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Aktuelles

24. Aktion „Hoffnung für Osteuropa“

Förderung von Projekten mit und für Kinder in Rumänien und Weißrussland

Bild: Raum für Hausaufgabenhilfe in Gemeinderäumen der Roma-Kirche (Foto: projekt Leben)
Raum für Hausarbeiten und Nacharbeit in den Roma-Gemeinden für Schulkinder in der Region Brasov

„Hoffnung für Osteuropa“ startete Sachsen eine neue Spendenaktion. 2017 und 2018 wird Geld für zwei Projekte in Weißrussland und Rumänien gesammelt. Die nunmehr 24. Aktion wurde am letzten Sonntag, 5. März, mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche Stolpen eröffnet. Die Predigt hielt Sachsens Diakonie-Direktor Christian Schönfeld. In dem Gottesdienst wurden auch die Projekte vorgestellt.

In der weißrussischen Hauptstadt Minsk unterstützt der Oberlausitzer Verein Gumpo seit vielen Jahren die Kinderkrebsklinik Barawljany. Dort sollen die kunsttherapeutischen Angebote ausgeweitet werden. Die Kinder und ihre Eltern erleben während des Aufenthalts schwere Zeiten. Oft zieht sich die Behandlung über Monate hin und die körperlichen und psychischen Belastungen sind extrem hoch. Psychologen und Kunsttherapeuten sorgen sich seit Jahren darum, dass es den gut 170 Kindern in der Klinik besser geht.

Bild: (v.l.n.r.) Matthias Netwall vom Verein projekt LEBEN, Marius Zippe (Diakonie Sachsen), Gumpo-Vorsitzender Ralf Becker
(v.l.n.r.) Matthias Netwall vom Verein projekt LEBEN, Marius Zippe (Diakonie Sachsen), Gumpo-Vorsitzender Ralf Becker

Das soll nun mit dem deutlichen Ausbau der kunsttherapeutischen  Angebote  besser gelingen, wofür die Spenden von „Hoffnung für Osteuropa“ benötigt werden. „Häufig finden Kinder in solchen Kursen wieder neuen Mut, haben das Gefühl, wieder mitten im Leben zu stehen“, sagt Gumpo-Vorsitzender Ralf Becker.

Gesammelt wird außerdem für ein Hausaufgabenprojekt in Rumänien. In Zusammenarbeit mit der Roma-Kirche bietet der Verein projekt LEBEN aus Lauterbach bei Stolpen in vier Orten regelmäßig Hausaufgabenhilfe für Kinder aus Romafamilien an. Sie werden dabei nachmittags von Lehrerinnen der Schule und weiteren Mitarbeiterinnen betreut. Viele, die vorher nur selten oder nie ihre Hausaufgaben erledigten, arbeiten deutlich besser mit in der Schule. Sie erleben Lernerfolge, die sie zu weiteren guten Leistungen motivieren“, sagt Matthias Netwall vom Verein projekt LEBEN.

Der größte Teil der Roma-Minderheit lebt materiell und sozial am Rand der Gesellschaft. Für die Kinder sind gute Leistungen sehr wichtig, um später den Kreislauf aus mangelnder Bildung, Armut und Chancenlosigkeit verlassen zu können. Das Projekt, das bereits einige Jahre läuft,  wurde schon einmal über „Hoffnung für Osteuropa“ gefördert. Die Spenden werden benötigt, um das Personal und die Betriebskosten für die Räume zu bezahlen.

Bild: Betreuungsraum in der Kinderkrebsklinik in Minsk (Foto: Verein Gumpo)

Der zuständige Referent für ökumenische Beziehungen im Landeskirchenamt, Oberkirchenrat Friedemann Oehme, machte im Vorfeld darauf aufmerksam, dass die sächsische Landeskirche weiterhin zur Partnerschafts- und Projektarbeit in den mittel- und osteuropäischen Ländern stehe. Die „kleinen Kirchen litten zuweilen unter den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in ihrem Land und an den schwieriger gewordenen internationalen Beziehungen. Daher sei es wichtig, die partnerschaftlichen Kontakte aufrecht zu erhalten und den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, so Ökumene-Referent Oehme.

„Hoffnung für Osteuropa“ ist eine Sammelaktion in Verantwortung der Diakonie Sachsen.  Die einstmals bundesweite Spendensammlung wurde 1994 ins Leben gerufen. Seit einigen Jahren wird sie dezentral in  verschiedenen Landeskirchen weitergeführt.(5.3.2017)

Spendenkonto Sachsen „Hoffnung für Osteuropa“, LKG Sachsen – Bank für Kirche und Diakonie, IBAN:  DE20 3506 0190 0100 1004 44, BIC: GENODED1DKD

Projekte „Hoffnung für Osteuropa“ 2017/2018

 

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