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Bundeskanzlerin sprach auf Pfarrertag

Zum ersten Zentralen Pfarrertag kamen 1.200 Teilnehmer nach Dresden

Bild: Teilnehmer in der Frauenkirche (Bild Steffen Giersch)

Bild: Begrüßung der Kanzlerin vor der Frauenkirche
Bundeskanzlerin vor der Dresdner Frauenkirche

Mit einem Abendmahlsgottesdienst in der Dresdner Kreuzkirche ist am Nachmittag des 6. September der erste Zentrale Pfarrertag der sächsischen Landeskirche zu Ende gegangen. Landesbischof Jochen Bohl stellte das Bibelwort „Ihr seid das Licht der Welt“ in den Zusammenhang zur heutigen freien und pluralistischen Gesellschaft. So sei Kirche „eine Gemeinschaft unter den vielen in der Gesellschaft“. Häufig sei kirchliches Handeln auch „unklar, verschwommen und widersprüchlich“ im „Schwanken zwischen Weltverantwortungsgehabe und selbstsüchtiger Innerlichkeit.“
Der Landesbischof verweist auf die Verheißung Jesu, was Kirche ausmacht und was sie von anderen Gemeinschaften unterscheiden würde. Für ihn stünden nicht die Personen im Vordergrund, sondern die Frohe Botschaft, die dem Land „Orientierung gibt.“ Vor den 1.200 Pfarrerinnen und Pfarrern sieht Bohl die Aufgabe der Kirche in der Wortverkündigung in aller Öffentlichkeit, die „im Alltag des Lebens den Armen zur Seite tritt“. Er rief die Pfarrer auf, im Leben durch Wort und Tat Gottes große Taten zu bezeugen: „wir wollen die Schwachen stützen und diakonisch, dienend leben“.

Bild: Bundeskanzlerin
Vortrag der Bundeskanzlerin

Der Gottesdienst in der Kreuzkirche wurde musikalisch von der Capella Musica Dresden mit einer Solostimme sowie vom Kreuzorganisten Holger Gehring gestaltet. Die Kollekte wurde für das Rittergut in Limbach bei Meißen der christlichen Stiftung „Leben und Arbeit“ gesammelt.
Das Gesamttreffen, an dem alle Pfarrerinnen und Pfarrer der Landeskirche sowie Ruheständler teilnahmen, begann um 10:00 Uhr in der Dresdner Frauenkirche mit einer Andacht. Als „evangelische Christin“ begrüßte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die Teilnehmer des Pfarrertages und hielt anschließend einen Vortrag.

Die Bundeskanzlerin hob in ihrem Beitrag die Bedeutung der christlichen Werte in der Demokratie hervor. Die Freiheit sei ein zentraler Wert, der Christentum und Demokratie verbinde.

Bild Professor Herms
Professor Dr. Eilert Herms

So würde die Kirche der Politik häufig den Spiegel vorhalten, wenn es um den Umgang mit Fremden ginge. Merkel rief jeden einzelnen dazu auf, sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu stellen. Für die Bundeskanzlerin wirke die Kirche breit und positiv in die Gesellschaft hinein und sie würde wichtige seelsorgerliche Aufgaben erfüllen.
Merkels Vortrag sowie der anschließende Beitrag des Tübinger Theologieprofessors Dr. Eilert Herms standen unter dem Thema „Das Evangelium der Freiheit – Von der Bedeutung der Kirche für das Zusammenleben in der Demokratie“.

Bild: Kreuzkirche
Vormittags in der Dresdner Frauenkirche

Die Dienstbesprechung für Pfarrerinnen und Pfarrer findet jedes Jahr im September auf Einladung des Landesbischofs statt. Bis vor kurzem gab es zeitversetzt an fünf Orten regionale Treffen, die jetzt im Wechsel auf deutlich mehr Orte verteilt, bessere Gesprächsmöglichkeiten bieten. Der erste nachweisliche Pfarrertag fand nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1946 statt. Neben diesen dezentralen Arbeitstagungen soll im jährlichen Wechsel ein Zentraler Pfarrertag, wie jetzt in Dresden, folgen. In Sachsen stehen insgesamt rund 700 Pfarrerinnen und Pfarrer im Dienst Landeskirche, wovon der weitaus größte Teil ausschließlich in den über 800 Kirchgemeinden tätig ist. Darüber hinaus gibt es landeskirchliche Pfarrstellen mit besonderen Beauftragungen oder Teilpfarrstellen mit geteilten Aufgaben in Gemeinde und im übergeordneten Dienst. Die 25 Superintendenten sind Teil der Pfarrerschaft und kommen ebenfalls zu den Dienstbesprechungen dazu.

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