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Aktuelles

FriedensDekade vom 8. bis 18. November 2015

Ökumenische FriedensDekade unter dem Motto GRENZERFAHRUNG

Bild: Friedensgebet in einer Kirche (Foto: Rainer Oettel)

In vielen sächsischen Gemeinden wird der Beginn der diesjährigen FriedensDekade unter dem Motto GRENZERFAHRUNG am 8. November mit Bittgottesdiensten für den Frieden und ökumenischen Andachten begangen, so beispielsweise in der Markuskirche in Dresden-Pieschen um 9:30 Uhr mit einem Taize-Gottesdienst mit Abendmahl, einem Friedensgottesdienst im erzgebirgischen Grünhain oder Bittgottesdiensten für den Frieden um 10:00 Uhr in der Schlosskirche in Dresden-Lockwitz und in der Apostelkirche in Leipzig-Großzschocher. Weitere Bittgottesdienste und Andachten finden am späten Nachmittag oder Abend statt.
In der Dresdner Frauenkirche wird der Direktor der Dresdner Stadtmission, Pfarrer Dr. Christoph Stolte, um 18:00 Uhr das Dekaden-Thema in seiner Predigt aufgreifen.

Bild: Schemenhaft, verschwundene alte Synagoge in Chemnitz
Ehemalige Chemnitzer Synagoge

In Leipzig erklingt das große Konzert der Friedenskantorei unter Leitung von Veit-Stephan Budig um 17:00 Uhr in der Michaeliskirche am Nordplatz. Zu Gehör bringen Sprecher, Solisten und Orchester das Oratorium „König David“ von A. Honegger.

Bereits am Abend zuvor (7. November) stellt sich in Grimma ab 19:30 Uhr die „Nacht der Lichter“ unter das Motto „Licht an für Menschlichkeit“, die dieses Jahr in der katholischen Kirche (Nicolaistraße) stattfindet.
In vielen Gemeinden gehören tägliche Andachten zum festen Bestandteil der Ökumenischen FriedensDekade. So lädt die Stadt- und Marktkirche St. Jakobi Chemnitz vom 9. bis 18. November werktags jeweils um 12:00 Uhr zur Mittagsandacht ein und in Riesa bietet die Klosterkirche wochentags um 18:00 Uhr ein Friedensgebet an. In anderen Gemeinden beginnen die Friedensgebete häufig auch um 19:00 Uhr. Nach zehn Tagen endet die Zeit dieser Friedensgebete am Buß- und Bettag, Mittwoch, 18. November.

Bild: Stolpersteine putzen in Grimma (Foto: Torsten Merkel, 2014)

Der Anfang der diesjährigen FriedensDekade steht zudem unter dem Eindruck des Gedenkens an die Reichspogromnacht vor 77 Jahren am 9. November.

An diesem Gedenktag wird in Leipzig wie jeden Montag um 17:00 Uhr zu einem Friedensgebet in die Nikolaikirche eingeladen, anschließend führt ein Kerzenweg zur Synagogengedenkstätte in der Gottschedstraße mit einer Gedenkfeier um 18:30 Uhr, bevor um 19:00 Uhr ein Gottesdienst der Kirchgemeinde St. Thomas und der Israelitischen Religionsgemeinde in der Thomaskirche beginnt.

In Grimma beginnt am Montag um 18:00 Uhr auf dem Marktplatz die Aktion „Stolpersteine putzen“. Im Anschluss an das Gedenken soll an jedem Stolperstein an diesem Abend wieder eine Kerze zur Erinnerung und Mahnung an die Opfer angezündet werden.
In Chemnitz wird zum Gedenken zu einem Friedengebet um 18:00 Uhr in die Jugendkirche St. Johannis (Theresenstr. 2) mit anschließendem Weg zur Stele am Stephanplatz eingeladen. Danach gibt es einen Vortragsabend im Jüdischen Gemeindezentrum (Stollberger Str. 28) über Juden im Untergrund und ihre Helfer am Beispiel von Chemnitz während der Nazi-Herrschaft.

Bild: Plakat zur FriedensDekade 2015

Die Ökumenische FriedensDekade unter dem Motto "Grenzerfahrung" greift die Erfahrung von Menschen auf, die als Flüchtlinge ihre Heimat verlassen und zahlreiche Grenzen überschreiten müssen. Das diesjährige Plakat zeigt einen Riss in rotem Grund. Dieses Bildmotiv weist auf den Riss in den Biografien der Flüchtlinge hin. Der Riss erinnert an eine Verletzung. Anhand von biblischen Texten wie das Gebet des Propheten Jona um Rettung und dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter wird besonders in diesen Tagen der Umgang mit den ankommenden Flüchtlingen zur Herausforderung für Hilfsbereitschaft und mitmenschlichen Umgang.
Die Politik steht derzeit am Scheideweg zwischen geschlossenen oder noch geöffneten Grenzen in Europa. So richten sich die Gebete nicht nur über ferne Grenzen hinaus, sondern greifen das zunehmend unfriedlicher werdende Klima im eigenen Lande auf.

 

Banner der Aktion "Licht an für Menschlichkeit"

Das in Sachsen von beiden großen Kirchen initiierte Angebot „Licht an für Menschlichkeit“ ist angesichts der angespannten gesellschaftlichen Lage und der zunehmend aggressiver werdenden Auseinandersetzungen um Fragen der gegenwärtigen Flüchtlingspolitik als Aufruf für einen respektvollen Umgang miteinander zu verstehen. Somit passt das Anliegen der Aktion aktuell in das Thementableau der FriedensDekade.

Bild: Das Aufnäher-Zeichen Schwerter zu Pflugscharen

Viele Gemeinden feiern besondere Bittgottesdienste als Abschluss der FriedensDekade am Buß- und Bettag, 18. November, der nur noch in Sachsen ein staatlich geschützter arbeitsfreier Feiertag ist. So kann zur normalen Gottesdienstzeit in die Kirchen eingeladen werden. Landesbischof Dr. Carsten Rentzing wird um 9:30 Uhr in der Dresdner Kreuzkirche predigen.  
Geboren wurde die Idee zur FriedensDekade in den Niederlanden. Während des Kalten Krieges in den 1980er Jahren wurde die Idee der Friedenstage deutschlandweit bekannter – besonders in Ostdeutschland. „Schwerter zu Pflugscharen“ war hier das wohl bekannteste Projekt in jener Zeit. Die FriedensDekade hat wesentlich zur Vertiefung des christlichen Friedenszeugnisses beigetragen.(4.11.2015)

FriedensDekade

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