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Aktuelles

Sächsische Kirchgemeinden feiern Jesu Geburt

Weihnachtsfest in Sachsen mit Christvespern, Frühmetten und Festgottesdiensten

Bild: Lichter werden am Weihnachtsbaum angezündet (Foto: Rainer Oettel)

Auch in diesem Jahr fand die feierliche Einstimmung auf das bevorstehende Weihnachtsfest in Dresden am 23. Dezember auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche statt. Am Dienstag vor Heiligabend lud die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e.V. zum 22. Mal zur traditionellen Weihnachtlichen Vesper ein. Landesbischof Jochen Bohl, Superintendent Christian Behr, die Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt und Holger Treutmann, sowie der Dresdner Motettenchor, das Blechbläserensemble unter der Leitung von Ludwig Güttler und Posaunenchöre der Sächsischen Posaunenmission e.V. wirkten an der Vesper mit.
Es kamen zudem der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich und die Oberbürgermeisterin der Stadt Dresden, Helma Orosz. Die Vesper wurde live im MDR FERNSEHEN übertragen. Mit den über 21.000 Besuchern an diesem Vorabend des Christfestes ließen sich bisher insgesamt gut 435.000 Besucher diesen Auftakt der Weihnachtsfeiertage nicht entgehen.

Bild: Thomaskirche in Leipzig (Foto: Gert Mothes)
Thomaskirche in Leipzig

Die traditionelle Christvesper des Dresdner Kreuzchores läutet den Heiligen Abend (24. Dezember) in der Dresdner Kreuzkirche ein. Um 14:15 Uhr und um 16:30 Uhr findet sie in der erzgebirgischen Weihnachtstradition des ehemaligen Kreuzkantors Rudolf Mauersberger statt. Landesbischof Jochen Bohl wird in der zweiten Christvesper predigen.
Die Frauenkirche lädt Heiligabend zu zwei Christvespern und zur Feier der Christnacht ein. Die erste Vesper, die 14:00 Uhr beginnt, gestalten Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt und der Chor der Frauenkirche. In der zweiten Vesper um 16:00 Uhr predigt Superintendent Christian Behr. Sängerinnen und Sänger des Chores der Frauenkirche und das ensemble Frauenkirche musizieren die erste Kantate von J.S. Bachs Weihnachtsoratorium.

Menschen, die zu Weihnachten alleine sind, sich einsam fühlen oder psychisch belastet sind, steht in Leipzig ab 15:30 Uhr das Haus der Diakonie offen. Im erzgebirgischen Aue gibt es ein gleiches Angebot im St.-Nicolai-Gemeindesaal ab 17:00 Uhr.

Bild: Im Pavillon der Hoffnung in Leipzig werden Geschenke verteilt (Foto: Pavillon der Hoffnung)
Geschenke bei Weihnachten fürs Volk

Seit einigen Jahren veranstaltet in Leipzig der Verein Pavillon der Hoffnung e.V. zusammen mit der Andreaskirchgemeinde „Weihnachten fürs Volk“. Letztes Jahr wurden weit über 300 Gäste gezählt. Ab 19:30 Uhr wird wieder in der Messehalle 14 (Puschkinstraße 9) Weihnachten gefeiert mit Menschen, die einen Ort der Geborgenheit und Hoffnung suchen. Eingeladen sind Wohnungslose, andere Bedürftige und Menschen ohne Familie.
In Leipzig führt am 24. Dezember der Thomanerchor um 13:30 Uhr in der Thomaskirche unter der Leitung von Georg Christoph Biller die Weihnachtsmotette auf und um 16:00 Uhr ist der Chor noch einmal in der Christvesper zu hören.
In der Chemnitzer Innenstadt wird um 16:30 und 18:30 Uhr die Christvesper in der St. Jakobikirche am Markt gefeiert. Der zweite Gottesdienst wird musikalisch durch die Agenda St. Jacob von 1714 bestimmt mit Musik aus dem alten Chemnitz und dem Erzgebirge.

Bild: Weihnachten im Erzgebirge - hier Weihnachtsmarkt in Annaberg-Buchholz
Weihnachten im Erzgebirge (Annaberg-B.)

Seit vielen Jahren eröffnet das festliche Konzert mit dem Bundespräsidenten den musikalischen Heiligabend im deutschen Fernsehen. Bundespräsident Joachim Gauck lädt nach Marienberg in das „Weihnachtsland“ Erzgebirge ein. In der Kirche St. Marien musizieren u.a. der Dresdner Kreuzchor, die Sächsische Staatskapelle und Thomas Quasthoff. Das ZDF strahlt die Sendung um 18:00 Uhr aus.
Am Abend zuvor nimmt die MDR-Fernsehsendung „Weihnachten bei uns“ ab 20:15 Uhr die schönsten Weihnachtsbräuche insbesondere im Erzgebirge in den Blick.

Im ostsächsischen Großpostwitz werden spätestens am Heiligabend die Glocken im Gotteshaus wieder läuten. Im September wurden Risse und Schäden an mehreren Glocken festgestellt. Um 15:30 und 17:30 Uhr wird zur Christvesper mit Posaunenchor und Krippenspiel eingeladen. In Dresden in der Kirchgemeinde Bad Weißer Hirsch können nach der rechtzeitigen Beendigung der Bau- und Sanierungsarbeiten Vespern und Gottesdienste zum Weihnachtfest wieder in der Kirche stattfinden.

Bild: Christmette im erzgebirgischen Crottendorf (Foto: KG Crottendorf)

In den 1.300 evangelisch-lutherischen Kirchen Sachsens werden am Heiligen Abend in fast 1.800 Christvespern über 550.000 Besucher erwartet. Häufig werden zwei oder gar drei Vespern angeboten, die zwischen 14:00 und 18:00 Uhr stattfinden. Am späten Abend laden die Gemeinden noch zu Christnachtfeiern und zu musikalischen Veranstaltungen ein.

Bild: Gospelnight Dresden in der Christuskirche (Foto: Gospelnight)

In der Dresdner Frauenkirche erklingt um 22:00 Uhr Orgelmusik unter der Leitung von Samuel Kummer und in der Christuskirche in Dresden-Strehlen beginnt um 23:00 Uhr mit der 17. GOSPELNIGHT ein weihnachtliches Klangerlebnis mit 100 Sängerinnen und Sängern. Im Dom zu Meißen findet um 23:00 Uhr eine Musik zur Christnacht mit der Sopranistin Claudia Forberger und Domkantor Jörg Bräunig an der Orgel statt.
In Wurzen lädt die Kirchgemeinde zum Orgelkonzert zur Christnacht im Kerzenschein um 22:00 Uhr im Dom St. Marien ein. Es spielt Domkantor und Kirchenmusikdirektor Johannes Dickert.
In Chemnitz ist in der St. Petrikirche am Theaterplatz um 22:30 Uhr „Musik zur Christnacht“ mit einem anspruchsvollen Programm zu erleben, bevor in der St. Jodokuskirche in Chemnitz-Glösa die Mitternachtsmette "Ich habe einen Traum" mit Christine Schulz um 23:00 Uhr aufgeführt wird.

Die Philippuskirche in Leipzig-Lindenau lädt um 23:30 Uhr zum „Geburtstag für Jesus“ ein. Die Kirche gehört zum Integrationsprojekt ‚Philippus Leipzig‘ des Berufsbildungswerkes (BBW). Das Ensemble von Kirche und Gemeindehaus soll bis 2016 zu einem Integrationsbetrieb mit Hotel, Gastronomie und einen für Veranstaltungen offenen Kirchsaal umgebaut werden. In der Leipziger Thomaskirche geht es mit dem traditionellen Komplet mit Männerstimmen des Thomanerchores um 24:00 Uhr in die späte Christnacht.

Bild: Christmette in der Dresdner Kreuzkirche

Im Erzgebirge beginnt das Weihnachtsfest traditionell mit den Frühmetten am 1. Weihnachtsfeiertag des 25. Dezember. Die frühesten beginnen um 5:00 Uhr, beispielsweise in der Martin-Luther-Kirche in Annaberg-Buchholz, in der St.-Johanniskirche in Scheibenberg und in der St.-Nicolaikirche in Aue. Eine Stunde später wird u.a. eine Christmette im erzgebirgischen Eibenstock gefeiert. Auch in anderen Kirchenbezirken sind die Frühmetten sehr beliebt. Um 6:00 Uhr laden in Dresden traditionell der Kreuzchor und die Mitglieder der Dresdner Philharmonie zur Christmette in der Tradition erzgebirgischer Mettenspiele in die Kreuzkirche ein. Die Frühmetten ziehen jedes Jahr sehr viele Besucher an.
In den Gemeinden werden am 1. Christtag Familiengottesdienste mit musikalischer Begleitung durch Kurrenden oder Bläserchöre gefeiert, so auch in der Leipziger Thomaskirche um 9:30 Uhr mit Bachs Kantate Nr. 1 „Jauchzet, frohlocket“ aus dem Weihnachtsoratorium.
MDR-FIGARO überträgt ab 10:00 Uhr einen Hörfunkgottesdienst aus der St. Barbara-Kirche in Dresden-Eschdorf, in dem Pfarrer Michael Günther predigen wird.

Bild: Kirche in Reinhardtsgrimma

Der 2. Weihnachtsfeiertag ist dem ersten Märtyrer der Kirche, Stephanus, gewidmet, an dessen Schicksal die Schriftlesung erinnert. Die liturgische Farbe wechselt an diesem Tag zwischenzeitlich vom weihnachtlichen Weiß auf Rot. Während die Kollekten in den Christvespern meist für „Brot für die Welt“ gesammelt werden, ist die landeskirchliche Kollekte des 2. Christtages für die Diakonie Katastrophenhilfe und für Kirchen in Mittel- und Osteuropa bestimmt. Auch die Gottesdienste werden am zweiten Weihnachtsfeiertag häufig besonders musikalisch ausgestaltet. In der Leipziger Thomaskirche wird um 9:30 Uhr ein Kantatengottesdienst mit Auszügen aus dem Weihnachtsoratorium von J.S. Bach gefeiert und in Leipzig-Panitzsch sind um 11:00 Uhr die ersten drei Kantaten des Oratoriums zu hören.

Alljährlich pilgern mehrere hundert Besucher in die Dorfkirche Reinhardtsgrimma, wo auch in diesem Jahr wieder am 2. Christtag um 16.00 Uhr die „Weihnachtliche Vesper“ stattfindet. Im stimmungsvollen Ambiente der alten Dorfkirche des Osterzgebirges nahe Dresden erklingt bei Kerzenschein die bekannte Gottfried-Silbermann-Orgel unter der Leitung von Kreuzorganist Holger Gehring. Als Hauptwerk in diesem Jahr ist die Weihnachtshistorie von Arnold Melchior Brunckhorst (ca. 1670 bis 1725) zu hören. Das mit Trompeten, Streichern und Sängern festlich besetzte Werk entstand um 1700.

Bild: Musikalische Weihnacht in der Kirche am 2. Christtag (Bild: Rainer Oettel)

In den Tagen zwischen den Jahren laden zahlreiche Kirchen zu Andachten, Theaterstücken, Krippenspielen und Konzerten ein. Die Dresdner Bläserweihnacht mit festlicher Trompetenmusik unter der Leitung von Ludwig Güttler beginnt am 27. Dezember um 20:00 Uhr in der Frauenkirche.

Ebenfalls an diesem Sonnabend laden in Leipzig-Baalsdorf Familien zur Besichtigung ihrer Weihnachtskrippen ein. Diese erste Baalsdorfer Krippenwanderung startet um 16:00 Uhr im Gemeindehaus (Baalsdorfer Anger 10). Nach kurzweiliger und amüsant-lehrreicher Lesung und Gesang geht es anschließend zu den Krippen von Baalsdorfer Familien.

Am Sonntag, 28. Dezember, sind „The Original USA Gospelsingers & Band“ um 16:30 Uhr in der St. Markus-Kirche in Chemnitz zu Gast. In Leipzig findet in der Versöhnungskirche Gohlis eine Benefiz-Kunstauktion um 16:00 Uhr mit Gemälde, Zeichnungen und Grafiken der „Leipziger Schule“ statt.

Bild: Weihnachtsausstellung in der Dresdner Kreuzkirche (Foto: Kunstdienst)

In der Leipziger Thomaskirche wird am 28. Dezember um 10:00 Uhr eine Christmette von Michael Praetorius gefeiert. Die Gestalt dieser Christmette orientiert sich an der Messe zur Weihnachtszeit im 16. Jahrhundert, in der ausschließlich musiziert und gesungen wurde. Der neue Pfarrer der Thomaskirche, Martin Hundertmark, führt durch die Liturgie. Den Solisten, den Chören, den Thomaneranwärtern der Grundschule und dem Leipziger Barockorchester obliegt die musikalische Ausführung.

Das von sächsischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder entgegengenommene Friedenslicht aus Bethlehem wurde am 3. Advent in Dresden verteilt und leuchtet in Kirchgemeinden, Wohlfahrtseinrichtungen und Rettungsdiensten über die Weihnachtszeit als Zeichen des Friedens und der Völkerverständigung. Die Aussendung des Friedenslichtes erinnert an die Friedensbotschaft, die zu Christi Geburt verkündet wurde.
Über die Fest- und Feiertage ist bis Mitte Januar 2014 noch die Weihnachtsausstellung des Kunstdienstes der Landeskirche in der Dresdner Kreuzkirche zu sehen. Gezeigt werden Werke verschiedener Künstler der Region mit Malerei, Grafik, Fotografie, Textil und Skulptur.(23.12.2014)


 

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