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Aktuelles

ProChrist 2006 in Sachsen - "Zweifeln und Staunen"

ProChrist vom 19. - 26. März – international und doch ganz in der Nähe

Bild: Smarts in Reihe auf dem Dresdner Altmarkt eingetroffen
"Smarter Blick" auf die Frauenkirche

DRESDEN - Unter dem Motto "Zweifeln und Staunen" hat am 19. März deutschlandweit die einwöchige Evangelisations-Initiative ProChrist 2006 begonnen. Darüber hinaus wird die abendliche Hauptveranstaltung mit Pfarrer Ulrich Parzany als Hauptredner und einem bunten Programm mit Musik, Theater und Interviews aus der Münchner Olympiahalle in 20 weitere Länder übertragen. Insgesamt sind an 1.250 Orten per Sattelitenübertragung die Veranstaltungen auf Großbildleinwänden zu sehen. Alleine in Deutschland ermöglichen derzeit an fast 900 Orten Gemeinden die Übertragung und bieten ein eigenes Rahmenprogramm mit zusätzlichen persönlichen Gesprächsangeboten für Interessierte an.  In Sachsen sind es 80 Gemeinden, Hauskreise und kirchliche Einrichtungen, die ProChrist unterstützen. Dazu gehören beispielsweise Chemnitz, Dresden, Radebeul, Glauchau sowie zahlreiche Gemeinden in der sächsischen und schlesischen Oberlausitz, im Erzgebirge und im Vogtland. Die ProChrist-Veranstaltungen in den Kirchengemeinden werden durch die sächsische Landeskirche unterstützt, und Landesbischof Jochen Bohl ist im Kuratorium der Evangelisations-Initiative vertreten.
Schon zwei Wochen vor Beginn der achttägigen Veranstaltungen machte hierzulande ProChrist mit 70 ProChrist-Mobilen auf sich aufmerksam. Am 6. März trafen die orangefarben lackierten Smarts in Dresden ein und verteilten sich in Teams über das Land, um mitzuhelfen, den christlichen Glauben wieder neu in die Öffentlichkeit zu tragen und zum Gesprächsthema zu machen. Bevor die einzelnen Fahrzeuge als "kleinste Kirche der Welt" wieder Sachsen am 12. März Richtung München verließen, verging kaum ein Tag, wo sie nicht irgendwo gesichtet wurden und die Medien darüber berichtet haben.

Bild: Blick auf die Bühne mit Posaunenchor im CinemaxX in Dresden
Allianz-Bläserchor im Vorprogramm CinemaxX

Es ist daher nicht verwunderlich, dass zusätzlich mit Hilfe von Handzetteln, Plakaten, Rundfunkwerbung und "Buschfunk" die meisten Auftaktveranstaltungen am 19. März hinsichtlich der Besucherzahlen ein Erfolg waren. Die in Dresden von der Evangelischen Allianz organisierten Veranstaltungen finden im CinemaxX Kino in der Schillergalerie am Blauen Wunder statt. So kamen in den Kinosaal 1, der 500 Menschen fasst, gut 400 Besucher. Bis auf die ersten Reihen der "Rasierloge" waren die Plätze am Abend des 19. März voll besetzt. Wie an anderen Übertragungsorten auch, begann die Veranstaltung um 19:30 Uhr mit einem Vorprogramm. So begrüßte der Allianzbläserchor die Zuschauer und in einem Interview erzählte ein Heilsarmee-Streetworker sehr persönlich von seinem früheren Fall in die Obdachlosigkeit und seinem Neuanfang von vor neun Jahren mit Hilfe von Christen und durch die Kraft seines Glaubens an Jesus. Gegen 19:50 Uhr wurde nach München geschaltet, wo der ProChrist-Chor die Zuschauer begrüßte. Nach Liedern, Straßeninterviews, Sketchszenen und der Predigt von Ulrich Parzany konnten im Anschluss Besucher im CinemaxX das Gespräch mit Christen führen. Diese Veranstaltung an den acht Themenabenden organisierten die evangelisch-lutherischen Kirchgemeinden in Dresden-Wilschdorf-Rähnitz, die Philippus-Kirchgemeinde in Gorbitz sowie St.-Pauli im Kirchspiel Dresden Neustadt und 13 freikirchliche Gemeinden und kirchliche Organisationen.
Am Stadtrand in Weixdorf mit Nachbarkirchgemeinden und in der Umgebung von Dresden wie in Freital, Heidenau, Radebeul, Radeberg, Meißen und Pirna finden ebenfalls derzeit die ProChrist-Abende statt. In der zweiten Wochenhälfte werden im CinemaxX die "B19 Band" (Do.), die Tikwa Tanzgruppe (Fr.), der Allianzchor (Sa.), Pantomime Reinhard Clauß (So.) auftreten sowie weitere interessante Gesprächspartner.

Bild: Silberlandhalle in Annaberg ebenfalls mit Bläservorprogramm
Annaberg - Silberlandhalle im Vorprogramm

Eine der größten ProChrist-Veranstaltungen in Deutschland findet wieder wie im Jahre 2003 im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz statt, wo die Silberlandhalle maximal 1.300 Menschen fasst. Zum Auftakt am 19. März war die von einem ökumenischen Vorbereitungsteam gemietete Halle wieder gut gefüllt und insgesamt 130 Engagierte aus den Gemeinden werden weiterhin das Begleitprogramm organisieren oder gestalten. Der größte Teil davon besteht aus Mitgliedern des ökumenischen Chores, der Gebetsgruppe und des Posaunenchores, der vor der Live-Übertragung auf das Ereignis einstimmte. 50 engere Mitarbeiter stehen für die Organisation und als Ansprechpartner zur Verfügung. Auch in Annaberg sollen nach Aussage des Cheforganisators, Pfarrer Dr. Carsten Rentzing von der Evangelisch-Lutherischen St.-Annen-Kirchgemeinde, Interviews mit Prominenten der Region stattfinden. Für Rentzing hat die Veranstaltung eine positive Nebenwirkung durch ein „entkrampftes Verhältnis“ zwischen den mitarbeitenden Gemeinden. Immerhin beteiligen sich neben der evangelisch-lutherischen auch die evangelisch-methodistische und die römisch-katholische Gemeinde sowie Advent- und Pfingstgemeinde. Nach der ProChrist-Aktion wird es nach Rentzings Aussage wieder einen Glaubenskurs geben, der in der Vergangenheit gut angenommen wurde.
In der Umgebung von Annaberg findet ProChrist in Neudorf, Lauter, Markersbach, Thum, Wiesenbad, Wolkenstein und Zwönitz statt.

Bild: ProChrist-Besucher in der Kirche von Wilkau-Haßlau
ProChrist-Besucher in Wilkau-Haßlau bei Zwickau

In Wilkau-Haßlau bei Zwickau begann ProChrist 2006 am Sonntag in der evangelisch-lutherischen Michaeliskirche, wo sich 240 Besucher zusammenfanden. Der Anteil an jungen Leuten lag nach Angaben der Mitarbeiter bei 45 Prozent. Auch neun Gehörlose erlebten in angenehmer Atmosphäre das Vorprogramm. So hat der Gehörlosenpfarrer in Westsachsen, Stephan Richter, das Programm gedolmetscht.
In Wilkau-Haßlau haben sich zur Durchführung sechs Gemeinden der Evangelische Allianz zusammengetan und stellen zwischen 50-60 Mitarbeiter, darunter ein starker Anteil aus der christlichen Jugend. Die Finanzierung des Unternehmens stemmten die Gemeinden durch Kollekten und Spenden selbst und erstellten zudem ein gemeinsamesInformationsheft über ihre Gemeinden.
Beim Begleitprogramm der Veranstaltungen soll jede Altersgruppe angesprochen werden. Neben einem bekannten Alleinunterhalter und dem Einsatzkommando der Freiwilligen Feuerwehr werden Tanzgruppen, Bands und Chöre die Abende gestalten. Nach Beobachtung des zuständigen Pfarrers Michael Poppitz stieß die Übertragung aus München auf „gute Resonanz“. So wurden später Büchertisch und Imbissstand umlagert und die Zeit für Gespräche genutzt. Auch in Wilkau-Haßlau wird im Anschluss an ProChrist ein Glaubensseminar angeboten.
Weitere Orte von ProChrist in Zwickau und dem Zwickauer Land sind die Hartmannsdorfer Turnhalle, die St.-Barbara-Kirche in Lichtentanne, die Wildenfelser Mehrzweckhalle, die Turnhalle Obercrinitz, die St. Johannis-Kirche Crimmitschau und die Lukaskirche auf dem Planitzer Schlossberg.

Bild: Moderatoren in Plauen im "Boxenstop"
Plauen - Oxana Wander und Peter Reinhard moderieren im "Boxenstop" auf russisch

Weiter südöstlich in Plauen macht ProChrist „Boxenstopp“. Zumindest heißt so das dortige christliche Jugendzentrum im Plattenbauviertel der Vogtlandstadt, wo auch die evangelisch-lutherische Michaeliskirchgemeinde zu Hause ist. Im Vergleich zur großen, feinen und zentralen Veranstaltung mehrerer Initiatoren im großen Saal des Plauener Rathauses wendet sich St. Michaelis gezielt und alleine an Spätaussiedler ihres Viertels. „Da geht es nicht ohne Dolmetscher“, erzählt die Gemeindemitarbeiterin Marianne Schröder, die von immerhin 25 Personen berichtet, die außer den Mitarbeitern und Akteuren erschienen sind. Die Veranstaltung läuft in russischer Sprache ab, und das Rahmenprogramm mit Interviews, Jugendprogramm und „Musik für die russische Mentalität“ wird durch Gesprächs- und Seelsorgeangebote ergänzt. Am Sonntagabend stand neben der Musik von Michael Greiner aus der Gemeinde ein Interview mit dem Spätaussiedler Waldemar Karich auf dem Programm, der von seinen Erfahrungen mit Gott, seiner Bekehrung und von der Errettung von seinem Alkoholproblem erzählte. Am Montagabend ist das Gespräch mit einem Landtagsabgeordneten der Region geplant.
Im Vogtland werden noch weitere ProChrist-Veranstaltungen in Jocketa, Lengenfeld, Posseck und Weischlitz angeboten.

Bild: Eine Menge Kinder bei "ProChristKids" im ostsächsischen Wehrsdorf
ProChrist für Kids im ostsächsischen Wehrsdorf

Einen großen Sprung weiter östlich in Sohland a.d. Spree ist die große evangelische Kirche mit 950 Sitzplätzen Übertragungsort von ProChrist für fünf Gemeinden der Region. Für den Bezirksjugendwart Peter Pantke begann die ganze Aktion schon etwas früher mit „ProChrist für Kids“ am Sonnabend und Sonntag in der benachbarten Wehrsdorfer Turnhalle. Da wurde mit 190 und am nächsten Tag mit 280 Kindern - davon jeweils ein Drittel Eltern - gespielt, getanzt und gebastelt. Die Verkündigung wurde per DVD von ProChrist „übertragen“. An dieser Kinderveranstaltung, die andernorts wie in Dresden auch im Anschluss an die große ProChrist-Veranstaltung stattfinden kann, beteiligten sich in Ostsachsen mehrere Gemeinden.
Am ersten ProChrist-Abend in Sohland kamen 300 Menschen in die Kirche. Ein gemeinsamer Chor der fünf Oberland-Kirchgemeinden gestaltete das Vorprogramm, in dem sich auch die Leiter des Arbeitsgruppen vorgestellt haben, die ungefähr 40 Mitarbeiter vertreten. Die bisherige Koordinierung der Projektarbeit für ProChrist in Zusammenarbeit mit mehreren Gemeinden lag in den Händen des Jugendwarts und des zuständigen Gemeindepfarrers Johannes Friese. Der Pfarrer gab dann auch zu Beginn des Abends den Startschuss mit einem Fußball. Die folgenden Abende werden in Sohland mit Chören, Bläsern, Tanzkreis, Theater und Bands gestaltet. Auch hier gibt es Interviews, so beispielsweise am Dienstag  mit Äbtissin Assunta vom Bautzner Klarissenkloster.

Neben weiteren Übertragungsorten im ostsächsischen Raum wie in Bautzen, Kamenz, Löbau und Zittau gibt es auch Übertragungszentren in Döbeln, Freiberg, Hainichen, Riesa, Rosswein und anderen Orten.
Alle ProChrist-Übertragungen aus München stehen jeweils unter einem speziellen Thema, dass sich trotz aller regionaler Besonderheiten im Programm als gemeinsames Band durch die Zeit bis zum Sonntag, den 26. März, zieht.(20.3.6)



 

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