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Aktuelles

Ein gesegnetes und friedvolles Neues Jahr!

Jahreslosung 2016 - „Gott spricht: Ich will euch trösten, wie eine Mutter tröstet.“

Bild: Banner zum Themenjahr Reformation und die Eine Welt (Sachsen)

In Neujahrs-Gottesdiensten in Dresden gingen der sächsische Landesbischof Dr. Carsten Rentzing in der Kreuzkirche und der bayerische Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm in der Frauenkirche in ihren Predigten auf die Jahreslosung 2016 „Gott spricht: Ich will euch trösten, wie eine Mutter tröstet.“ ein. Der Gottesdienst aus der Dresdner Frauenkirche wurde durch das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) bundesweit live übertragen.

Gleich zu Jahresbeginn am Epiphaniasfest am 6. Januar (Dreikönigstag) steht ein Festgottesdienst im Freiberger Dom St. Marien unter dem Thema „Die Reformation geht hinaus in die Eine Welt“. Mit ihm eröffnen die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen und der Freistaat Sachsen das letzte Themenjahr 2016 „Reformation und die Eine Welt“ der Lutherdekade auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017. Landesbischof Dr. Carsten Rentzing wird dazu die Predigt halten.

Das neue Themenjahr weitet als letzte Station der Dekade den Blick auf die Wirkungen des Reformationsgeschehens auf die Welt, aber auch auf die gegenwärtigen Wechselwirkungen, die von der Globalisierung ausgehen. Die Orte der Reformation in Mitteldeutschland sind nicht mehr nur Ausgangspunkte, sondern Zielpunkte geworden, auf die Neues trifft. Veränderungen in traditionellen Bezügen zeichnen sich ab. Nicht zuletzt die Planungen für 2017 weisen deutlich über den regionalen und nationalen Kontext hinaus.

Für die sächsische Landeskirche wird dies deutlich, wenn sie Gäste und Partner einlädt, die an diesen Wechselwirkungen teilhaben und ihre Erfahrungen einbringen. Eingeladen sind Vertreter aus Partnerschaftsgruppen der Landeskirche sowie aller weltweiten Partnerkirchen und Kirchgemeinden, zu denen die sächsische Landeskirche kirchliche Beziehungen pflegt. An der Tagung nehmen je ein Delegierter einer hiesigen Kirchgemeinde und zwei Gäste aus deren ausländischer Partnergemeinde teil. Als Gäste werden unter anderem den Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes, Pfarrer Dr. h.c. Martin Junge, die ehemalige Präsidentin der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), Prof. Dr. Elisabeth Parmentier, und Bischof Alex Malassusa aus Tansania erwartet.

Bild: Ankündigung und Einladung zur diesjährigen Peace Academy (Foto: Peace Academy web)

In diesem Zusammenhang sind auch der Sommerempfang der sächsischen Kirchenleitung zum Themenjahr in der Akademie Meißen am 13. Juni sowie die sich anschließende Tagung des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes in Wittenberg vom 15. bis 21. Juni zu nennen.

Zuvor wird vom  8. bis 11. April die Frühjahrstagung der Landessynode in Dresden die Eine Welt thematisieren. Ein Bischof aus Tansania sowie weitere ausländische Gäste werden auf der Synode erwartet. 
Ebenfalls dem Themenjahr sehr nahe ist die alle zwei Jahre stattfindende internationale Peace Academy in und um die Dresdner Frauenkirche: Zu Pfingsten 2016 heißt es: »Reformer. Ändern verändert«. Die vier Tage (13.-16. Mai) sind jeweils wieder prall gefüllt mit Workshops, Konzerten, Mitmachangeboten, Andachten, einem internationalen Abend, einem Erfahrungsweg und vielem mehr.
Gemeinsam werden Friedensthemen diskutiert, Erfahrungen und Ideen ausgetauscht, um voneinander zu lernen. Die Peace Academy ist ein offenes Angebot für junge Leute zwischen 16 und 27 Jahren aus Deutschland und der Welt.
Am 1. Februar wird in der Dresdner Frauenkirche der Friedensnobelpreisträger S.E. Botschafter Ahmet Üzümcü, Generaldirektor der Organisation für das Verbot chemischer Waffen, zu Gast sein und sprechen.

Bild: Eingang zur Dornenhalle in Budapest, in der die Hauptveranstaltungen sind (Veranstalter web, HU)

Mit Jahresbeginn 2016 besteht für Einzelpersonen, Gruppen und Mitwirkende die Möglichkeit der Anmeldung für die Christlichen Begegnungstage in Budapest vom 7. bis 10. Juli. Zum großen Sommerereignis protestantischer Kirchen in Mittel- und Osteuropa hatte der leitende Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn, Péter Gáncs, bereits zu den Christlichen Begegnungstagen in Breslau (Wroclaw) Juni 2014 eingeladen. Der Veranstaltungsort in Budapest ist ein Universitätsgelände auf der Budaer Seite, zentrumsnah und an der Donau gelegen. Die Großveranstaltungen werden in der sogenannten Dornenhalle stattfinden, ein modernes Versammlungsgebäude, das gerade erst eingeweiht wurde. 

„Etwas“ weiter gefasst ist auch das Ereignis des 2. Deutschen Evangelischen Posaunentags vom 3.-5. Juni in Dresden. Immerhin aus ganz Deutschland und aus angrenzenden Ländern und Regionen werden über 20.000 Teilnehmer erwartet.

Bild: Banner zum Deutschen Evangelischen Posaunentag 2016 in Dresden

Nicht nur Stadion-Aktionen wie beim Abschlussgottesdienst am 5. Juni mit Dr. Margot Käßmann stehen auf dem Programm, sondern auch Platzkonzerte, Serenaden und Konzerte an verschiedenen Orten mit den blitzenden Instrumenten. Unter dem Motto „Luft nach oben“ werden die Posaunenchöre immer wieder für eine Klangüberraschung gut sein. Das Ereignis des vielleicht größten Posaunenchores der Welt ist aber auch ein Probelauf für die Einsätze zum Reformationsjubiläum 2017 in und um Wittenberg.

Bild: Banner zu 2016 - 800 Jahre Kreuzkirche, Kreuzchor, Kreuzschule

In Dresden wird dieses Bläser- und Posaunenfest auch als Geburtstagsständchen für das 800-jährige Jubiläum im Dreiklang von Kreuzkirche, Kreuzchor und Kreuzschule verstanden. Ein breites Programm durchzieht das Festjahr mit jeweils eigenen Akzenten der drei Institutionen oder mit gemeinsamen Veranstaltungen. So stehen in einer Festwoche vom 15. bis 24. April neben Konzerten, Vespern und Gottesdiensten auch drei Podien auf dem Programm. Bereits im Februar verwandelt sich die Dresdner Kreuzkirche in eine Tafelrunde, in der Bedürftige und Interessierte während der "Tafelwoche" zum gemeinsamen Essen und zum Gespräch eingeladen werden. Im August soll es zur Geschichte der Kreuzkirche im Rahmen des Stadtfestes einen Umzug unter dem Titel „Kreuzgang“ geben.

Bild: Diakonissenhaus in Leipzig-Lindenau. Historische Ansicht (Quelle: Diakonissenhaus web)
Historsche Aufnahme des Leipziger Diakonissenhauses, das 1891 gegründet wurde

Auch in Leipzig werden Jubiläen gefeiert, so zu Jahresbeginn mit einem Festwochenende (29.-31. Januar) „125 Jahre Ev.-Luth. Diakonissenhaus Leipzig“ und am 25. Juni das 180. Jahresfest des Leipziger Missionswerkes. Am 12. September findet anlässlich von ‚25 Jahre Kirchliche Erwerbsloseninitiative Leipzig‘  ein Friedensgebet und Podiumsgespräch statt.
Die Arbeitsstelle Eine Welt in der Ev.-Luth. Landeskirche begeht ihr 20-jähriges Bestehens mit einem Vortragsabend am 4. November.  Wer den Schulbetrieb bei Eva Schulze kennt, denkt an eine ewig junggebliebene, aber in Leipzig feiert das Evangelische Schulzentrum am 6. Dezember mittlerweile das 25-jährige Bestehen mit einem Festgottesdienst in der Nikolaikirche.

Bild: Hauptmotiv der Werbelinie zum 100. Katholiken in Leipzig (Plakat: Katholikentag 2016)

In Leipzig rundet es sich in diesem Jahr auch mit dem 100. Katholikentag vom 25. bis 29. Mai in der sächsischen Messestadt. Das bedeutet auch Herausforderungen für die evangelischen Kirchgemeinden als Gastgeber und Helfer beim Katholikentreffen. Ein herzliches Willkommen für mehrere Zehntausend Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet sowie der Region! Den Menschen in seiner Vielfalt sehen, dazu möchte der Katholikentag motivieren. So wird es unter dem Leitwort "Seht, da ist der Mensch" in Leipzig im Mai 2016 darum gehen, gesellschaftliches und politischen Planen und Handeln neu zu überdenken.

Viel zu überdenken gibt es bei den Frauenmahlen 2016 nicht, denn im Zusammenhang mit der Lutherdekade wird das Konzept „Wir sind Reformerinnen - Frauen geben Impulse für die Zukunft“ an verschiedenen Orten in Sachsen konsequent fortgesetzt – allerdings mit frischen neuen Ideen und der Einen Welt zugewandt. Frauen bitten zu Tisch! In lutherischer Tradition werden wieder zwischen den Gängen eines festlichen Menüs Tischreden gehalten. Anders als vor 500 Jahren sind Frauen eingeladen, ihre Perspektive auf Kirche und Gesellschaft darzulegen und mit der Tischgesellschaft zu diskutieren.

Bild: Titel vom Einladungsflyer (Kirchenchorwerk)

In Sachsen kommt man immer wieder auf die Musik zurück und so ist jetzt schon der 3. Landeskurrendetag in Zwickau im Blick, denn die Anmeldungen laufen bereits. Am 17. September werden über 2.500 Kurrendesänger, junge Sängerinnen und Sänger aus kirchgemeindlichen Kinderchören, in der Zwickauer Stadthalle zusammen kommen. Unter dem Motto „Mit Herz und Mund“ erklingen zahlreiche christliche Kinder- und Jugendlieder zum größten Kinderchortreffen einer Landeskirche in der Evangelischen Kirche in Deutschland. Das Repertoire wird vielfältig sein zwischen Klassik, Moderne und speziellen Kompositionen, wobei das gerade erst kürzlich erschienene  Kinderchorbuch "Mein Herz ist bereit" im Mittelpunkt der Gesangslektüre steht.

Der Veranstaltungsmonat September beginnt ansonsten gleich mit ‚Kirche auf dem Tag der Sachsen‘ vom 2. bis 4. September in Limbach-Oberfrohna. Das Sachsenvolksfest jährt sich zum 25. Mal. Vom Begegnungstag für Aussiedler am 10. September in Bautzen geht es über den ‚Tag des offenen Denkmals‘ (11. September) zum Landeserntedankfest nach Torgau (EKM) vom 16. bis 18. September. In Dresden schaut man am 29. September auf runde 150 Jahre Diakonie Sachsen zurück. 

Ende Oktober mit dem Reformationstag schließt sich der Kreis und das Reformationsjubiläum gehen Geschichten auf Reise auf dem Europäischen Stationenweg an Orte der Reformation. Wenige historische Ereignisse haben europaweit so viel verändert wie die Reformation. Das gesellschaftliche Erdbeben, das vor 500 Jahren von Wittenberg, Zürich, Genf und vielen anderen Orten ausging, hat das Miteinander Europas verändert.

Bild: Sogenannte Gutmann-Kirche im ostafrikanischen Kidia (Quelle: Leipziger Mission)
Sogenannte Gutmann-Kirche in Kidia (Tansania). Die Diözese ist Partnerkirche der sächsischen.

Von Europa aus strahlte diese Bewegung auf andere Kontinente, prägte Kulturen und Regionen. Ab November 2016 knüpft der Europäische Stationenweg ein Band. Im Mai 2017 kommt dieser Weg in Mitteldeutschland an und mündet in Wittenberg in die Weltausstellung Reformation. Städte in den Niederlanden und in Ungarn, in Slowenien und Irland werden ebenso angefahren wie Rom, Augsburg, Worms und die Wartburg.

2016 jährt sich der 140. Geburtstag und der 50. Todestag des Missionars Bruno Gutmann. 1902 wurde der gebürtige Dresdner von der Leipziger Mission zu seinem Dienst in Ostafrika berufen. Ihm gelang es, die indigene Kultur der Chagga in die Verkündigung des Evangeliums zu integrieren. Seine interkulturellen und sprachwissenschaftlichen Studien waren in seiner Zeit wegweisend. Sein Verhältnis zu den Menschen war beispielhaft, so dass er bis heute in der Region am Fuße des Kilimanjaro liebevoll als spiritueller Vater und Apostel bezeichnet wird.
Unter dem Titel „Als Sachse zu den Chagga“ lädt das LMW vom 16. bis 17. Dezember  im Rahmen eines Symposiums zu einer intensiven Auseinandersetzung mit seiner Arbeit ein.(1. Januar 2016)

Bild: Banner für das Reformationsjubiläum 2017
Ausblicke aufs nächste Jahr

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