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Aktuelles

Junge Christen aus aller Welt besuchten Sachsen

Für alle war dieser Besuch ein ökumenisches Erlebnis, das Mut macht

Bild: Gesamtgruppe in der Russisch-orthodoxen Kirche in Dresden nach der Andacht (Foto: privat)
Besuch in der Russisch-orthodoxen Kirche in Dresden nach einer Andacht im dortigen Kirchenraum

Vom 11. bis 17. März besuchten 40 Stipendiatinnen und Stipendiaten von BROT FÜR DIE WELT und dem Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK) die sächsische Landeskirche. Es handelte sich um ausländische Studierende, die über ein oder mehrere Jahre durch das kirchlich-theologische Stipendienprogramm gefördert, an deutschen Universitäten Theologie und andere Wissenschaften studieren. Die jungen Christen kommen aus Ländern Ost- und Südosteuropas wie Rumänien, Moldawien, Ungarn, Ukraine und Russland, sowie aus fernen Ländern wie Japan, Myanmar, Äthiopien, Aserbaidschan, Georgien und Brasilien.

Bild: Landesbischof Jochen Bohl erläutert die kirchliche Situation in Sachsen
(v.l.n.r.) Oberkirchenrat Friedemann Oehme (Ökumene-Referent), Landesbischof Jochen Bohl

Meist sind sie orthodoxer Konfession, aber auch Vertreter aus reformatorischen Kirchen sind darunter, was die ökumenische Weite und den Anspruch der global orientierten Stipendien auszeichnet.

Das Stipendienreferat in Berlin führt die Studenten zu gemeinsamen Angeboten zusammen, u.a. einmal im Jahr zu einer Besuchsreise in eine der evangelischen Landeskirchen der EKD. In Sachsen besuchten sie die Russisch-Orthodoxe Kirche in Dresden, wo sie eine Andacht in deutscher Sprache hielten. Im Anschluss waren sie bei Landesbischof Bohl zu einem Meinungsaustausch eingeladen. Außerdem informierten sie sich über die Situation der römisch-katholischen Kirche in Sachsen.

Der Weg führte sie auch nach Meißen zur „Wiege Sachsens“, wo sie den Dom und die Evangelische Akademie besuchten. Zum Programm in der Oberlausitz gehörte ein Besuch im Katharinenhof in Großhennersdorf als Einrichtung der Diakonie mit ihren Werkstätten. Letzteres beeindruckte die jungen Gäste sichtlich. Begegnungen mit der Herrnhuter Brüdergemeine und mit den evangelischen Sorben rundeten diesen Reisetag ab. Die Fahrt ins Erzgebirge führte nach Annaberg und Schneeberg, wo die Gäste von der geistlichen Prägung dieser Region hörten und sich über die ökumenischen Flüchtlingsinitiativen informierten.

Bild: Blick in die Gesprächsrunde im Landeskirchenamt

Am Sonntag nahmen die Gäste am Tag der Diaspora des Gustav-Adolf-Werkes in Sachsen teil. Im Gottesdienst übernahmen die Stipendiatinnen und Stipendiaten die Fürbitten, die sie in ihrer eigenen Muttersprache und in deutscher Sprache vortrugen. Zum Abschiedsabend in der Evangelischen Hochschule Dresden zeigten sich die jungen Menschen sehr bewegt von ihren Erlebnissen in Sachsen. Die Begegnungen und Erfahrungen dieser Reise tragen zum gegenseitigen Verständnis der unterschiedlich geprägten Kirchen bei und werden Früchte tragen. Für die Gäste und ebenso für die Gastgeber war diese Reise ein ökumenisches Erlebnis, das Mut macht.(18.3.2015)

Stipendienprogramm BROT FÜR DIE WELT

Leistungen und Stipendien beim DNK-LWB

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