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Aktuelles

ARD-THEMENWOCHE in Hörfunk und Fernsehen

Beheimatung ist in der sächsischen Landeskirche schon seit zehn Jahren Thema

Bild: Kirche im mittelsächsischen Nossen (Foto: Rainer Oettel)

Was bedeutet Heimat? Dieser Frage geht derzeit die ARD-Themenwoche mit Filmen, Dokumentationen, Orts- und Personenbeschreibungen nach. Fernseh- und Hörfunksendungen spüren Orte auf, die als Heimat identifiziert werden können. Wird der Heimatbegriff stärker vom Ort oder vom Gefühl der Menschen bestimmt?
Das geflügelte Wort „Die Kirche im Dorf lassen“ verortet einerseits ein weithin sichtbares Gebäude in die Mitte einer Lebensgemeinschaft, andererseits wird damit eine Tradition angesprochen, die beibehalten werden soll. Das Lebensgefühl wird als kollektiv empfunden und durch gemeinsame Feste im Jahreskreis gefestigt.

Bild: ARD Themenwoche mit Werbefoto

Die in dieser Jahreszeit stattfindenden Erntedankfeste in den Kirchgemeinden bündeln vielfach die Wahrnehmung von heimatlichem Boden, ihren Bewohnern und den Früchten ihrer Arbeit, die sie mit anderen teilen.

In den deutschen Landschaften wurden in der Geschichte nicht nur Früchte geteilt, sondern auch Heimat, weil sich ihre Bewohner verändert hatten, die als Zugezogene ein neues Zuhause finden mussten. Vielfach sorgten landsmannschaftliche und konfessionelle Unterschiede für Irritationen und Schwierigkeiten in der Akzeptanz. Die heutigen Herausforderungen stehen vor anderen Vorzeichen mit kulturellen und sprachlichen Besonderheiten. Die Integration bedarf daher nicht nur der Duldung, sondern der solidarischen Zuwendung und dem zivilgesellschaftlichen Engagement, wie es zahlreiche Initiativen und Projekte in der sächsischen Landeskirche derzeit praktizieren. Die ARD-Themenwoche wird in einem größeren Bogen konkret auf Beispiele eingehen, wo diese Wege in der Vergangenheit zu einem Ziel in der Gemeinschaft und zu einer Bereicherung geführt haben.


Menschen auf dem Weg im Alltag und zur Arbeit

Beheimatung bieten, so der Anspruch und die Überlegungen der Landeskirche, Menschen in Sachsen nicht nur einen kirchlichen Ort, sondern auch eine christliche Gemeinschaft anzubieten, wird seit zehn Jahren reflektiert. Die Kirchenleitungsberichte, aber auch die Berichte des Landesbischofs vor der Landessynode argumentieren seitdem in dieser Thematik. Derzeit wird überlegt, nicht nur eine „Frömmigkeitsvielfalt“ und Kirche in der politischen Öffentlichkeit zu benennen, sondern die Diskussion um ein geschärftes Selbstbild, ein Leitbild für die sächsische Landeskirche zu führen und sie klar zu benennen. „Wofür stehen wir, wofür laden wir ein?“, so die Ausgangslage in der Bestandsaufnahme, die angesichts der aktuellen Fragen dringlicher geworden sind.(4.10.2015)

THEMENWOCHE der ARD

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