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Aktuelles

Ausstellung der Sächsischen Haupt-Bibelgesellschaft

Biblisches Konzept der Gastfreundschaft als Verheißung und Denkanstoß

Bild: Simona Mielich, Sächsische Haupt-Bibelgesellschaft, und Prof. Dr. Ulf Liedke, Ev. Hochschule Dresden
Simona Mielich, Sächsische Haupt-Bibelgesellschaft, und Prof. Dr. Ulf Liedke, Ev. Hochschule Dresden

Im Foyer des Landeskirchenamtes wurde am 20. Oktober eine neue Wanderausstellung unter dem Titel „Gott hat den Fremdling lieb“ eröffnet. Kirchenrat Dr. Martin Teubner begrüßte die Gäste und stellte die sechs doppelseitigen Rollup-Displays vor. Sie wurde von der Sächsischen Haupt-Bibelgesellschaft in Dresden übernommen und von ihr textlich überarbeitet. Ursprünglich habe sie die Österreichische Bibelgesellschaft entwickelt, sagte der für Liturgie und Gottesdienst zuständige Referent. An anderen Orten sei die Ausstellung gut nachgefragt und mit dieser Präsentation seien die Wege für sächsische Interessenten kürzer. Sie werde zunächst bis Anfang November im Landeskirchenamt (Lukasstraße 6) zu sehen sein.

Bild: Kirchenrat Dr. Martin Teubner
Dr. Martin Teubner begrüßt die Besucher

Bezugspunkt der Ausstellung sind die biblischen Herausforderungen zum Umgang mit Fremden. So weiß die Bibel um die Schicksale von Menschen auf der Flucht, sowohl aus der Geschichte Israels als auch aus der Anfangszeit christlicher Gemeinden. So verwies Prof. Dr. Ulf Liedke von der Evangelischen Hochschule Dresden auf Fluchtgeschichten wie die von Josef und Maria nach Ägypten. Es ginge um Entscheidungen, die in Sekunden getroffen würden, in Situationen, in der Menschen keine Alternativen zur Flucht hätten. Derzeit seien weltweit 65 Millionen Menschen unterwegs oder in dramatischer Lage in Flüchtlingslagern. Manche machten sich auf, um sich dauerhaft in Sicherheit zu bringen. In einem Beispiel wies er aber auch auf neue Bedrohungen hin, die Flüchtlinge hier empfinden würden, so dass sie sich nicht aus den Heimen wagen würden.

Bild: Prof. Dr. LIedke vor den ersten Besuchern der Ausstellung

Die Ausstellung werde somit in konfliktträchtiger Situation eröffnet. Gott habe den Fremdling lieb, denn er identifiziere sich mit ihnen. Dr. Liedke verwies  auf Bibelstellen, die darauf Bezug nehmen würden. Gott mache die Flucht zur "Chefsache“, das zeigten die Fluchtgeschichten. Die Ausstellung biete darüber hinaus „Erzählbrücken“ in die Gegenwart. Die Bibel stelle den Fremden unter Schutz, obwohl auch hier sich in den Geschichten Vorbehalte, Vorurteile und Angst breit machten. Die Bibel erzähle aber vom rettenden Erbarmen Gottes. Gleiches Recht für alle. „So steht die Ausstellung mitten in unserer Gegenwart“, sagte der Theologe. Die Ausstellung provoziere und ermögliche neue Sichtweisen.

Dr. Teubner erbat Gottes Schutz für die Ausstellung. Die musikalische Umrahmung übernahm Kantor Johannes Weinberger von der benachbarten Lukaskirche.

Bild: Ausschnitt aus der Ausstellung

Die Wanderausstellung will die biblische Herausforderung im Umgang mit Fremden ins Gespräch bringen und sie wird kostenlos an Gemeinden und Schulen auf dem Gebiet der Landeskirche durch die Haupt-Bibelgesellschaft in Dresden verliehen. Einige Anfragen liegen schon vor. So wird die Ausstellung in nächster Station im Sorbischen Gymnasium in Bautzen zu sehen sein.
Die Ausstellung ist zweisprachig in Deutsch und Englisch gestaltet und kann im Atrium des Landeskirchenamt von montags bis freitags in der Zeit von 9.00 bis 16:00 Uhr voraussichtlich bis zum Donnerstag, 10. November 2016, besucht werden. Gefördert wurde die Ausstellung von der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und der LKG Sachsen – KD Bank.(20.10.2016)

Terminanfragen hinsichtlich der Übernahme der Ausstellung sind an die Sächsische Haupt-Bibelgesellschaft zu richten. (SHBG, Kretschmerstraße 19, 01309 Dresden, Tel.:/Fax: 0351 – 3100665; E-Mail: bibelhaus@t-online.de)

Sächsisches Bibelhaus

Bild: Ausschnitt aus der Präsentation

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