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Aktuelles

Spendensammlung für Flüchtlinge im Nordirak

Menschen in den Lagern Nordiraks durch christliche Hilfe Hoffnung geben

Bild: Blick auf ein Flüchtlingslager im Nordirak (Foto: ©LWB/Sevian Salim)

Mit der sächsischen Landeskollekte am Sonntag Lätare, 6. März, soll in nordirakischen Flüchtlingslagern das Leben von Muslimen, Jesiden und Christen verbessert werden. Aufgrund der bisherigen schlechten Versorgungslage tragen sich viele der vor dem „Islamischen-Staat“ geflüchteten Familien mit dem Gedanken, diese Lager in Richtung Europa zu verlassen. Die Versorgung irakischer Flüchtlinge mit Nahrung, Wasser, Kleidung und Unterkunft vor Ort sind Schwerpunkte der Hilfsaktion des Lutherischen Weltbundes (LWB).

Bild: Familie auf dem Info-Flyer (Bild: ©LWB/Sevian Salim)

Allein 1,2 Millionen Menschen leben in der Nähe der Stadt Dohuk. Der Lutherische Weltbund arbeitet zielgerichtet in dieser Region, um die Situation für die Flüchtlinge vor Ort zu verbessern.

So wurden in einem Flüchtlingslager eine Wasserversorgung und Latrinen gebaut. Im Auftrag seiner Mitgliedskirchen verteilt der LWB gemeinsam mit lokalen Partnern Hilfsgüter. Die Flüchtlinge, darunter viele Christen, wollen nicht noch weiter von ihrer Heimat weggehen, aber eine Rückkehr in ihre Heimat ist auch nicht absehbar.

Als Mitgliedskirche des LWB beteiligt sich die sächsische Landeskirche mit einer Kollekte an diesem Hilfsprogramm. Sie ruft darüber hinaus zu Spenden auf. Bereits für 40 Euro  kann eine sechsköpfige Familie mit Lebensmitteln für einen halben Monat versorgt werden. Diese Ration umfasst 10 Kilo Reis, 4 Liter Öl, Bulgur, Pasta und Konservendosen. Ziel ist, wenigstens 40.000 Personen damit zu versorgen.

Zudem werden geeignete Unterkünfte gesucht, da im Winter die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen und es schneit. Rohbauten, Klassenräume, Lagerhallen, auch Gebäude von Moscheegemeinden und Kirchen sind bisher die Bleibe.

Bild: Mutter mit Kind in der Wiege (Bild: ©LWB/Sevian Salim)
Fotos aus dem Nordirak von ©LWB/Sevian Salim

Die Gemeinde der St. Peter und Paul-Kirche in Dohuk hat neun Familien aufgenommen. 31 Menschen leben gemeinsam in einem einzigen Raum mit belastender Lautstärke.
In dieser Lage überlegen sich sogar Familien mit kleinen Kindern, ob sie sich auf die gefährliche Reise nach Europa machen sollen. Im kurdischen Nordirak sind sie zwar vorerst sicher, aber eine Zukunftsperspektive gibt es für sie nicht. Gegen den Trend der Migration ist es nicht zuletzt aus hiesiger Sicht geboten, den Menschen durch christliche Hilfe Hoffnung zu geben.

Über die gesammelte Kollekte in den Gottesdiensten hinaus, bittet die Landeskirche um weitere Spenden für eine nachhaltige Bleibeperspektive in der Hoffnung, dass wieder eine Rückkehr an die Heimatorte möglich wird.(4. März 2016)

Spendenkonto des DNK/LWB
IBAN: DE21 5206 0410 0000 4195 40 | BIC: GENO DE F1 EK1
Stichwort: Spende I-16-K24
www.dnk-lwb.de/spenden

 

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