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Aktuelles

Start in den Advent in sächsischen Kirchgemeinden

Besinnung im Advent mit Musik, Adventsfeiern und Krippenausstellungen

Bild: Adventskonzert in der Riesaer Trinitatiskirche
Adventskonzert in der Riesaer Trinitatiskirche am 28. November mit Chor- und Instrumentalmusik zum Advent

Mit dem 1. Adventssonntag (29. November) beginnt das neue Kirchenjahr und es öffnet sich eine Zeit der Erwartung bis zum Fest der Geburt Jesu. In den Kirchgemeinden der sächsischen Landeskirche finden in dieser Zeit zahlreiche kirchenmusikalische Veranstaltungen statt. Am beliebtesten ist das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, das neben anderen Werken über 60 Mal zur Aufführung kommt.

Bild: Blick in die Kreuzkirche
Kreuzchorvesper am 28. November zum Advent in der Dresdner Kreuzkirche

Adventsfeiern für Kinder und Familien, Krippenausstellungen und die Sorge um hilfsbedürftige Menschen gehören auch in diese Zeit. In Sachsen ist die Adventszeit durch die besondere kirchenmusikalische Tradition bestimmt. Dazu gehören neben den vielen sächsischen Kantoreien auch die beiden berühmten Knabenchöre in Dresden und Leipzig. Der Dresdner Kreuzchor und die Leipziger Thomaner führen traditionell Bachs Weihnachtsoratorium auf und bieten Weihnachtsliederabende zum Mitsingen an.

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing wird am 1. Advent um 9:30 Uhr in der Dresdner Kreuzkirche predigen. Die Liturgie übernimmt Superintendent Christian Behr, Kirchenbezirk Dresden Mitte. Es erklingen die Kantate „Nun komm, der Heiden Heiland“ von Johann Sebastian Bach sowie Werke von Melchior Vulpius, Friedrich Zipp und Rainer Selle.

Bild: Blick über den Striezelmarkt auf die Kreuzkirche (Foto: Rainer Oettel)

Am Abend zuvor, 28. November, um 20:00 Uhr findet in der Kreuzkirche der diesjährige Adventsjugendgottesdienst mit einer Anspielgruppe, einer Band unter Leitung von Andreas Kastl und Mitarbeitenden des Stadtjugendpfarramtes statt.

In Dresden wurde am 26. November um 15:00 Uhr der Striezelmarkt auf dem Altmarkt mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der Kreuzkirche eröffnet. Der Gottesdienst war zugleich Auftakt für eine „Wunschsterne“-Aktion. Auf gelben Papiersternen können die Besucher unter der Überschrift „Das wünsche ich meiner Stadt und ihren Bewohnern:“ ihren Wunsch für ein gedeihliches Zusammenleben und eine gelingende Zukunft notieren. Die Sterne liegen sowohl in der Kreuzkirche als auch in der Kathedrale am Schlossplatz aus. Dort werden sie während der gesamten Adventszeit und über die Weihnachtsfeiertage gesammelt. Die Dom- und die Kreuzkirchgemeinde werden die beschriebenen Wunschsterne in geeigneter Form in ihren Gebäuden sichtbar werden lassen. Auch sollen sie in Fürbitten der Gottesdienste und der ökumenischen Friedensgebete verlesen werden.

Bild: Sammelbüchse auf dem Verkaufstresen der Bäckerei
Sächsischer Stollenpfennig für 'Brot für die Welt'

Traditionell wird am 1. Advent die evangelische Spendenaktion BROT FÜR DIE WELT eröffnet. Für Sachsen findet die Eröffnung der 57. Aktion in Großröhrsdorf statt. In einem Gottesdienst in der Stadtkirche Großröhrsdorf wird um 9:30 Uhr Oberlandeskirchenrat Dr. Peter Meis die Predigt halten. Die diesjährige Aktion steht erneut unter dem Motto „Satt ist nicht genug!“. Unterstützt wird die bundesweite Spendensammlung speziell in Sachsen zusätzlich durch die Initiative ‚Stollenpfennig‘ der Diakonie und des hiesigen Bäckerhandwerks, die mit 1.500 Sammelbüchsen in rund 600 Verkaufsstellen durchgeführt wird. Diese Aktion wurde am heutigen 26. November von Diakoniechef Christian Schönfeld und dem Landesobermeister der Bäckerinnung, Roland Ermer, in der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen eröffnet.

Die Kirchgemeinden in Reichenbach im Vogtland führen in diesem Jahr eine besondere Adventsaktion durch. Sie eröffnen in der Reichenbacher Innenstadt den „EinLadenImAdvent“, der vom 30. November bis zum 23. Dezember wochentags von 15:30 bis 17:30 Uhr Menschen zum Verweilen und Adventfeiern einlädt.

Bild: Visitenkarte für EinLadenImAdvent in Reichenbach im Advent 2015

Das täglich wechselnde Programm umfasst u.a. Basteln, Weihnachtsgeschichten und Weihnachtsliedersingen sowie einen Kinder- und einen Wissenstag.  Bei Getränken und Weihnachtsgebäck können Besucher im Alter von „4 bis 99 Jahren“ hier innehalten und zur Besinnung kommen. An der ökumenischen Aktion beteiligen sich fünf christliche Gemeinden der Stadt.

In vielen Kirchgemeinden stimmen die Kirchenchöre am Sonnabend und Sonntag auf den Advent ein. Am Sonntagnachmittag gibt es häufig Adventsandachten und -vespern. Neben den Veranstaltungen in den Kirchen gibt es zahlreiche Initiativen, die kleine Adventsmärkte in Kirchennähe organisieren. Solche haben beispielsweise in einigen Leipziger Kirchgemeinden eine gute Tradition, indem sie in dieser Zeit ein alternatives, individuelles Angebot und einen Treffpunkt im Stadtteil darstellen. Besucher können an Verkaufsständen mit Advents- und Weihnachtsschmuck, Keramik, Textilem und fair Gehandeltem stöbern.

Bild: In Panizsch bei Leipzig kommt der Nikolaus vorbei (Foto: KG Panitzsch)

Kulinarische Köstlichkeiten von Weihnachtsbäckerei, über Fettbemmen, Kesselgulasch, Pralinen, Kaffee, Glühwein und anderem mehr laden zum Verweilen in gemütlicher Atmosphäre ein. Darüber hinaus stehen Musik, die Einladung zum Mitsingen von Adventsliedern und Bastelangebote für Kinder auf dem Programm. Beispielsweise lädt die Versöhnungskirchgemeinde in Leipzig-Gohlis bereits am Sonnabend, 28. November, ab 11:00 Uhr zum Adventsmarkt in und vor der Kirche ein. Es gibt Bastelangebote, weihnachtliche Geschenkideen, Keramik, Musik und vieles mehr.

Musikalische Winterträume sind um 14:00 Uhr in der Hoffnungskirche Knauthain, zu hören. Klavierschüler der Musikschule Schladebach gestalten das voradventliche Konzert. Im Gemeindehaus der Taborkirche Kleinzschocher beginnt um 14:30 Uhr ein Adventsnachmittag. Es werden Plätzchen und Pfefferkuchen gebacken und verkostet. Zum geselligen Beisammensein gehören das gemeinsame Singen und Bastelangebote für Groß und Klein. Um 18:00 Uhr wird an die Fahrradkirche Markkleeberg-Zöbigker zum traditionellen Sternaufzug am Vorabend des ersten Advents mit einer Andacht und Advents-Stern-Singen eingeladen.

Bild: Pyramide in Annaberg beim Anschieben

Am Sonntag, 1. Advent, singt der Leipziger Universitätschor, begleitet vom Pauliner Barockensemble auf historischen Instrumenten, im Universitätsgottesdienst um 11:15 Uhr in der Nikolaikirche die Kantate „Nun komm der Heiden Heiland“ von Georg Philipp Telemann.

Ein weiterer Adventsmarkt findet beispielsweise auf dem Kirchberg Wahren statt. Für Kinder gibt es dort von 13:30 bis 15:30 Uhr ein besonderes Programm. Im Anschluss wird zum Adventsliedersingen in die Kirche eingeladen. Um 14:00 Uhr beginnt in der Apostelkirche Großzschocher ein Lichterfest mit Musik, Weihnachtsbasteleien und weihnachtlichen Köstlichkeiten. Musikalisches steht am Nachmittag des 1. Advents auf dem Programm. So beginnt um 15:00 Uhr eine Adventsmusik mit den musikalischen Gruppen der Kirchgemeinde in der Leipziger Thomaskirche. „Pop et cetera. Advent zwischen Klassik und Moderne“ heißt es um 16:00 Uhr in der Versöhnungskirche Gohlis mit Christoph Krummacher an der Orgel.
Am 5. und 6. Dezember findet der mittlerweile 18. Panitzscher Nikolausmarkt auf dem Pfarrhof Panitzsch (Lange Str. 17) wieder mit umfangreichem Programm und Angeboten für Kinder statt.

Bild: Bornkindl in der Chemnitzer Ausstellung in der St. Jakobikirche (Foto: KG Jakobi)
Bornkindl in Chemnitz St. Jakobi

Die Weihnachtspyramide ist vor allem im Erzgebirge ein Symbol für die Weihnachtszeit. Traditionell werden am Anfang der Adventszeit in den einzelnen Orten die im Freien stehenden Pyramiden feierlich angeschoben. Das geschieht unter öffentlicher Anteilnahme beispielsweise am 26. November in Johanngeorgenstadt, am 27. November in Annaberg-Buchholz und Marienberg sowie am 28. November in Oberwiesenthal, Aue und Schwarzenberg.

In Chemnitz lädt bereits zum neunten Mal der ‚Leseadvent‘ ein. An vier Donnerstagen lesen in der Stadtbibliothek Chemnitz (DAStietz, Moritzstraße 7) jeweils um 17:00 Uhr Chemnitzer Persönlichkeiten weihnachtliche Texte und sind mit der Moderatorin Pfarrerin Dorothee Lücke im Gespräch. Den Auftakt bildet in diesem Jahr am 26. November Hartwig Albiro, langjähriger Schauspieldirektor in Karl-Marx-Stadt. Die Reihe wird gemeinsam von der Stadtbibliothek und dem Evangelischen Forum veranstaltet.

In der Chemnitzer Jakobikirche öffnet am 27. November die traditionelle Krippenausstellung, u.a. mit einem Oberwiesenthaler Weihnachtsberg, einer orientalischen Krippe und Klöppelarbeiten des Schnitz- und Klöppelvereins Grüna e.V.

Bild: Ein Adventskonzert in der Sebnitzer Kirche

Vom 4. Dezember bis zum Epiphaniasfest am 6. Januar stehen in Leipziger Kirchen über 30 Aufführungen von Weihnachtsoratorien verschiedener Komponisten auf dem Programm. So erklingen beispielsweise am 4. und 5. Dezember um 20:00 Uhr die Kantaten 1-3 und 6 aus dem Bachschen Weihnachtsoratorium in der Thomaskirche. In der Michaeliskirche am Nordplatz werden von Kindern am 5. und 6. Dezember um 17:00 Uhr „Die Weihnachtsgeschichte“ von Carl Orff aufgeführt und Weihnachtslieder aus aller Welt gesungen. Am 11. und 12. Dezember werden in der Thomaskirche nochmals die Kantaten 1-3 und 6 aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach zu Gehör gebracht, diesmal mit dem Thomanerchor und dem Gewandhausorchester. Auch in der Apostel- und Nikolaikirche erklingen am 11. Dezember Kantaten aus dem Weihnachtsoratorium.

Am 6. Dezember findet in Zwickau um 11:00 Uhr ein Bluesgottesdienst im Lutherkeller unter der Lutherkirche statt. Die Andacht zum Thema "...und Frieden auf Erden" hält Militärpfarrer Klaus Kaiser. Musikalisch wird Rich Hosey den Gottesdienst unterstützen. Er ist in Southampton aufgewachsen und lebte für einige Zeit im Erzgebirge.(26.11.2015)

Banner zur Adventsaktion "Mango, Chili und Tomaten"
ADVENTSAKTION 2015 für ein indisches Projekt

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