nordische Weihnachtslieder und in Leipzig- Großzschocher ist die Weihnachtshistorie von Heinrich Schütz in der Apostelkirche zu erleben.

In Wantewitz bei Großenhain feiert die St. Urbankirche um 17:00 Uhr ihr 150. Bestehen mit einem Festkonzert. Hier singen ebenfalls das „Oratorio de Noél“ von C. Saint-Saéns verschiedene Chöre der Region vereint unter Leitung von Stefan Jänke.
Weitere Konzerte sind im Dom zu Wurzen und in der Kirche Frauenhain bei Riesa.
Die Frauenkirche in Dresden bietet noch um 21:00 Uhr eine Orgelnachtmusik bei Kerzenschein mit Werken von Gottfried August Homilius, Johann Sebastian Bach
und Gaston Marie Dethier, gespielt von Frauenkirchenorganist Samuel Kummer.

Der Bogen von Konzerten und Vespern setzt sich in der ganzen Woche bis einschließlich des 4. Adventswochenendes fort.

Der musikalische ADVENT: Weihnachtsoratorium

Angebote zum weltweiten Gedenktag für verstorbene Kinder am 14. Dezember

Bild: Einladung zur ökumenischen Andacht in die Kreuzkirche
Einladung in die Kreuzkirche

An verschiedenen Orten Sachsens sind am diesjährigen Gedenktag für verstorbene Kinder, 14. Dezember, (2. Sonntag im Dezember) verwaiste Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde zu Gottesdiensten und Andachten eingeladen. In Chemnitz, Dresden, Leipzig und anderen Orten finden die Veranstaltungen meist am Nachmittag statt. Am Abend werden Kerzen zum Gedenken an die verstorbenen Kinder aufgestellt.

In Dresden findet in der Kreuzkirche am Altmarkt bereits zur Gebetszeit am Mittag um 12:00 Uhr eine ökumenische Andacht statt. Dazu laden der evangelisch-lutherische Kirchenbezirk Dresden Mitte sowie das katholische Dekanat Dresden verwaiste Eltern, Geschwister und andere Angehörige verstorbener Kinder ein. Das Motto lautet "Aus den Wurzeln...wachsen lassen". Die Andacht gestalten u.a. Eva-Maria Albert, Angelika Fischer und Claudia Karg.

Um 15:00 Uhr ist in der Chemnnitzer Jugendkirche St. Johannis (Theresenstraße 2) ebenfalls eine Gedenkfeier zum Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder. Dazu eingeladen haben Hospiz- und Palliativdienst Chemnitz e.V., und das Evangelische Forum Chemnitz.
Für den Zwickauer Raum gibt es eine Gedenkfeier um 15:00 Uhr im Kulturzentrum St. Barbara in Lichtentanne.

In Riesa beginnt in der Klosterkirche (Rathausplatz) ein Gottesdienst um 17:00 Uhr zum gleichen Anlass, der daran erinnert, dass jedes Jahr in Deutschland 20.000 Kinder und junge Erwachsene sterben. Um ein vielfaches höher liegt die Zahl der „Sternenkinder“, die vor ihrem eigentlichen Geburtstermin still zur Welt kommen.
Das Gedenken gestalten u.a. der evangelische und der katholische Pfarrer Johann Stein und Ludger M. Kauder sowie die Pfarrerin Grit Skriewe-Schellenberg aus Zeithain.

In Leipzig ist an diesem Sonntag die Andacht für verstorbene Kinder um 18:00 Uhr in der Nikolaikirche (Nikolaikirchhof).
Der Tag findet um 19:00 Uhr unter dem Motto „Ein Licht geht um die Welt“ seinen Höhepunkt: Dann stellen Betroffene in der ganzen Welt eine brennende Kerze ins Fenster. Wenn die Kerzen in einer Zeitzone niederbrennen, werden in der nächsten neue entzündet, so dass eine Lichterwelle 24 Stunden die ganze Welt umringt.

Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister

Friedenslicht von Bethlehem erreicht Sachsen und wird regional verteilt

Bild: Friedenslicht von Bethlehem 2014

Die Flamme des Friedenslichts aus Betlehem wird am 3. Adventswochenende Sachsen erreichen, nachdem eine Pfadfindergruppe (VCP) aus Radeberg das Licht aus Wien mit dem Zug nach Dresden geholt hat. Eine der zentralen sächsischen Aussendungsfeiern findet am Sonntagnachmittag um 16:00 Uhr in der evangelisch-lutherischen Kirche in Dresden-Leubnitz-Neuostra statt, wo das Licht für Einrichtungen und Kirchgemeinden in anderen Orten weitergegeben wird.

Für eine Waldweihnacht am 14. Dezember im Leipziger Land holt eine andere Pfadfindergruppe der DPSG das Friedenslicht aus Sangerhausen ab.
Über 220.000 Pfadfinder und Pfadfinderinnen in Deutschland setzen sich dafür ein, die Flamme des Friedenslichtes an „alle Menschen guten Willens“ weiterzutragen. Sie senden damit ein klares Zeichen für Frieden und Völkerverständigung.

In diesem Jahr ruft das Friedenslicht den Gruß aus, den sich die Menschen der Völker und Religionen der Welt zusprechen: „Friede sei mit dir - Shalom Salam“.

Bild: Übergabe des Friedenslichts an die Teilnehmer der Aussendefeier

Innerer Friede kann sich für soziale Gerechtigkeit, Gemeinschaft und Sicherheit einsetzen. Wenn der Frieden geteilt wird, wird er nicht weniger, sondern mehr, wie die Hoffnung. Zur ökumenischen Aussendungsfeier in Dresden werden wieder Vertreter der Feuerwehren, der Johanniter Unfallhilfe, der Malteser sowie Vertreter der evangelischen und katholischen Jugend und der Kirchgemeinden erwartet, die das Licht weitertragen.

Es erreicht in den darauf folgenden Tagen u.a. Altersheime, Krankenhäuser, Asylbewerberunterkünfte und Justizvollzugsanstalten. Die Organisatoren laden alle Institutionen dazu ein, mit einer Laterne zum sächsischen Aussendungsort zu kommen. Im letzten Jahr fand die Aussendungsfeier in der katholischen Pfarrkirche St. Laurentius in Radeberg statt.

Mit dieser Aktion wollen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder aktive Friedensarbeit leisten. Seit 1994 verteilen deutsche Pfadfinder das Friedenslicht aus Bethlehem und sorgen dafür, dass dieses Weihnachtssymbol der Hoffnung auf Frieden am Heiligabend in privaten und öffentlichen Räumen zu sehen ist. Das Friedenslicht gibt es seit 1986, es wurde vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind, das sich durch besonderes Engagement hervorgetan hat, das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Es ist somit ein Zeichen der Hoffnung und der Solidarität – unabhängig von Religion, Weltanschauung oder Hautfarbe. Das Licht wird an alle Menschen verteilt, die sich Frieden wünschen.(11.12.2014)

Friedenslicht von Bethlehem

> > > > > > Adventliches Konzertangebot verdichtet die Vorfreude

Bild: Adventskranz am Sonntag des 3. Advents

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