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Ostern - Das Auferstehungsfest

Osterfest mit Osternachtfeiern, Ostermetten und Festgottesdiensten

Bild: Das Ei als Symbol für werdendes Leben bei den Sorben mit Bemalung (Foto: R. Oettel)

Das Osterfest begann in den sächsischen Kirchgemeinden nach den Osternachtfeiern mit Frühmetten, Fest- und Kantatengottesdiensten. In den Festgottesdiensten an den beiden Osterfeiertagen wurde die frohe Botschaft der Auferstehung Christi verkündet. Es ist das wichtigste Fest der Christenheit und ein Tag der Hoffnung, der Freude und des Dankes für viele Christen.

In der Dresdner Frauenkirche markierte die spätabendliche Feier der Osternacht den Übergang von der Passions- in die Osterzeit. Im Rahmen eines besonders atmosphärischen Gottesdienstes, in dem das Osterlicht in den dunklen Kirchraum und damit symbolisch in die Welt getragen wurde, sind acht Erwachsene getauft worden, von denen die meisten am Kurs „Religion für Neugierige“ teilgenommen hatten. Seit 2006 wird diese Kursreihe gemeinsam von Kreuz- und Frauenkirche angeboten und sie wurde bisher von 380 Teilnehmern besucht.

Bild: Schmücken des Kreuzes mit Blumen am Ostermorgen (Foto: Rainer Oettel)

Am Ostersonntag um 5:00 Uhr morgens wurde zu ersten Ostermetten in die Kirchen eingeladen. So versammelte sich die Kirchgemeinde Frauenhain in der Kirche Koselitz, um das Licht des Ostermorgens zu begrüßen und die Auferstehung Jesu zu feiern. Die Osterkerze wurde in die Kirche getragen und es wurden Osterlieder angestimmt sowie biblische Texte gelesen. Weitere Ostermetten gab es in Eibenstock, Aue, Freital, Dohna, Leipzig, Radebeul sowie in vielen anderen Kirchen Sachsens. In der Chemnitzer Jakobikirche schloss sich der Ostermette nach der ‚Agenda für St. Jacob‘ ein Osterfrühstück an.

Auch im Meißner Dom ist die traditionelle Frühmette am Ostersonntag gefeiert worden. Nach dem Hereintragen der Osterkerze in den dunklen Dom erklangen neben bekannten Osterchorälen Gesänge aus Taizé und Chorwerke von Alan Wilson, John Rutter und Melchior Vulpius. Der Gottesdienst gestalteten liturgisch der Domchor Meißen unter der Leitung von Domkantor Jörg Bräunig sowie Superintendent Andreas Beuchel und Domprediger Johannes Bilz.

Die traditionelle Mette des Dresdner Kreuzchores um 6:00 Uhr in der Dresdner Kreuzkirche wurde in diesem Jahr in einer erneuerten Fassung aufgeführt. Kleine Änderungen sind im musikalischen Bereich sowie in der Anordnung der Sänger vorgenommen worden, die um das Podium im Altarraum standen. Eine weitere Neuerung war die Aufführung eines Schwert-Tanzes, der zum Wächterlied aufgeführt wurde. Mit diesen Veränderungen sollten wieder mehr Besucher für die Ostermette gewonnen werden. Neben dem Kreuzchor unter der Leitung von Kreuzkantor Roderich Kreile sind Mitglieder der Dresdner Philharmonie und Kreuzorganist Holger Gehring zu hören gewesen.

Bild: Plakat für Oster-Oratorium in Drebach
Bereits schon am Sonnabend um 22:00 Uhr Oster-Oratorium in der Drebacher Kirche

Nach dem frühen Osterfeuer und einem Osterfrühstück feierten die Kirchgemeinden in den Festgottesdiensten am Vormittag das wichtigste Ereignis der Christenheit. Landesbischof Dr. Carsten Rentzing predigte am Ostersonntag in der Kreuzkirche. Gemeinsam mit Solisten, dem Dresdner Kreuzchor und dem Philharmonischen Kammerorchester Dresden erklang Johann Sebastian Bachs Kantate „Erfreut euch, ihr Herzen“. Dr. Rentzing erinnerte an das Leid der Bombenopfer in den koptischen Kirchen Ägyptens und die Vertreibung von Christen in anderen Gegenden des Nahen Ostens. Trotz vieler Gewaltakte in der Welt und auch Unruhe im eigenen Land, appellierte er, „sich nicht die Hoffnung rauben zu lassen“, nicht mutlos und verzagt zu sein, sondern angesichts der Osterbotschaft fröhlich in die Zukunft zu gehen.

Auf MDR KULTUR wurde am Ostersonntag um 10:00 Uhr der Gottesdienst mit Pfarrer Bernhard Stief aus der Leipziger Nikolaikirche im Hörfunk live übertragen. In der Dresdner Frauenkirche begleiteten eine Stunde später Solisten, der Chor der Frauenkirche und das ensemble frauenkirche mit Johann Sebastian Bachs Osteroratorium den Festgottesdienst.

Bild: Feuerstelle

Im ‚Haus der Stille‘ in Grumbach bei Meißen ging am Ostersonntag ein viertägiger innerer Weg im Schweigen mit Gottesdiensten und Impulsen zu Ende. Im gleichen Zeitraum trafen sich in Meißen Teilnehmer zu den traditionellen „Ostertagen in der Evangelischen Akademie“. Die gemeinsame Zeit vom 13. April stand unter dem Luther-Spruch „Er ist ein Gott der Lebendigen.“ Die Feier des Gründonnerstagabends am Tisch im Kreuzgang des Klosterhofes,  Musik und Texte und ein Konzert der Matthäuspassion von J.S. Bach und die Auseinandersetzung mit Bildern der Künstlerinnen Tina Wohlfahrth, Else Gold und Heike Wandewitz in der Ausstellung im Kreuzgang einschließlich der Osternacht im Dom zu Meißen waren Angebote der Akademie, der Freude des Lebens nachzuspüren.

Das "Hochland-Osterfeuer" am Ostersonntag um 18:00 Uhr auf dem  Sportpark Dresden-Weißig (Heinrich-Lange-Str. 37) verspricht zum 12. Mal einprägsame und emotionale Klänge, Bilder und Worte. Es spielt der Posaunenchor der evangelischen Kirchgemeinden und Kinder entzünden Osterfackeln an der Osterkerze.  Die Feier wird vom evangelischen Pfarrer und dessen katholischen Amtsbruder gemeinsam eröffnet. Mit dem Osterfeuer sollen das Licht und die Wärme der befreienden Botschaft symbolisch spürbar werden.

Bild: Orgelpfeifen als Symbol für Konzerte
Sächsische Orgel des Monats am Ostermontag in Stangengrün sowie andere Konzerte

Am Ostermontag, 17. April, können die Besucher an vielen Orten Gottesdienste erleben, in denen die Kirchenmusik mit Chören und Bläsern eine besondere Rolle spielt. So gibt es um 10:00 Uhr einen musikalischen Festgottesdienst in der Radebeuler Lutherkirche sowie um 11:00 Uhr in der Weinbergkirche Dresden-Pillnitz. In der Fahrradkirche Markleeberg-Zöbigker findet um 11:00 Uhr ein Posaunengottesdienst und anschließend ein Fahrradpilgern durch Markleeberg statt, bei dem elf sehenswerte Orte aus der 300-jährigen Geschichte besucht werden.

Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger spielt um 10:15 Uhr in einem Festgottesdienst in der Marienkirche Stangengrün bei Kirchberg an der Schramm-Orgel von 1769. Diese Orgel, die auch ein typisches Silbermannregister aufweist, wurde in der Reihe „Sächsische Orgel des Monats“ für den April ausgewählt.

Häufig wird in den Ostermontagsgottesdiensten zum Heiligen Abendmahl eingeladen. Am Nachmittag und Abend finden Konzerte statt, die weiterhin „Kreuz & Auferstehung“ in den aufgeführten Werken thematisieren. So wird um 17:00 Uhr in einem Vespergottesdienst im ostsächsischen Crostau u.a. die Bachkantate „Halt im Gedächtnis Jesum Christ“ durch den Kirchenchor und dem Ensemble „Chordophone“ unter Leitung von Lucas Pohle aufgeführt.

Bild: Taufe im Ostergottesdienst. Taufgemeinde versammelt sich am Taufstein
In vielen Ostergottesdiensten wurde getauft, wie hier in Begleitung von Eltern und Paten.

Zur gleichen Zeit lädt die Dresdner Flughafenseelsorge zu einer österlichen Vesper in die Flughafenkapelle ein.

Domorganist Albrecht Koch gestaltet am Osterdienstag, 18. April, um 20:00 Uhr im Freiberger Dom ein Orgelkonzert zum Osterfest. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach, Gottfried August Homilius und Felix Mendelssohn Bartholdy. Unter anderem werden verschiedene Bearbeitungen von Osterliedern erklingen. Koch wird dabei im Konzert die beiden im Dom befindlichen Silbermann-Orgeln von 1714 und 1719 vorstellen.

An den bestickten Stoffen (Paramenten) an Altar und Kanzel im Kirchraum wurde der Wechsel der liturgischen Farben von violett oder schwarz (Passion) bis zum Karsamstag zu weiß ab Sonntagmorgen augenscheinlich. Verdeutlicht wird damit der Wandel: Der Tod ist durch das neue Leben überwunden. Der Osterfestkreis reicht über Christi Himmelfahrt (40 Tage nach Ostern) noch bis zum Pfingstfest (50 Tage nach Ostern). In diese Zeit fallen auch die meisten Festgottesdienste der Kirchgemeinden, an denen junge Heranwachsende der Gemeinden konfirmiert werden.

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