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Halbzeit auf Lago und „Kirche zur Landesgartenschau“ lädt weiter ein

Sächsische Landesgartenschau in Oschatz (Lago) noch bis zum 8. Oktober

Bild: Bühne Kirchenpavillon, Gottesdienst mit Kirchgemeinde aus Mutzschen zu Gast
Gottesdienst mit Kirchgemeinde aus Mutzschen

OSCHATZ - Nach einem vom Wetter nicht verwöhnten Auftakt im April diesen Jahres ist die 4. Sächsische Landesgartenschau 2006 (Lago) seit einigen Wochen im Dauersommer angekommen und verzeichnete zur Halbzeit vor einer Woche 250.000 Besucher. Auf der Oschatzer Gartenschau sorgte neben der traditionellen Garten- und Blumenschau so manche Großveranstaltung bei Besuchern nicht nur aus Sachsen für zusätzliche Unterhaltung. „Kirche zur Landesgartenschau“ war mit Kirchenpavillon und täglichen Angeboten von Anfang an mit dabei und setzte dabei eigene Akzente. Dazu gehören tägliche Mittagsandachten, Ausstellungen und Gespräche im und am Kirchenpavillon sowie ein 2.000 Quadratmeter-Refugium in waldiger Atmosphäre am Rande des Zentralbereichs. Jeden Sonntag werden Gottesdienste angeboten, zu denen Kirchgemeinden aus Nah und Fern einladen und die jeweilige Gestaltung übernehmen.

Bild: Viele Bläser waren zum Posaunentag auf der Landesgartenschau
Sächsische Posaunenmission auf Lago-Gelände

So war auch die Großenhainer Marienkirchgemeinde am 16. Juli mit einem Chor- und Familienausflug zur Landesgartenschau mit dabei. Sie gestaltete den Vormittagsgottesdienst in der großen neugotischen Hallenkirche St. Aegidien und um 14:00 Uhr ging es mit viel Musik, Gesang und einer Andacht an der Bühne des Kirchenpavillons auf der Lago an der neugestalteten Döllnitzaue weiter. Sonntage zuvor waren Kirchgemeinden aus Sornzig, Mügeln, Wermsdorf sowie aus Mutzschen zu Gast. An den Gottesdiensten nehmen nach Aussage der Chefkoordinatorin des Teams von Kirche zur Landesgartenschau, Gabriele Schneider, durchschnittlich 100 Personen teil. Bei den täglichen Mittagsandachten um 12:00 Uhr ist das Besucherspektrum nach ihrer Schätzung „extremer“. Bei den Mittagsgebeten können Teilnehmer entweder „an einer Hand abgezählt werden, oder, es sind mal plötzlich über 120 Besucher“, so Schneider.

Bild: Zum Mittagsgebet um 12:00 Uhr wird die Glocke geläutet
Läuten zum Mittagsgebet

Neben den ständigen Angeboten, zu denen auch sonnabends spezielle Familienprogramme gehören, beteiligt sich Kirche zur Landesgartenschau auch mit größeren Veranstaltungen. Dann wird allerdings die Hauptbühne notwendig, wenn beispielsweise ein Gospelkonzert stattfindet, oder wie am 11. Juni, Landesbischof Jochen Bohl auf der Landesgartenschau im Gottesdienst predigt. Am 1. Juli hatten der Landesverband der Gehörlosen mit seinen 30 Vereinen in Sachsen und die evangelische Gehörlosenseelsorge zum zweiten „Tag der Gehörlosen“ eingeladen, an dem fast 400 Personen teilnahmen. Bereits im Mai hat ein großes Bläsertreffen der Sächsischen Posaunenmission stattgefunden, das über das Kirchengelände hinaus, die Nachbarschaft akustisch mit einbezog.

Bild: Gottesdienst an der Hauptbühne mit Landesbischof
Gottesdienst an der Hauptbühne der Gartenschau

Zur Oschatzer Stadtkirche St. Aegidien besteht nicht nur Sichtkontakt, sondern auch ein ständiges Hin und Her. Die Oschatzer Kirchgemeinde hat sozusagen den organisatorischen Hut auf, damit es in der „grünen Filiale“ nebenan reibungslos läuft. Es werden auch Führungen zur Stadtkirche vom Kirchen-Team angeboten. Allerdings organisiert sich der Hauptstrom der Besucher selbst die Besichtigung der einzigsten noch bewohnten Türmerwohnung. Dort sollen mittlerweile über 10.000 Interessierte angeklopft haben, mehr, als im ganzen Vorjahr. In St. Aegidien hat sich die Veranstaltungsfrequenz erhöht. Fast jede Woche finden besondere Veranstaltungen statt, wie beispielsweise zuletzt ein Konzert des Leipziger Thomanerchores am 20. Juli. Der Leipziger Knabenchor wurde am gleichen Tag durch das Kirchen-Team über das Gelände der Landesgartenschau geführt.
Projektleiterin Schneider kündigt bei den thematischen Einheiten weitere Ereignisse an, wie den Besuch von „Herrn Melanchton“ am 8. August, wo er „verraten soll, warum Luther und er ein gutes Team waren“. Im September soll es einen Tag der Kräuterküche geben.

Bild: Oschgar besucht den Kirchenpavillon und grüßt die junge Besucher
Oschgar besucht Kirchen-Pavillon

Auf dem „Kirchengelände“ der Landesgartenschau gibt es eine Ecke mit biblischen Pflanzen sowie zwischen Blumen- und Kräuterkörben Sitzgelegenheiten und einen „Aktionstisch“ aus einem gefällten Baum. Das Motto "Unser tägliches Brot gib uns heute - und morgen?" wird thematisch durch die Veranstaltungen aufgegriffen und regen Besucher zum Nachdenken an. Nach den Mittagsandachten wird selbstgebackenes Brot verteilt. Das Zentrum und der Einsatzort des Geländes ist der sogenannte Kirchenpavillon, ein von einem Döbelner Unternehmen gesponsertes Holzhaus, das als Versammlungs- und Ausstellungsraum sowie als Begegnungsstätte dient. Das Kirchengelände wird von Familien gerne als Rückzugsbereich genutzt. So „lagern sie mal zwischendurch auf unseren Decken im Schatten und lassen die Kinder mit unseren Spielzeugen wie Bällen und Wurfscheiben spielen“, berichtet Gabriele Schneider in der Zwischenbilanz von Kirche zur Landesgartenschau 2006.

Kirche zur Landesgartenschau

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