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Aktuelles

Marienkirchen auf Glanz

Neben fünf sanierten Marienkirchen wird derzeit noch an anderen gearbeitet

Bild: Bergmannskirche St. Marien in Annaberg
St. Marien in Annaberg: Einzige bergmännische Sonderkirche in Sachsen

In den letzten zwölf Monaten wurden in Sachsen alleine fünf Marienkirchen fertig saniert. Darunter befinden sich so imposante Bauwerke wie die Stadtkirche St. Marien in Pirna, die Marienkirchen in Großenhain und Kamenz sowie der Mariendom in Wurzen. Die zwischen 1502 bis 1511 erbaute Bergmannskirche St. Marien in Annaberg wird am 25. September mit einer Festwoche wieder eröffnet. Hier soll die derzeit entstehende bergmännische Krippe aus der Annenkirche in die Marienkirche überführt werden.
Alleine in den letzten fünf Jahren wurden an diesen Kirchen bei den unmittelbar zurückliegenden Sanierungsphasen insgesamt 5,57 Millionen Euro in die Bausubstanz investiert. 

Auch die Frauenkirchen gehören eigentlich zur Familie der Marienpatrozinien, weil sie im Mittelalter "Unser Lieben Frauen" geweiht und damit dem Schutz der jungfräulichen Mutter Gottes unterstellt wurden. Die Frauenkirche in Grimma konnte ihre Dach- und Fassadensanierung am 4. September letzten Jahres abschließen. Die jetzt bekannteste sächsische Kirche, die Dresdner Frauenkirche, geht ebenfalls namentlich auf Vorgängerbauten bis in das 11. Jahrhundert zurück, die als ältester Kirchort Dresdens ebenfalls zu Ehren Marias "Unser Lieben Frauen" geweiht wurde. Die Wiedereinweihung der im II. Weltkrieg zerstörten barocken Kirche in der Elbestadt erfolgt in diesem Jahr nach rund 10-jährigem Wiederaufbau am 30. Oktober. Weitere Frauenkirchen gibt es unter anderen in Meißen, Oederan, Penig, Roßwein und Sayda.

Bild: Dom St. Marien Wurzen
Dom St. Marien in Wurzen

Zu den ältesten nordwestsächsischen Marienkirchen gehört die Domkirche in Wurzen, die zum evangelischen Domstift St. Marien gehört und bei der am 31. Oktober (Reformationstag) letzten Jahres vorläufig die 23-jährige Sanierung abgeschlossen werden konnte.  Diese Kirche als erstes Gotteshaus des vom Meißner Bistum gegründeten Kollegialstiftes wurde am 16. Juli 1114 geweiht. Weitere große Marienkirchen in Sachsen sind St. Marien im gleichnamigen Erzgebirgsort Marienberg sowie der Freiberger und der Zwickauer Dom St. Marien. In Marienberg sind an der zwischen 1558 und 1564 gebauten nachreformatorischen Hallenkirche die umfangreichen Sanierungsarbeiten seit 1992 im Gange und sollen 2008 abgeschlossen sein. Um die Bauarbeiten im Inneren der Kirche beenden zu können, gründete sich ein Förderverein, der seit Anfang diesen Jahres Stifterurkunden verkauft.

Bild: Stadtkirche St. Marien in Großenhain
Stadtkirche St. Marien in Großenhain

Die evangelische Stadtkirche St. Marien in Borna wird derzeit ebenfalls im Innenraum saniert und soll Ende des Jahres wieder für Gottesdienste genutzt werden. Allerdings hatte sich der 36 Meter hohe Kirchturm in den letzten Monaten stark gesenkt und neigt sich bis zu 70 Zentimeter. Wie umfangreich und teuer die Sicherung des jetzt schiefen Turms von Borna kommen wird, ist noch nicht kalkulierbar.
In Großenhain konnte dagegen nach Abnahme der Gerüste die dortige große Marienkirche Mitte September diesen Jahres im neuen Glanz erstrahlen.
Am 18. September hatte Landesbischof Jochen Bohl in der Kamenzer St.-Marien-Kirche gepredigt, als nach zweijähriger Innenraumsanierung die rund 600-jährige Bürgerkirche wieder frei zugänglich wurde.
Die 1546 geweihte Stadtkirche St. Marien in Pirna wurde wie die sehr vergleichbare Marienberger Kirche einer grundlegenden Sanierung unterzogen. Allerdings konnten jetzt an der Pirnaer Hallenkirche nach Dachsanierung (1996-1998) und Innensanierung seit dem Jahr 2000 bereits die Arbeiten abgeschlossen werden. Landesbischof Jochen Bohl wird hier in einem Festgottesdienst am 25. September predigen

Bild: Stadtkirche St. Marien in Pirna
Stadtkirche St. Marien in Pirna

Den jetzt fertiggestellten Bau- und Sanierungsmaßnahmen schlossen und schließen sich Festwochen mit zahlreichen Konzerten, Vortragsreihen, Ausstellungen und Gemeindefesten an. Über die Pirnaer Stadtkirche wird demnächst ein umfangreicher Bildband mit z.T. neuen Informationen über die evangelische Marienkirche erscheinen.
Weitere Marienkirchen stehen u.a. in Altmügeln, Dippoldiswalde, Leipzig-Stötteritz, Leubnitz bei Plauen und in Werdau. In Dohna, nordwestlich von Pirna, wurde im letzten Jahr die Turmkomplettsanierung mit Einbringung eines neues Geläuts abgeschlossen.

Neben der äußeren und inneren Hülle der Marienkirchen in Sachsen, sind auch vielfältige Kunst- und Kulturschätze in diesen Kirchen zu besichtigen. 


Festwoche zur Neuöffnung der Bergkirche St. Marien in Annaberg
25. September bis 2. Oktober 2005

25. September

  • 9:00 Uhr: 
    Berggottesdienst in der St. Annenkirche
    mit Abordnungen der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine und der Bergkapelle Frohnau/Annaberg-Buchholz
    anschl.: Bergparade zur Bergkirche mit Überführung der Bergmännischen Krippe
  • 11:00 Uhr: 
    Festakt zur feierlichen Neuöffnung der Bergkirche auf dem Marktplatz
  • anschließend:
    Bergkonzert auf dem Marktplatz und 
    Gästeempfang in der Bergkirche: „Wir sind umgezogen!“ - Der Bergzimmerer Josef nebst Familie
  • ab 13:00 Uhr:
    Besichtigungsmöglichkeit für Jedermann

26. September, 19:30 Uhr

  • Bergbautraditionen in Sachsen und Deutschland mit dem Direktor des Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Prof. Dr. Rainer Slotta und dem Vorsitzenden des Landesverband Sächsischer Bergbauvereine, Dr. Henry Schlauderer

28. September, 19:30 Uhr

  •  Konzert mit der Crottendorfer Band Sign Post

29. September, 19:30 Uhr

  • Geschichte und Geschichten um die Bergkirche mit dem ehem. Kreisdenkmalpfleger Wolfgang Nestler und Kirchenoberinspektor i.R. Horst Richter

30. September, 19:30 Uhr

  • Gottesdienst zur Woche des Ausländischen Mitbürgers mit Pfarrer Ngoma aus dem Kongo

02. Oktober 20:00 - 24:00 Uhr

  • Annaberger Orgelnacht

 

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