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Aktuelles

Brücken bauen in Dresden

Stadtkirchentag verbindet Gemeinden

Vielfältige Programmangebote im Doppelpack auf dem Stadtkirchentag

Bild: Zwei Frauen vom Werkstattladen in der Neustadt
Stand vom Werkstattladen mit Produkten aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Tausende Dresdner und ihre Gäste konnten am 1. Juli in der Elbestadt an 80 Ständen entlang der Hauptstraße und dem Schlossplatz kirchliche Angebote kennen lernen und am Abend in der „Nacht der Kirchen“ Führungen, Vorträge, Konzerte, Meditation, Theater und Film erleben. Aus Anlass des 800. Dresdner Stadtjubiläums war die "Nacht der Kirchen" in diesem Jahr eingebunden in einen Ökumenischen Stadtkirchentag. Evangelische, katholische und freikirchliche Gemeinden hatten Dresdnerinnen und Dresdner sowie alle Gäste der Stadt dazu eingeladen.
Am Sonnabend zwischen 11:00 und 17:00 Uhr war das Programm insbesondere auf Familien und alle Interessierten in der Hauptstraße und auf dem Schlossplatz ausgerichtet.

Bild: Bläser am Goldenen Reiter

Neben den Infoständen von diakonischen und kirchlichen Einrichtungen gab  es Unterhaltung für Groß und Klein, so unter anderem mit einem Riesenkicker zur Fußball-WM, ein Mit-Mach-Zirkus, die „Straße der Sinne“ in der Jurten-Kirche, Trommeln, eine Klangbrücke von Posaunen auf der Augustusbrücke und ein Bastelzelt.
Eine Bühne am Schlossplatz bot Zauberei und afrikanische Tänze. Mitarbeiter vom Gut Gamig bei Dresden, eine diakonische Rehabilitationseinrichtung, sangen dort afrikanische Lieder, bevor eine Dresdner Rock-Gruppe für die Zuhörer einen anderen Rhythmus anschlug.

Bild: Stand der Krankenhausseelsorge bietet Bibelversrollen an
Besucherinnen am Stand der Krankenhaus-seelsorge lesen Bibelverse, die es zusammengerollt für Besucher in einem Körbchen gab

Parallel hat unter dem Motto "Der Stadt Bestes... - zur Situation sozial benachteiligter Menschen in Dresden" ein Kongress an der Dresdner Tafel in der Dreikönigskirche stattgefunden. Bei 70 Teilnehmern kamen schließlich sechs Gesprächsgruppen zusammen, wo neben den Kongressteilnehmern auch Betroffene, Sozialexperten und Politiker zu Worte kamen. Die Tagungsleitung übernahm Superintendent Wolf Dähne aus Dippoldiswalde, der den Arbeitsgruppen „sehr intensive Arbeit“ bescheinigte. Das „eigentliche Erleben und Erleiden würde in einem Gespräch mit Betroffenen ganz anders wahrgenommen“, beobachtete Dähne.
Insbesondere fanden Themen über Aussiedlerintegration und Arbeitslosigkeit reges Interesse. Des weiteren gab es am frühen Nachmittag einen Impulsvortrag mit Bibelarbeit im Kirchraum der Dreikönigskirche.

Bild: LKMD Markus Leidenberger spielt auf der Orgel der Martin-Luther-Kirche
LKMD Markus Leidenberger an der Orgel der Martin-Luther-Kirche

Ab 18:00 Uhr konnten die Dresdnerinnen und Dresdner sowie die Gäste der Stadt wieder von Kirche zu Kirche pilgern. In diesem Jahr waren 64 Orte evangelischer, katholischer und freikirchlicher Gemeinden sowie die Russisch-Orthodoxe Kirche geöffnet. Zusätzlich war ab 22:45 Uhr die Neue Synagoge zunächst Station bei einem der vier kunst- und kirchenhistorischen Streifzüge. Im Anschluss sind dort gesonderte Führungen und jüdische Musik zu erleben gewesen.
Den diesjährigen "Orgelspaziergang" unter dem Motto "Jehmlich-Orgeln in der Dresdner Neustadt" begleitete Orgelbaumeister Horst Jehmlich persönlich mit Erläuterungen zur Geschichte und dem Aufbau der Orgel. So auch in der Martin-Luther-Kirche als eine Station um 20:00 Uhr, wo nach Kirchenführungen von Superintendent Albrecht Nollau, der Orgelexperte das Wort ergriff. Anschließend ließ Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger die 59-Register der 1887 gebauten Jehmlich-Orgel mit unterschiedlichen Werken erklingen.
Daneben gab es eine Turmuhrenführung mit Uhrentechniker Andreas Vogler aus Dresden-Lockwitz.

Bild: Kerzen am Altarraum mit Blick in den Kirchraum
Zwischen Orgelkonzert und Vortrag in der Christuskirche Dresden-Strehlen

Die Angebote zwischen 18:00 und 24:00 Uhr waren vielfältig und verlockten zu Streifzügen in die Kirchen. Viele Gemeinden boten zwischen 18:00 und 20:00 Uhr spezielle Programme für Familien an. Im Gemeindesaal der Versöhnungskirchgemeinde Dresden-Striesden wurde die Kinderoper „Rumpelstilzchen“ aufgeführt. In der St.-Pauli-Kirchruine sang wie im letzten Jahr die Kurrende, bevor die Band-Gruppe „Patmos“ einen Lieder-Abend in den lauen Sommerabend vortrug. In der „Jugendkirche“, der Friedenskirche in Dresden-Löbtau, begann der Musikabend nach einer Führung in dieser Bartningschen Notkirche ebenfalls mit moderner Rhythmen. Voll besetzt war die Kirche bei der Schlagzeugerlegende von Professor Günther mit „Baby“ Sommer.
Die markante Christuskirche in Dresden-Strehlen lockte wieder zahlreiche Besucher hoch oben auf die Plattform der Christuskirche zwischen den beiden Türmen ein. In der Kirche gab es von 19:30 – 21:00 Uhr ein Orgelkonzert mit Erwin Messmer. Die Spendenerlöse waren zugunsten der anstehenden Renovierung der Orgel.

Bild: Patmos-Band in der Kirchruine St. Pauli
Patmos-Band in der St.-Pauli-Kirchruine

Gegen 19:00 Uhr hatte ein Großteil der Gemeinden die Besucherinnen und Besucher zum Abendessen eingeladen. Traditionell gut und gerne macht das beispielsweise die Gemeinde an der Kirche in Bad Weißer Hirsch. Hier gab es zum Abschluss eines langen Programmabends wie an anderen Orten ab 24:00 Uhr ein Mitternachtsfeuer mit Gesprächen in den frühen Morgen.
Ein besonderes Streifzug-Angebot war der Besuch dreier Kirchen unterschiedlicher christlicher Konfessionen. So gab es Führungen zum Kennenlernen in der Russisch-Orthodoxen Kirche, der katholischen St. Pauluskirche und der evangelischen Zionskirche. In der Nähe dieser Kirchen gab es in Lukaskirche in der Dresdner Südvorstadt um 22:00 Uhr ein gutbesuchtes Konzert mit dem Gospelchor der Gemeinde unter Leitung von Kantor Matthias Backhaus.

Bild: Kirchenteingang der Friedenkirche mit Menschen zwischen den Programmpunkten
Eingang Friedenskirche Dresden-Löbtau in den Pausen der Programmpunkte

Den Abschluss des Ökumenischen Stadtkirchentags bildet ein Ökumenischer Open-Air-Gottesdienst am Sonntag, 2. Juli 2006, 10:30 Uhr, am Schlossplatz. Erstmalig feiern alle christlichen Gemeinden der Stadt gemeinsam Gottesdienst. Der Dresdner Kreuzchor, die Dresdner Kapellknaben sowie die vereinigten Dresdner Posaunenchöre sorgen für die Musik. Die Bischöfe der beiden großen Kirchen, Jochen Bohl und Joachim Reinelt, predigen. Der jüdische Landesrabbiner Salomon Almekias-Siegl interpretiert einen Psalm. Am Ende steigen 800 Luftballons auf - ein jeder versehen mit einem Wunsch für die Stadt Dresden.
Das  gesamte Programm des Stadtkirchentages mit der Kirchenmeile am Sonnabend, der „Nacht der Kirchen“ sowie des sonntäglichen Gottesdienstes auf dem Schlossplatz verbindet die von der Elbe getrennten Stadthälften. „Brücken bauen“ könnte das Thema dieser Tage sein, da nicht nur Dresdner aus verschiedenen Stadtteilen, sondern auch Menschen mit verschiedener Herkunft und Anschauung zusammen kamen.
Die ökumenische Initiativgruppe Nacht der Kirchen bedankt sich für die Unterstützung bei: Schäfer IT-Systems, GSW Automation, Sächsische Zeitung, LKG Sachsen eG, Landeshauptstadt Dresden, Kulturstiftung Sachsen, Asso e.V., Liga-Bank.

Das war das Programm

 

Bild: Bühne auf dem Schlossplatz mit Gesangsgruppe

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