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Aktuelles

Weltausstellung der Reformation in Wittenberg eröffnet

Truck vom Europäischen Stationenweg herzlich in Wittenberg begrüßt

Bild: Das "Geschichtenmobil" auf der letzten Station in Wittenberg angekommen (Foto: Michael Seimer)

Vor 4.000 Begeisterten eröffneten unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, und die Botschafterin für das Reformationsjubiläum Margot Käßmann die Weltausstellung Reformation „Tore der Freiheit“.

Bild: Dr. Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017 (Foto: Michael Seimer)
Dr. Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017

Drei Stunden davor waren 250 Menschen zum Hauptbahnhof Wittenberg gekommen, um den Truck vom Europäischen Stationenweg zu begrüßen. Dort bleibt das „Geschichtenmobil“ über die gesamte Dauer der Weltausstellung Reformation stehen, nachdem er 25.000 Kilometer durch 19 europäische Länder getourt hat und an 67 Orten Station gemacht hat. Letzte Stationen waren die Reformationsstadt Zwickau und Bernburg.

Um mittags begann der Countdown für die Eröffnung der Weltausstellung Reformation mit Musik und Gesprächen auf der Bühne auf dem Marktplatz. Durch das Programm führte Dagmar Röse vom Mitteldeutschen Rundfunk.

Um 14:00 Uhr wurde die Weltausstellung Reformation „Tore der Freiheit“, eröffnet. Mit einem Ökumenischen Gottesdienst begann die Eröffnungsfeier auf der Bühne auf dem Marktplatz.

Bild: Blick auf die Gottesdienstbesucher auf dem Marktplatz (Foto: Michael Seimer)
Gottesdienstgäste auf dem Markt

Die Predigt hielt die Vorsitzende der Projektleitung „Weltausstellung Reformation“ Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017. Die Liturgie gestalteten Landesbischöfin Ilse Junkermann sowie der katholische Bischof Gerhard Feige und der griechisch-orthodoxe Metropolit Augoustinos. Musikalisch wurde der Gottesdienst von genesis brass unter Leitung von Christian Sprenger begleitet.

Direkt im Anschluss an den Gottesdienst sprach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Grußwort zur Eröffnung der Weltausstellung Reformation.

In einem moderierten Gespräch zwischen der Präsidentin des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentags, Christina Aus der Au, dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, und dem Oberbürgermeister von Lutherstadt Wittenberg, Torsten Zugehör, mit dem Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm sollten die Erwartungen und die Bedeutung der Weltausstellung Reformation deutlich werden. Der Ratsvorsitzende der EKD, Heinrich Bedford-Strohm, erklärte dann die Weltausstellung Reformation für eröffnet.

Bild: Bundespräsident Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht vor den Festgästen (Foto: Michael Seimer)
Bundespräsident Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht vor den Festgästen

Symbolisch öffneten alle Beteiligte an Gottesdiensten und bei den Grußworten und dem Gespräch ein Tor für die Weltausstellung Reformation „Tore der Freiheit“. Ab diesem Zeitpunkt können die Installationen und Präsenzen der Weltausstellung Reformation „Tore der Freiheit“ besucht und besichtigt werden.

Am Abend fand auf der Bühne „Marktplatz“ ein Konzert von Stefanie Heinzmann statt. Die Schweizer Pop- und Soulsängerin eröffnete damit den Reigen kultureller Highlights im #Reformationssommer. Heinzmann erhielt in ihrer Karriere Auszeichnungen wie den Echo, den Comet, die 1 Live Krone und die Swiss Music Awards. Alle Veranstaltungen auf dem Marktplatz am Tag der Eröffnung der Weltausstellung Reformation konnten ohne Ticket und Dauerkarte besucht werden.

Alles ist fertig – jetzt geht’s los

Zahlen, Daten und Fakten zur Weltausstellung Reformation

Bild: Eröffnung der Weltausstellung und die Erlebniswelt hinter den Toren (Foto: Michael Seimer)

„Am 12. Oktober 2014 haben wir Countdown-Zähler auf dem Marktplatz gestartet –950 Tage vor dem heutigen Start der Weltausstellung Reformation. Was damals noch ein ungefährer Plan war, wird heute Wirklichkeit. Wir haben nie aufgehört, darauf zu vertrauen, dass in einer Stadt mit nicht einmal 50.000 Einwohner eine Weltausstellung entstehen kann, auch wenn viele andere dies für verrückt gehalten haben. Allen, die laut gesagt oder leise gedacht haben, das schaffen die nie, ist damit ein für alle Mal widersprochen.

Anders ausgedrückt: Alle sind bis 10. September eingeladen zur Weltausstellung Reformation zu kommen.

Bild: Stadtplanübersicht von Wittenberg mit den Ereignisorten hinter den Toren der Freiheit

• Acht Installationen in sieben Torräumen ausgedacht in einem Wettbewerb unter Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Manche davon gehen hoch hinaus, andere ziehen sich über große Flächen: 30 Meter in die Höhe geht der Turm mit der größten Bibel der Welt am Hauptbahnhof, über den gesamten Luthergarten bis zur Kleingartenanlage am Stadtgraben erstreckt sich der Torraum Ökumene und Religion.

• Pavillons, Zelte und Messebauten laden zum Diskutieren, verweilen und Erleben ein: rund 2.500 Quadratmeter Zeltbahnen wurden zu temporären Häusern und Hütten verbaut.

• 82 Veranstaltungsstätte weist das Programm aus: darunter sind Veranstaltungsräume, die Lutherstadt Wittenberg schon immer zu bieten hat wie etwa die Leucorea oder die Exerzierhalle, aber auch viele, die auf Zeit gebaut wurden. Es gibt kleine Veranstaltungsräume, in denen sich eine zweistellige Zahl von Menschen versammeln, wie etwa der Ausstellungspavillon Listros, wo Briefe äthiopischer Schuhputzer an die Welt zu hören sind. Genauso haben wir große Veranstaltungsräume geschaffen wie das Jubiläumszelt, das über 1.000 Menschen fassen kann. Dazu die beiden Open Air-Bühnen eine auf dem Marktplatz für das Tagesprogramm und eine auf der Schlosswiese, wo abends Laith Al Deen, Max Giesinger, Yvonne Catterfeld oder dem Baltic Sea Philharmonic grandiose Konzerte geben.

• Verhungern wird keiner: Neben der Gastronomie, die in Lutherstadt Wittenberg beheimatet ist, bieten 24 Aussteller Speise und Getränke an. Dazu kommen zehn zusätzliche Stände mit Angeboten an Essen und Trinken. 15.000 Portionen Essen stehen pro Tag bereit, für alle die beim Schauen und Erleben Hunger bekommen.

Bild: Das Zentrum der Welt in den nächsten Monaten (Marktplatz Wittenberg)

• „Alles nur Event“, haben manche am Anfang kritisiert: über 2.000 Veranstaltungen in 16 Themenwochen senden eine andere Botschaft: Vorträge, Podiumsdiskussionen, thematische Gespräche – die Formen, wie wir mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch kommen, sind vielfältig. 86 Gottesdienste und Andachten weist allein das Programm für die Festwoche von 20. bis 29. Mai aus. Eines ist wichtig: Inhalt entsteht dort, wo Menschen sich in den Torräumen begegnen: mit den Mitarbeitenden der 82 Aussteller, in den Begegnungsräumen wie dem Gasthaus Ökumene oder dem Christuspavillon, wo auch viele ausländischen Gäste und Mitwirkende zusammen kommen. Über 1.000 Referenten, Diskutanten und Moderatoren kommen in den 16 Wochen nach Wittenberg – jeder ein Experte auf ihrem Gebiet. Nicht mitgezählt die Wiederholungstäterinnen und -täter, die mehrmals mit dabei sind, wenn an einem der Podien in guter reformatorischer Tradition diskutiert und debattiert wird.

• Dazu brauchte es viel ehrenamtliches Engagement: 207 Menschen haben sich in den Vorbereitungsgruppen mit ihrem Sachverstand engagiert, 2.607 Ehrenamtliche werden die Präsenzen der Aussteller im Reformationssommer betreuen. Neun Sitzungen der Projektleitung, unzählige Treffen, Telefonkonferenzen und Meetings der Arbeitsgemeinschaften für die 16 Themenwochen und mit den Austellerinnen und Ausstellern.

• Dazu gehören aber auch die gesamten technischen und infrastrukturellen Vorbereitungen:
 6 Kilometer Stromkabel münden in 60 Verteilerkästen.
 3.000 zusätzliche Stühle wurden in die Stadt gebracht
 500 Tonnen Erd- und Schottermassen bewegt.
 50 LKWs und 26 Bagger und Radlader sowie 6 große Kräne waren im Einsatz.

• Allein zwei Bauten – der Turm an Bahnhof und der young-point-reformation – sind höher als die meisten Gebäude in Lutherstadt Wittenberg.

Bild: Wiesen linkselbisch mit Blick auf die Türme von Wittenberg
Satte Wiesen eigentlich zum Reinbeißen sollen am 28. Mai die große Festgemeinde aufnehmen

• Und für alles, was übrig bleibt und weggeworfen wird, wurden 65 Müllinseln eingerichtet in denen über 140 Mülltonnen stehen. Ab heute ist alles bereit. Alle Aufbauten sind fertig. Jetzt freuen wir uns auf viele Tausend Besucher jeden Tag in Wittenberg. An acht Informationspunkten, Shops und Kassenstandorten heißen wir alle willkommen. Parkplätze sind eingerichtet und die Shuttlebusse verbinden die Torräume miteinander. Das Wegeleitsystem steht und der Audioguide mit der Stimmen von Margot Käßmann kann an den Infopunkten und in der App abgerufen werden.(20.5.2017)

Weltausstellung Reformation und das HIMMELSZELT

Ein Beitrag der sächsischen Landeskirche auf der Weltausstellung Reformation

Bild: Titel des Programms im HIMMELSZELT

Im Reformationssommer 2017 präsentieren Kirchen aus aller Welt, internationale Institutionen, Organisationen, Initiativen und viele Kulturschaffende ihre aktuelle Sicht auf die Reformation. Ein umfangreiches Programm wird auf großen und kleinen Bühnen in der Stadt geboten; auf Podien und in Veranstaltungszelten wird zu Diskussionen, Debatten, Sessions und vielem anderen eingeladen.

16 Wochen lang bietet die Weltausstellung Reformation von Mittwoch bis Montag ein überraschendes, informatives und durch viele Formen und Farben, Ideen und Töne, Orte und Gerüche abwechslungsreiches Programm, wie es bisher noch nicht zu erleben war: die Zukunft heute an dem Ort, an dem vor 500 Jahren die Welt verändert wurde.

"Wir sind so frei!“ - Die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens ist auf der Weltausstellung Reformation in Wittenberg vom 12. bis 30. Juni 2017 mit unterschiedlichen Programmangeboten im HIMMELSZELT in den Wallanlagen gleich neben dem Luthergarten zu finden.

Verschiedene Akteurinnen und Akteure bringen etwas aus ihrem Arbeitsfeld ein, bieten Gesprächsräume und Interaktives. Sie stellen sich und unsere Landeskirche vor.

12. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in Windhuk

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