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Aktuelles

Rogate-Frauentreffen in sächsischen Kirchgemeinden

Frauen zum Thema „WIR – in EINer Welt GOTTes“ zum Rogate-Sonntag

Bild: Rogate-Plakat 2016

Zum Wochenende des Sonntags Rogate am 1. Mai treffen sich an 28 Orten in der sächsischen Landeskirche Frauen zum Gottesdienst und zur Begegnung. Das traditionelle Treffen der Frauen steht in diesem Jahr unter dem Thema: „WIR – in EINer Welt GOTTes“ als Beitrag zum Themenjahr 2016 ‚Reformation und die Eine Welt’. Die Frauentreffen finden meist am Sonntag um 14:00 Uhr statt; in einigen Kirchgemeinden sind sie auf den Sonnabend vorgezogen.

Im Mittelpunkt der Frauentreffen in diesem Jahr steht die biblische Gestalt des Propheten Ezechiel, der auch für Mitmenschlichkeit warb. In Anbetracht der vielen geflüchteten Menschen und Asylsuchenden, die mit ihren Hoffnungen und Problemen nach Deutschland kommen, ist das Thema sehr aktuell. „Die Zukunftsvisionen der Bibel geben uns Antwort und Hoffnung in dieser Situation. Gott lädt uns ein zum Vertrauen: Ich baue auf. Ich mache alles neu, in den kleinen Schritten, die Ihr in Verantwortung tut für die Eine Welt“, erläutert Pfarrerin Dorothee Fleischhack, theologische Beauftragte der Frauenarbeit, den biblischen Hintergrund des Themas.

Bild: Banner Rogate Kirchliche Frauenarbeit

In diesem Jahr sind die Kollekte sowie Spenden im Rahmen des Rogate-Treffens zu Teilen für die Arbeit mit Frauen in Nicaragua vorgesehen. Die Entwicklungshilfeorganisation ‘INKOTA’ unterstützt Frauen, in dem diese Saatgut und Kleintiere erhalten. Damit können sie ihre Familien selbständig ernähren und sich eine Existenzgrundlage aufbauen.
Im letzten Jahr erbrachte die Kollekte der Rogate-Gottesdienste für den Verein SOLWODI 9.730,31 Euro.

Bild: Tanz beim Programm des Rogate-Frauentreffens (Foto: Rainer Oettel)

Entstanden sind die Rogate-Treffen 1947 in einer Situation, in der viele Frauen – durch den Krieg verwitwet – mit ihrer familiären Situation alleine fertig werden mussten. Zur Unterstützung und Würdigung bot die Kirchliche Frauenarbeit für diese Frauen ein Fest unter dem Thema „Gottes Gebot für Frauen in Not“ an. In den 1980er Jahren änderte sich der Stil der Frauentreffen. Während bis dahin ein längerer Vortrag einer Rednerin im Mittelpunkt der Treffen stand, wurden nun vermehrt Gestaltungsformen gefunden, in denen die Frauen vor Ort in die Planung und Durchführung einbezogen werden.

Heute erarbeitet ein Team aus haupt- und ehrenamtlichen Frauen das jeweilige Thema und den Gottesdienstvorschlag. Die „Rogate-Frauentreffen“ sind Vergewisserung der biblischen Botschaft in der jeweiligen persönlichen und historischen Situation von Frauen. Bei den Treffen, die sich wie ein dichtes Netz über die Landeskirche ziehen, wird zudem die Vielfalt und Fülle der Ideen und Gaben der Frauen in der Kirche sichtbar.

Der Sonntag „Rogate“ als Betesonntag folgt dem Singesonntag „Kantate“ und entstammt dem frühen liturgischen Brauch der Bittprozessionen. Er ist der sechste von sieben Sonntagen in der Osterzeit vor Christi Himmelfahrt.(26.4.2016)

Kirchliche Frauenarbeit in Sachsen

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