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Aktuelles

4. Landeskirchenmusiktage in Chemnitz haben begonnen

Bild: Eröffnungskonzert im Zwickauer Dom St. Marien am 3. Oktober unter Leitung von KMD Henk Galenkamp

Eröffnung durch Landeskirchenmusikdirektor in der Chemnitzer Schloßkirche

Bild: Kantorin Katharina Scheel aus Burgstädt als Dauerteilnehmerin vor Plakat
Kantorin Katharina Scheel aus Burgstädt freut sich als Dauerteilnehmerin auf das Seminar-Programm

Mit zehn Konzerten an neun Orten im Chemnitzer Raum und im Erzgebirge sowie mit einem Abend der Begegnung in der Chemnitzer Schloßkirche haben am 3. Oktober die fünftägigen 4. Landeskirchenmusiktage auf dem Gebiet der sächsischen Landeskirche begonnen. Bis zum 7. Oktober werden bereits hunderte Kirchenmusiker und andere Interessierte an Seminaren und Orgelexkursionen teilnehmen sowie an besonderen Konzerten mitwirken. Für den Sonntag werden aus allen Teilen Sachsens über 4.000 Sängerinnen und Sänger zum Chortreffen in Chemnitz auf dem Theaterplatz vor der St. Petrikirche erwartet. Für das gemeinsame Singen wurde für alle Sänger vom sächsischen Kirchenchorwerk ein Chorheft mit Werken sächsischer Komponisten aus fünf Jahrhunderten herausgegeben. Landesbischof Jochen Bohl und die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig werden am Sonntag mit dabei sein.

Bild: Aufführung des MESSIAS in Annaberg
St. Annen - MESSIAS unter KMD Matthias Süß

Am 3. Oktober starteten fulminant in zwei Chemnitzer Kirchen und zeitgleich in Annaberg, Flöha, Glauchau, Rochlitz, Schneeberg, Schwarzenberg, Stollberg und Zwickau zeitgleich um 17:00 Uhr mit Konzerten die kirchlichen Musiktage. Leider musste in der Chemnitzer Markuskirche auf dem Sonnenberg das Konzert mit geistlicher Musik aus drei Jahrhunderten wegen Krankheit der Leiterin und Dirigentin ausfallen. Die von der regionalen Kirchenmusikarbeit verantworteten Konzertangebote spiegelten dennoch ein breites musikalisches Spektrum wider. So erklangen „Kostbarkeiten aus sächsischen Kantoreiarchiven“ in der Flöhaer Georgenkirche; in der Rochlitzer Kunigundenkirche waren Gospels, Spirituals , Traditionals zu erleben und neben der Aufführung von Georg Friedrich Händels MESSIAS in der St. Annenkirche in Annaberg wurden andernorts besondere Kantaten-, Orgel-, Blechbläserkonzerte bis hin zur Gregorianischen Vesper geboten. In Chemnitz-Einsiedel lockte unter Leitung des Landesposaunenwarts Jörg-Michael Schlegel ein elfköpfiges Bläser-Ensemble aus Leipzig mit Musik aus fünf Jahrhunderten zahlreiche Besucher in die St. Jakobikirche.

Bild: Ein Teil des Bläserensembles aus Leipzig
St. Jakobi in Chemnitz-Einsiedel mit dem Leipziger Blechbläserensemble am Eröffnungstag

Wie im Zwickau St. Mariendom zu erleben war, verbarg sich hinter dem dortigen Programmtitel „Musik sächsischer Komponisten“ schließlich mehr. In der Aufführung durch Kirchenmusikdirektor Henk Galenkamp mit Domchor, Solisten und dem Philharmonischen Orchester Plauen-Zwickau kamen den Besuchern ein Orgelkonzert von Georg Friedrich Händel neben Kantaten von Johann Ludwig Krebs, seinem Sohn Johann Ludwig Krebs und Johann Sebastian Bach zu Gehör. J.L. Krebs war als Organist an der Marienkirche ein früher Vorgänger vom jetzigen Zwickauer KMD, wobei Krebs Sohn Johann Gottfried 1741 in einem der Priesterhäuser gegenüber vom Dom geboren wurde. Von ihm wird zusammen mit einer Bach-Kantate die Kantate „Himmel und Erde sind voll seiner Gnade“ am Sonntag in der Chemnitzer Lutherkirche um 12:15 Uhr im Rahmen der sechs Matineekonzerte noch zu hören sein.

Bild: LKMD Leidenberger eröffnet die Landeskirchenmusiktage
LKMD Markus Leidenberger

Nach den Auftaktkonzerten am 3. Oktober trafen sich die Dauerteilnehmer, Organisatoren und die geladenen Gäste zu einem ‚Abend der Begegnung‘ in der Chemnitzer Schlosskirche. Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger eröffnete die Landeskirchenmusiktage unter dem Motto „Lebensklang“ und sagte, dass vom Anfang eines jeden Menschen, „der Klang ein Klang der Beziehung“ sei. „Wir setzen uns in diesen Tagen in Beziehung“, so Leidenberger in Erwartung auf das Kommende. Gott ist der Lebensklang, der immer bei uns sei. Darauf gründe sich unser Koordinatensystem mit immer wiederkehrenden „Momentaufnahmen des Anfangs, die wir immer wieder machen“, sagte er in der Beschreibung des Logos der Musiktage. Die musikalische Ausgestaltung des Abends übernahm der Chor der sächsischen Kirchenmusikdirektoren sowie Kirchenmusikdirektor Siegfried Petri an der Orgel.

Bild: Chor der Landeskirchenmusikdirektoren im Chorraum Schloßkirche
Von den Kirchenmusikdirektoren ist eine Männerchor-CD "Du, meine Seele, singe" mit 15 Stücken erschienen

„Die Landeskirchenmusiktage sind wichtig für das Wirken und Handeln der Kirche“ sagte Oberlandeslandeskirchenrat Dr. Chrisoph Münchow aus Dresden zuvor in seinem Grußwort. Er betonte, dass die Kirchenmusik gerade auf dem Land Träger der Sozialkultur sei. In Gemeinde und Gesellschaft nehme sie kontinuierlich pädagogische Aufgaben bei Kindern und Jugendlichen wahr. Für Dr. Münchow machten die Landeskirchenmusiktage „Lebensklang hörbar“ und es sei „unser Anliegen, Gott zum Klingen zu bringen“. Er dankte allen Mitwirkenden für ihren bisherigen Einsatz sowie Unterstützern der Landeskirchenmusiktage.
Die Bürgermeisterin Heidemarie Lüth sprach in ihrem Grußwort seitens der Stadt mit Stolz, dass dieses „kirchenmusikalische Großereignis“ in Chemnitz stattfindet und erinnerte an das Landesposaunenfest 2002. Lüth würdigte auf Chemnitz bezogen, den Einsatz von 150 Konzerten und Veranstaltungen von kirchlichen Chorgruppen in jedes Jahr.

Bild: Petri-Kirche am Theaterplatz in Chemnitz
St. Petrikirche am Theaterplatz

Insgesamt erwarten die Initiatoren der Landeskirchenmusiktage, darunter das Kirchenchorwerk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, bis zum Abschluss am 7. Oktober 4.500 Sängerinnen und Sänger, Instrumentalisten sowie Seminar- und Exkursionsteilnehmer. Für die Teilnehmer und Besucher ist ein detailliertes 44-seitiges Programmheft mit den über 40 Veranstaltungen erschienen. Höhepunkt und Abschluss werden am 7. Oktober um 10:00 Uhr die Gottesdienste mit Kantoreien aus allen Teilen Sachsens in zwölf Chemnitzer Kirchen sein sowie nach mehreren Matineekonzerten zur Mittagszeit das Chortreffen mit allen Chören um 15:00 Uhr auf dem Theaterplatz. Am Vormittag wird ein Hörfunkgottesdienst aus der Chemnitzer Schloßkirchgemeinde bei MDR FIGARO übertragen. Alle Veranstaltungen dieser Landeskirchenmusiktage sind öffentlich und werden von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Stadt Chemnitz gefördert. Die sonntäglichen Angebote sind für alle Besucher kostenfrei.

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