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Aktuelles

Martinsfeste in sächsischen Kirchgemeinden

Adventsaktion „Mango, Chili und Tomaten“ startet am Martinstag in Pulsnitz

Bild: Diakonie steht auf der Flüchtlingsroute helfend zur Seiter (Foto: evangelicus.hu)
Kleidung auf der Flüchtlingsroute geteilt

In vielen Städten und Gemeinden finden in Sachsen wieder zahlreiche Martinsfeste um den 11. November statt. Ob vor, während oder nach dem Martinsfest feiern die Kinder den Martinstag mit zahlreichen Festumzügen. Dabei gestalten oftmals katholische und evangelische Christen den Tag gemeinsam.

Angesichts tausender Flüchtlinge, die in Europa unterwegs sind, hat der Martinstag in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Das Gustav-Adolf-Werk bietet einen Entwurf für den Martinsgottesdienst an, der mit einem Spendenaufruf für Flüchtlingsprojekte in den GAW-Partnerkirchen Osteuropas verbunden ist, die für Flüchtlinge Lebensmittel, Kleidung und Obdach organisieren.

Der diesjährige Martinstag ist auch wieder Beginn der alle zwei Jahre durchgeführten Adventsaktion, die von den beiden mitteldeutschen Landeskirchen (EVLKS, EKM), dem Leipziger Missionswerk und dem Landesverband für Kindertagesstätten in der Landeskirche initiiert wird.

Bild: Plakat der Adventsaktion zugunsten Schul- und Lehrgartens in Indien

Die Eröffnung der Aktion erfolgt am 11. November im Rahmen des Martinsfestes mit anschließendem Lampionumzug der Kinder um 16:30 Uhr in der St. Nicolai-Kirche im ostsächsischen Pulsnitz (Kirchplatz 1). Evangelische Kindertagesstätten, Grundschulen sowie Christenlehre- und andere Kindergruppen der Kirchgemeinden sind eingeladen, sich in der Adventszeit mit Land und Leuten in Indien zu beschäftigen.

Unter dem Motto „Mango, Chili und Tomaten“ sollen Spenden für den Wiederaufbau eines Nutz- und Lehrgartens für Schulen in Tamil Nadu in Südostindien unterstützt werden. Die Schirmherrschaft für das Projekt haben die beiden Bischöfe Dr. Carsten Rentzing und Ilse Junkermann übernommen. Anlässlich des Beginns der Aktion und aus Solidarität wurde am 5. November ein Holzapfelbaum am Evangelischen Kreuzgymnasium Dresden gepflanzt.

Bild: St. Martin hoch zu Pferde (Foto: Rainer Oettel)

Viele sächsische Kirchgemeinden laden zu Martinsfesten und –andachten mit Lampionumzügen ein, die häufig als ökumenische Veranstaltungen stattfinden. So feiern Kinder und Familien in der Leipziger Innenstadt am 11. November ab 17:00 Uhr ein ökumenisches Martinsfest. Mit Liedern und einem Anspiel zum Thema „Kinderarmut“ beginnt das Fest in der Propsteikirche. Im Anschluss führt ein Lampionumzug große und kleine Teilnehmer zur Thomaskirche. Dort werden Martinshörnchen verteilt und geteilt. Die musikalische Umrahmung gestalten Kinder der Anna-Magdalena-Bach-Schule, wo das Fest bei Kinderpunsch, Bratwurst und Lagerfeuer gegen 19:00 Uhr endet. Weitere ökumenische Martinsfeste sind u.a. um 17:00 Uhr in Taucha und Leipzig-Knauthain.

In Chemnitz wird zum traditionellen ökumenische Martinsfest ebenfalls um 17:00 Uhr in die Petrikirche eingeladen. Auf dem Programm stehen ein Martinsspiel und ein Martinsumzug vom Theaterplatz zum Neumarkt.

Bild: Verteilen der Hörnchen

Dort sollen Martinshörnchen geteilt werden, auch mit Passanten, die am Neumarkt vorbei kommen. Auch in diesem Jahr sind wieder Kinder aus Chemnitzer Asylbewerberfamilien zum Fest eingeladen. Für diese haben Kinder aus Chemnitzer Kirchgemeinden, Kindertagesstätten und Schulklassen Geschenkpäckchen gepackt. Im vergangenen Jahr waren es 330 solcher Päckchen, die zum Martinsfest verschenkt wurden.

Bereits um 16:00 Uhr beginnt das Martinsfest der Lutherkirche in Radebeul-Ost. 16:30 findet eine Andacht für Familien zum Martinsfest in der Martin-Luther-Kirche in Dresden-Neustadt statt. Zur gleichen Zeit lädt die Kirchgemeinde Bannewitz zu einer Andacht mit Martinsspiel, Lampionumzug und Singen im Seniorenwohnpark ein.

In Freital-Pesterwitz gestaltet sich das Martinsfest der Jakobuskirchgemeinde ab 17:00 Uhr mit Posaunenchor, Umzug und Glühweintrinken am Lagerfeuer auf dem Pfarrhof. In Riesa ist zur gleichen Zeit ein Martinsfest mit Anspiel in der Trinitatiskirche und Lampionumzug durch die Stadt geplant.

Bild: Einladung zum Martinsfest mit dem Soldaten Martin auf dem Pferd

Am Martinstag gedenkt man Martin, einem römischen Soldaten der Antike, der einem frierenden Bettler die Hälfte seines Mantels schenkte. Das Teilen von Gebäck und Martinshörnchen symbolisiert das Teilen des Mantels. Die Laternenumzüge erlangten ihre Bedeutung durch Martin Luthers Geburtstag am 10. November. Am Vorabend des Festes seines Namenspatrons Martin versammelten sich auf dem Erfurter Domplatz Kinder mit Papierlaternen, um dem Reformator zu gedenken, der am 11. November auf den Tagesheiligen getauft wurde.(10.11.2015)

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