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Kirchentag auf dem Weg in Leipzig

Leipzig lässt Besucher zum Kirchentag »Spirituelle Wasserwege« entdecken


Pfarrerin Christiane Thiel wird auch in Leipzig unterwegs sein – wie zum Pilgergottesdienst am 25. Mai um 9:30 Uhr an der Liebfrauenkirche. © Jan Adler

Leipzig und seine Wasserstraßen werden zum Programmpunkt des Kirchentages: »Spirituelle Wasserwege» lautet das Motto, unter dem Besucher vom 25. bis 27. Mai zahlreiche Veranstaltungen erleben können. Dabei spielen die beliebtesten Gewässer eine Rolle – die Weiße Elster, der Karl-Heine-Kanal, die Seen rund um die Stadt, aber auch ihre Uferwege. Das Programm bietet zahlreiche Aktionen wie Wanderungen, Führungen, Radtouren, die sich mit dem Thema auseinandersetzen.

»Wir wollen deutlich machen, dass Leipzig am Wasser liegt», erklärt Christiane Thiel, eine der Hauptinitiatoren des Projektes. So wird an Christi Himmelfahrt u. a. eine Radtour mit dem Titel »Geschichte(n) am Wasser» angeboten, welche die Teilnehmer an verschiedene historische Stellen in der Stadt führt und zu Andachten in Kirchgemeinden Leipzigs einlädt. Ein Pilgergottesdienst mit dem Titel »Ströme lebendigen Wassers» lädt neben der Wanderung zur geistlichen Auseinandersetzung mit dem Thema am selben Tag ein. Am Freitag und Sonnabend haben die Besucher u. a. die Möglichkeit, Paddelboote auszuleihen und die Kanäle Leipzigs selbst zu erkunden oder aber auf einem Motorboot eine Führung über die Wasserwege der Stadt zu buchen.

Unterstützt wird das Projekt dabei von vielen Seiten – sowohl von christlichen als auch von konfessionslosen Vereinen. Die Aktion Sühnezeichen am Evangelischen Schulzentrum, die Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer (GEDOK) sowie die Musik- und Tanzschule Musifa Leipzig werden das Projekt auf künstlerische Art begleiten. Auch mehrere »Brücken werden künstlerisch bespielt» erläutert Christiane Thiel.

Die Besucher können so auf ihren Erkundungstouren viele verschiedene Seiten der Stadt erleben. »Es geht darum die Schönheit Leipzigs zu zeigen», erklärt die Initiatorin. Dass dabei neben den Kirchgemeinden auch viele weitere Vereine am Projekt beteiligt sind, hält Thiel für einen Gewinn. Da die Stadt Leipzig »überwiegend aus säkularisiertem Bürgertum» besteht, sollen auch konfessionslose Bürger vom Programm angesprochen werden, so Thiel. Dabei wird für die Teilnehmer auch die Bedeutung des Wassers für die Stadt unabhängig von kirchlichen Themen, wie zum Beispiel die ökologischen Aspekte der Kanäle und Seen, erfahrbar gemacht.

Albrecht Meinel
QUELLE: DER SONNTAG, Nr. 16 | 23.4.2017

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