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Aktuelles

Eröffnung der Festwoche in Dresden am 15. April

Festwoche von Kreuzkirche, Kreuzchor und Kreuzgymnasium in Dresden

Bild: Blick in den Kirchraum zur Feierstunde mit den Chören

Mit einer abendlichen Festveranstaltung in der Dresdner Kreuzkirche begann am 15. April die Festwoche anlässlich 800 Jahre Kreuzkirche Dresden – Dresdner Kreuzchor – Evangelisches Kreuzgymnasium Dresden. Unter musikalischer Mitwirkung des Dresdner Kreuzchores unter Leitung von Kreuzkantor Roderich Kreile, dem Schulchor des Kreuzgymnasiums und dem Schulorchester wurde der programmatische Dreiklang dieser Woche eröffnet. Neben Schulleiterin Gabriele Füllkrug, Superintendent Christian Behr und Kreuzkirchenpfarrer Holger Milkau waren zahlreiche Vertreter und Freunde von Kirche, Schule und Kreuzchor gekommen, um gemeinsam das Jubiläum innerhalb der Kreuzkirche und anschließend beim Bürgerfest mit den Dresdnern zu begehen.

Bild: Grußwort von Landesbischof Dr. Carsten Rentzing
Dr. Carsten Rentzing

So konnten u.a. die ehemaligen Superintendenten, die Pfarrer und nicht zuletzt die drei Landesbischöfe im Ruhestand, Dr. Johannes Hempel, Volker Kreß und Jochen Bohl sowie Kreuzschüler, deren Familien und die Lehrer, als auch die Chorfamilie im Umfeld des Kreuzchores und frühere Mitglieder begrüßt werden. Die drei Vertreter von Kirche, Chor und Schule betonten die Gemeinschaft der drei Einrichtungen, die unter dem Kreuz vereinigt seien.

In seinem Grußwort würdigte Landesbischof Dr. Carsten Rentzing die geistliche Musik, die ermutige, ermuntere und erwecke. Da gehe es um die Bildung des Herzens im Kreuzchor, aber auch in anderen Chören. Es bedarf einer Schule und einer Schulung als Ort der Dankbarkeit mit Auftrag und Zielpunkt des Singens. Die drei Einrichtungen seien eine Quelle, die sich segensreich für die Stadt auswirken würde, so der Landesbischof.

Bild: Der Bundesinnenminster de Maizière mit seinem Festvortrag
Dr. Thomas de Maizière

Der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert bezeichnete die Kreuzkirche als „Rückgrat der Stadt“. Das sei weniger poetisch gemeint, aber es bezeichne Kraft und Flexibilität. Er hob die Rolle der Kirche als Stadt- und Marktkirche im Zusammenhang mit dem Striezelmarkt als Partner der Stadt hervor, deren Einheit erhalten bleiben müsse.

In seiner Festansprache ging Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière, auf die Bedeutung der Musik für das Leben und die Kirche ein. Kirche ohne Musik wäre „trostlos“, sagte er. Mit Blick auf den Kreuzchor stellte er dessen Werte heraus, derer sich der Chor einst verschrieb. Heute sei er damit im Ausland ein Aushängeschild für eine gebildete und zivilisierte Stadt. Christen seien zwar eine Minderheit in Sachsen, aber immer noch prägend. Nach de Maizières Einschätzung nehme die Aggressivität gegen das Fremde in dem Maße zu, je stärker der christliche Glaube abnehme und die eigene Unsicherheit wachse. Im Kreuzchor lerne man Essentielles für das Leben in der Teilung zwischen der eingeübten Einheit, der Gemeinschaft und der individualisierten Leistung. Das stehe auch der Gesellschaft im Ganzen gut an, so der Bundesinnenminister, der selbst Vater eines Kruzianers ist.

Bild: Außenbühne unter junger musikalischen Begleitung
Junge Kreuzschulmusiker auf der Außenbühne

Das festlich-musikalische Rahmenprogramm enthielt auch die Komposition von Kreuzkantor Roderich Kreile „Schola crucis, schola lucis“, in die alle Besucher mit einstimmen konnten. Danach ging es über zum Bürgerfest an der Freilichtbühne zwischen Kreuzkirche und Rathaus. Hier sorgten der Kreuzchor sowie Bands des Kreuzgymnasiums für einen bunten Musikmix. Im Rathaus waren zeitgleich gelungene künstlerische Schülerarbeiten des Kreuzgymnasiums zu sehen und eine Vernissage zur Kunstpreisausstellung mit anschließender Performance einer Kunstklasse. Die Preisverleihung erfolgt am 19. April nach einem öffentlichen Gottesdienst, den Schülerinnen und Schüler zusammen mit der Schulpfarrerin ausgestalten. Die Ausstellung im Rathaus unter dem Titel »Wie im Himmel so« ist noch bis zum 28. April zu sehen.
Am späteren Abend beschloss in der Kreuzkirche Kreuzorganist Holger Gehring mit der ‚Orgelmusik zur Nacht‘ die Eröffnung der Festwoche.

Tausend evangelische Sänger gratulierten dem Dresdner Kreuzchor

Bild: Gemeinsamer Chorgesang am Sonnabend in der Kreuzkirche

Zur traditionellen Vesperzeit am Sonnabend, 16. April, gratulierten in der Kreuzkirche fast eintausend Sängerinnen und Sänger aus 34 Kantoreien der beiden Dresdner Kirchenbezirke dem Dresdner Kreuzchor zu seinem 800-jährigen Jubiläum. Unter Leitung von Kreuzkantor Roderich Kreile sangen in der Vesper die Chöre gemeinsam. Zu hören waren unter anderem Werke von Robert Jones, Théodore Dubois, Josef Gabriel Rheinberger. Bei ihrem musikalischen Geburtstagsgruß brachten die Kantoreien auch einzelne Beiträge aus den verschiedenen Regionen zu Gehör, die vor Ort einstudiert wurden. Blechbläser der Sächsischen Staatskapelle und Kreuzorganist Holger Gehring begleiteten die Vesper.

Bild: Superintendent Christian Behr mit Schulleiterin und Kreuzkirchenkantor zum Auftakt am Freitag
Superintendent Behr, Schulleiterin Füllkrug, Kreuzkirchenkantor Kreile

Superintendent Christian Behr hob in seinem geistlichen Wort die Wechselwirkungen zwischen den Kirchenchören, der Kurrendearbeit und den Kruzianer hervor, die an vielen Orten zur Lobe Gottes spürbar seien. Das Lob sollte aber nicht eingesperrt, sondern herausgehen, ob im Stadion oder im gemeindlichen Waldgottesdienst zu Himmelfahrt. Nicht das Getrennte, sondern das Gemeinsame solle auch in der Zukunft tragen. Superintendent Behr verwies auch auf das Deutsche Evangelische Posaunenfest, das vom 3. bis 5. Juni in der Stadt präsent sein werde.

Auch wenn der Kreuzchor in städtischer Trägerschaft ist und sich die Kantoreien in Trägerschaft der jeweiligen Gemeinden befinden, verstehen sie sich als Gemeinschaft im Dienst der musikalischen Verkündigung evangelischer Glaubensinhalte.

Bild: Blick in die Kreuzkirche am Sonnabend mit den Chören

In vielen Familien, in denen musikalische Traditionen gepflegt werden, singt jemand im Gemeindechor. Und in vielen Fällen kommt aus diesem Umfeld auch der Nachwuchs für den Kreuzchor.

Um an diese und andere Verbindungen anzuknüpfen, entstand die Idee einer gemeinsamen Vesper zum Jubiläumsjahr. In beiden Dresdner Kirchenbezirken gibt es derzeit etwa 60 Kirchenchöre und  Kantoreien mit insgesamt mehr als 2.000 Sängerinnen und Sängern. Die Kirchenmusik ist damit eine feste Säule der kirchgemeindlichen Arbeit. Sie ist generationsübergreifend und hat eine starke Anziehungskraft auch für der Kirche ferner stehende Menschen.(16.4.2016)

Fest- und Sakramentsgottesdienst und Konzert der Dresdner Philharmonie

Bild: Blick in den Chorraum der Kreuzkirche

Ebenfalls zu Beginn der Festwoche ‚800 Jahre Kreuzkirche Dresden – Dresdner Kreuzchor – Evangelisches Kreuzgymnasium Dresden‘ wurde am Sonntag, 17. April, in der Kreuzkirche ein Fest- und Sakramentsgottesdienst gefeiert. Er wurde als Hörfunkgottesdienst von Deutschlandfunk und MDR FIGARO live übertragen. Musikalisch gestalteten den Gottesdienst der Dresdner Kreuzchor sowie Kreuzorganist Holger Gehring an der großen Jehmlich-Orgel aus.

In seiner Predigt ging Landesbischof Dr. Carsten Rentzing über das biblische Wort vom Weinstock und seinen Reben auf die Bedeutung der Verbindung zu Jesus Christus ein, der von sich sagte: „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.“ Dies sei auch die Kraftquelle aus der die Arbeit im Verbund von Kreuzkirche, Kreuzchor und Kreuzschule schöpfte und weiter schöpfen sollte.

Bild: Landesbischof Dr. Carsten Rentzing predigt
Landesbischof Dr. Carsten Rentzing

„Kirche, Chor und Schule sind die Reben am Weinstock, die Frucht gebracht haben und weiter bringen können und sollen“, so Dr. Rentzing. „Soli deo gloria: So kann es auch heute heißen mit Blick auf eine 800-jährige Geschichte und die Früchte, die daraus erwachsen sind. Möge der Herr uns weiterführen auf unserem Weg durch die Zeit“, äußerte der Landesbischof abschließend seine Hoffnung.

Am Abend erklang am gleichen Ort ein Konzert der Dresdner Philharmonie im Rahmen der Festwoche mit Franz Schubert, Ouvertüre C-Dur zu „Die Zauberharfe“ D 644; Torsten Rasch, Konzert für Violine und Orchester, einem Auftragswerk der Dresdner Philharmonie als Uraufführung und Joseph Haydn, Sinfonie Nr. 98 B-Dur mit Wolfgang Hentrich, Violine unter Leitung von Leo McFall.(17.4.2016)

Bild: Banner Jubiläumswoche mit Link zum Programm
Banner mit Jubiläumsprogramm der Festwoche hinterlegt

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