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Aktuelles

Die Emmauskirche in Bewegung von Heuersdorf nach Borna

Bild: Kirche wartet zwei Tage vor dem Bahnübergang

Bild: Transport unter Scheinwerferlich an der Bahntrasse
Nachtfahrt der Kirche über die Bahntrasse

Unter den Augen von 3.000 Schaulustigen, die am Samstagabend am Bahnübergang in Deutzen vorbeigeschaut haben, bewegte sich die Emmauskirche ab 22:00 Uhr über die beiden zugedeckten Gleise der Bahnstrecke Leipzig-Altenburg-Zwickau. Gegen Mitternacht hatte der Spezialtransport diesen Engpass problemlos genommen und bog auf die Landstraße nach Neukieritzsch ein. Derzeit befindet sich der Tross vor dem nächsten Bahnübergang, um diesen in gleicher Weise in der Nacht zum Montag zu überqueren.[AKTUELL_RegioNews_29. Oktober
Bereits seit Donnerstagnachmittag (25. Oktober) wartete die Emmauskirche auf dem Tieflader auf die Präparierung des Bahnübergangs, wo eine sanfte Sandrampe mit Abdeckung die Gleise schützen sollten. Am Samstagabend erfolgte in kurzer Zeit der Abbau von Oberleitungen und Schranken. Nach der Überfahrt war der Rückbau vor Aufnahme des Bahnbetriebs in den frühen Sonntagmorgenstunden abgeschlossen.

Bild: Gemeinde verfolgt Grundsteinlegung auf dem Martin-Luther-Platz
Während der Grundsteinlegung in Borna am 28. Oktober auf dem Martin-Luther-Platz

Bild: Kartusche wird in das Fundament eingelegt
Kartusche in den Boden eingelassen

Während sich die 750 Jahre alte Emmauskirche im Schritttempo auf die zweite Bahnquerung in Neukieritzsch zubewegte, feierten die Bornaer in der dortigen Stadtkirche St. Marien ihren Sonntagsgottesdienst. Gegen 11:00 Uhr versammelte sich die Gemeinde neben der Marienkirche zur Grundsteinlegung für die Emmauskirche auf dem Martin-Luther-Platz. Unter den Klängen des Bornaer Posaunenchores führte Pfarrerin Claudia Wolf durch diesen Teil der gottesdienstlichen Handlung und verlas die Urkunde. Das Schriftstück und eine Tageszeitung kamen in eine Kartusche, die ein Vertreter des Kirchenvorstands in das Betonfundament versenkte. Der Oberbürgermeister schüttete die erste Schaufel Zement zum Verschließen nach.
Bis zum Reformationsfest am 31. Oktober wird die Emmauskirche an diesem Ort eintreffen, wo am frühen Nachmittag unter Beteiligung des sächsischen Ministerpräsidenten und des Landesbischofs die Emmauskirche auf dem neuen Standort absetzt wird.(28.10.07)

Segen für große Fahrt - von Heuersdorf nach Borna

Bild: Superintendent Weismann (l.) und Pfarrer Thomas Krieger

750 Jahre alte Emmauskirche verließ ihren bisherigen Standort

Bild: Während der Andacht mit den Heuersdorfern
Die Andacht vor der Kirche mit den Heuersdorfern

Für die Heuersdorfer Emmauskirche begann am 25. Oktober der Umzug in das zwölf Kilometer entfernte Borna. Um 9:30 Uhr hielten Superintendent Matthias Weismann und der Lobstädter Pfarrer Thomas Krieger am alten Standort eine kurze Andacht. „Es ist wohl einer der bewegendsten Augenblicke, die man erleben kann“, bezeichnete der Superintendent die Stimmung kurz vor der Abfahrt der Kirche. Vor den Heuersdorfern und den Arbeitern sprachen Weismann und Krieger die Umsiedlung des Dorfes und seiner Bewohner an, die nun ihre Heimat verlassen müssten. Pfarrer Krieger wünschte den Betroffenen die „Bewältigung der Abschiedsgefühle“ und hoffe, dass die Zuschauer in dem Umzug dieser Kirche nicht nur ein „Spektakel menschlicher Anmaßung sehen“. Es sei nicht nur auf das einzigartige Ereignis beschränkt, sondern darauf ausgelegt, dass in der Kirche Zukunft gestaltet werde.

Bild: Emmauskirche verlässt Heuersdorf
Die Kirche verlässt Heuersdorf

Während des Abschieds der Heuersdorfer von ihrer Kirche spielte eine Bläsergruppe aus Borna, bevor der Pfarrer den Reisesegen für die Planer und Arbeiter sowie den Schutz auf allen Stationen des Transports erbat.
Nach der Andacht schwenkten die 160 Räder des Spezial-Trailers um und setzten sich mit der Kirche Richtung Dorfstraße in Bewegung. Dem Transporter vorausgehend begleiteten die Heuersdorfer ihre Kirche aus dem Ort, der ansonsten für Zaungäste abgeriegelt war.
Ein ähnliches Schicksal des Abschiednehmens ereilte in der Vergangenheit 23 Ortschaften dieser Region und es sind mit ihnen elf Kirchen verschwunden.
Die Rettung der Heuersdorfer Kirche sei für Landesbischof Jochen Bohl ein „wichtiger Beitrag, um die Wunden der Abbaggerung zu heilen“. Er hoffe, dass es den Betroffenen gelinge, positiv in die Zukunft zu blicken. Viele Menschen hätten eine „Herzensbindung“ an ihre Kirche, und so solle der Erhalt dieser Kirche „Trost und Zuversicht“ geben.

Bild: Engstellen von wenigen Zentimetern
Manchmal geht es knapp an der Kante lang

Die Kirchgemeinde hatte sich anstelle einer höheren finanziellen Entschädigung mit dem Bergbauunternehmen MIBRAG auf den Erhalt der Kirche geeinigt, um etwas Bleibendes für die Allgemeinheit zu erhalten. „Unser großes Anliegen war es, ein Zeichen zu setzen“, so Bohl, das die „Verletzungen aufnimmt“ und den Menschen Zuversicht gibt. Daher sei dies „gut angelegtes Geld“, sagte der Landesbischof zu Beginn des Transports. Die MIBRAG wird die gesamten Kosten der Umzugs und der Aufstellung auf dem Bornaer Martin-Luther-Platz übernehmen. Es werden somit weder öffentliche noch kirchliche Gelder in die Aktion fließen. Vielmehr bleibt diese Investition in der Region, wo zahlreiche Firmen und deren Beschäftigte von dem Transport profitieren. Für die Landeskirche ist die Rettung dieser Kirche auch ein Symbol für den Einsatz und das Engagement um den Erhalt der Kirchen in Sachsen.
Die Emmauskirche wird am 30. Oktober in Borna erwartet. Die Grundsteinlegung erfolgt zuvor auf dem Martin-Luther-Platz am Sonntag, 28. Oktober, nach dem Gottesdienst in der St. Marienkirche, der um 9:30 Uhr beginnt. Am Reformationsfest werden mittags Landesbischof Jochen Bohl und der sächsische Ministerpräsident Prof. Georg Milbradt auf dem Platz neben der Marienkirche erwartet, wo die Kirche ihren endgültigen Standort einnehmen wird.(25.10.07)

Bild: Emmauskirche verlässt Heuersdorf
Tschüss Emmaus...

Die Emmauskirche hob sich langsam und ruht jetzt auf 40 Achsen

Bild: Kirchen mal von unten betrachtet
Kirche von unten (Foto: J. Teichmann), 22. Oktober

"Hast Du schon jemals eine Kirche von unten gesehen?“, berichtet Oberlandeskirchenrat Jörg Teichmann über den Spruch des Tages, als am 22. Oktober in Heuersdorf die 660 Tonnen schwere Emmauskirche in die Höhe gehoben wurde. Dank der Pressen war jetzt genug Raum unter der stabilisierten Dorfkirche, um einen 40-achsigen Spezialtrailer langsam herunter fahren zu können. Für den Dresdner Dezernenten für Bau- und Grundstücksfragen war mit dem absetzen der Kirche auf die fahrbare Plattform klar, dass die damit beauftragte Transportfirma MAMMOET Deutschland GmbH die Versetzung „sicher packen wird“. Ziel sei es, so Teichmann, die für diesen Raum kulturhistorisch wertvolle 750 Jahre alte Kirche am Reformationsfest am 31. Oktober an ihrem neuen Standort begrüßen zu können. In Borna sei auf dem Martin-Luther-Platz alles vorbereitet und die Stadt erwarte sie.

Bild: Tieflader unter der Kirche
Langsame unterfahrt des Trailers

Die unter einem Stahlkorsett stabilisierte 14,5 Meter lange, 8,9 Meter breite und 19,6 Meter hohe Bruchsteinkirche liegt nun sicher auf dem Tieflader in dem Dorf südlich von Leipzig. Abgesehen von kleineren Bewegungen am 23. Oktober soll sich die Kirche am Donnerstagvormittag langsam aus Heuersdorf auf den zwölf Kilometer langen Weg machen. Schwerpunkte der Reise sind die Überfahrt der Bahnübergänge bei Deutzen und Neukieritzsch, die Durchfahrt der Flüsse Pleiße und Wyhra in Lobstädt und Borna sowie die Nadelöhr-Einfahrt auf dem Martin-Luther-Platz in Borna. Der Kirchen-Transport setzt erhebliche Trassierungen voraus und wird von umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Zwischen dem 25. und dem 31. Oktober sind verschiedene Straßen gesperrt sowie kurzfristig wegen der Überquerung einer Bahnlinie der Zugverkehr unterbrochen.
Aufgrund des Transportaufwandes sind die von der MIBRAG angegebenen Kosten von 3 Millionen Euro verständlich, die allerdings hauptsächlich durch die Löhne sowie anderer Zahlungen in der Region bleiben. Die Stadt Borna hofft, dass die spektakuläre Umsetzung eine nachhaltige Belebung zur Folge hat.(22.10.07) 

Bild: Bauplanungsrunde legt im Vorfeld alle Details fest
Letzte Bauplanung vor den entscheidenden Bewegungsabläufen an und mit der Emmauskirche

Zum Reformationsfest wird die Emmauskirche in Borna erwartet

Bild: Hubpressen hoben die Kirche sanft
Probehebung mit den Hubpressen am Sonntag

Mit einer Funktionsprobe der Hebepressen begann bereits am 21. Oktober die unmittelbare Transportvorbereitung für den zwölf Kilometer langen Weg der 750 Jahre alten Emmauskirche von Heuersdorf nach Borna südlich von Leipzig. Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG), die den Transport durchführt, begründete dies mit den „sehr schwierigen technologischen Bedingungen“. Für Uwe Landgraf von der MIBRAG war das Anheben der Kirche am Sonntag „ein voller Erfolg“, da der Baukörper zehn Zentimeter „komplett freigestanden hat“. Zum ersten Mal konnte die Kirche gewogen werden, sagte Uwe Wenzel vom MAMMOET-Transportunternehmen. Sie brachte 660 Tonnen auf die „Waage“. Die Arbeiten am Sonntag gingen noch bis 22:00 Uhr. Am Montag (22. Oktober) soll die Kirche auf bis zu 1,50 Meter gehoben werden, um dann die Spezial-Trailer unterzufahren, auf denen dann die Kirche bis zur Abfahrt ruhen wird. Der Transport wird sich am 25. Oktober vom jetzigen Standort aus unter deutschlandweiter Aufmerksamkeit Bewegung setzen und Heuersdorf verlassen.

Bild: Uwe Wenzel vom Transportunternehmen vor der Kirche
Uwe Wenzel vom MAMMOET-Transportunternehmen

Ziel ist es, die Emmauskirche auf einer präparierten Trasse bis zum Reformationsfest am 31. Oktober auf den Martin-Luther-Platz in Borna zu fahren und dort auf ein bereits fertiges Fundament abzusenken. Der Bornaer Superintendent Matthias Weismann vertraut den Fachleuten, dass „mit Gottes Hilfe die Kirche in Borna gut landet“. Nach einer Nutzungskonzeption, die auch die sächsische Landeskirche nachhaltig unterstützt, soll die Kirche ein Erinnerungszentrum für alle in der Vergangenheit durch den Braunkohleabbau verschwundenen Orte dieser Region werden.
Der enorme Aufwand zur Versetzung einer kompletten Kirche lässt sich neben der kunsthistorischen Bedeutung als ältestes Gebäude auch aus seiner Stellvertreterfunktion für die vielen Wohnstätten der Menschen an 23 Orten erklären, die dem Braunkohletagebau weichen mussten. An welchem Ort sonst als in einer Kirche, wo seit Anbeginn unzählige Taufen und Hochzeitigen stattgefunden haben und Menschen im Leben begleitet wurden, ergibt sich ein so zwingender Ort des Gedenkens als ein zukünftiger Raum der Geschichte?

Bild: Transport- und Konstruktionsebene führt zur Kirche
Emmauskirche und der Weg

Andererseits ist ein Gotteshaus nicht selbstverständlich vor Zerstörung in dieser Welt sicher, und es ergab sich auch schon zu früheren Zeiten, dass sich Kirchenstandorte dorthin weiterentwickelten, wo die Menschen lebten, für die sie dann errichtet wurden. So wird im benachbarten Ortsteil Großhermsdorf die im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts damals neu gebaute Taborkirche im Zuge des Tagebaus verschwinden. Ein Schicksal, das vielleicht in der heutigen Zeit Menschen auch der Emmauskirche zugedacht hätten. Die Kirchgemeinde setzte den positiven Aspekt der Bewahrung dagegen und entschied sich nicht vorrangig für Entschädigung und somit für das Geld.
„Die MIBRAG hätte als Entschädigung eine Summe zahlen müssen, die höchstwahrscheinlich erheblich über den derzeitigen Transportkosten liegen würde“, so der Bornaer Superintendent. Er erinnert an die längeren Verhandlungen zwischen der Kirchgemeinde Borna, dem Kirchenlehn von Heuersdorf und der MIBRAG, die am 4. Oktober in Leipzig mit der Vertragsunterzeichnung den Weg für das jetzige einzigartige Vorhaben möglich machten. Die erzielte vertragliche Einigung umfasst daneben weitere wichtige Punkte und Zusagen der MIBRAG, so unter anderem die Stiftung eines Bauunterhaltungsfonds für die weitere bauliche Unterhaltung der Emmauskirche an ihrem neuen Standort in Borna, die komplette Sanierung und Restaurierung der Kirche, diverse Grundstückstauschgeschäfte sowie eine Entschädigung für die abzureißende Taborkirche.

Bild: Tagebau in unmittelbarer Nähe von Heuersdorf
Tagebau Vereinigtes Schleenhain bei Heuersdorf

Der Dresdner Oberlandeskirchenrat Jörg Teichmann, der die Vertragsverhandlungen mit der MIBRAG geführt hatte, sprach im Vorfeld von einer „epochalen technischen wie gesellschaftlich interessanten Aktion“, um die besonders wertvolle Dorfkirche zu erhalten, die zu den ältesten Kirchen in Sachsen gehört. „Wer die Kirche sieht, wird sie erhalten wollen, so Teichmann angesichts der derzeitigen Sicherungsmaßnahmen vor dem Transport. Außerdem wären die höheren Entschädigungszahlungen statt Kirchenerhalt „nur Geld gewesen“, was den „ideellen Verlust für die Allgemeinheit“ hätte nicht aufwiegen können.
Die Schirmherrschaft für den Umzug haben Landesbischof Jochen Bohl und Ministerpräsident Georg Milbradt übernommen. Der Landesbischof hat für das Gemeindefest in Borna anlässlich der Begrüßung der Emmauskirche neben der dortigen Marienkirche am Reformationstag sein Kommen zugesagt.

Der Transport

Bild: Medienauflauf beim Anheben der Kirche vor Ort
Happy-Pressetermin bei Wind und Regen vor Ort

Die Emmaus-Kirche wird in das zwölf Kilometer entfernte Borna auf einem Spezial-Trailer der Firma MAMMOET Deutschland GmbH transportiert. Schwerpunkte der Reise sind die Überfahrt der Bahnübergänge bei Deutzen und Neukieritzsch, die Durchfahrt der Flüsse Pleiße und Wyhra in Lobstädt und Borna sowie die Nadelöhr-Einfahrt auf dem Martin-Luther-Platz in Borna. Der Kirchen-Transport setzt erhebliche Trassierungen voraus und wird von umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Zwischen dem 25. und dem 31. Oktober sind die S 50 in Richtung Deutzen, die K 7931 in Richtung Bahnübergang Neukieritzsch und die B 176 in Richtung Borna zum Teil oder ganz gesperrt. Der Sicherheitsabstand rings um den fast 1.000 Tonnen schweren Transport mit dem Spezial-Trailers beträgt 30 Meter.
Über einzelne Maßnahmen entlang der Strecke informierte Marcel Schmidt, Geschäftsführer der GALA-MIBRAG-Service GmbH: „Keine der Straßen ist für Schwerlast-Transporte eines Gebäudes mit 14,5 Metern Länge, 19,6 Metern Höhe und 8,9 Metern Breite ausgelegt. Deshalb müssen unter anderem etwa 100 Obstbäume im Tagebauvorfeld und weitere 100 Bäume an öffentlichen Straßen gefällt sowie etwa 30 Baumkronen verschnitten werden.“ Die MIBRAG führt anschließend entsprechend den behördlichen Auflagen Ausgleichsmaßnahmen durch.

Bild: Trasse extra für den Transport
Präparierte Trasse auf dem Weg nach Borna

Eine besondere logistische und technische Herausforderung stellen die Durchfahrten der beiden Flüsse Pleiße und Wyhra dar. Die Entscheidung, nicht über die Brücke zu fahren, musste aus bautechnischen Gründen kurzfristig getroffen werden. Für den tragfähigen Untergrund über die Pleiße und die Wyhra werden 54.500 Kubikmeter Erdreich bewegt. Das Wasser fließt während des Kirchen-Transportes durch zehn Rohre mit je einem Durchmesser von 80 Zentimetern. Außerdem verfüllt die GALA-MIBRAG-Service GmbH diverse Straßenunebenheiten mit etwa 5 000 Tonnen Sand-Schotter-Gemisch aus dem MIBRAG-Tagebau Vereinigtes Schleenhain. Weitere 5.000 Tonnen Schotter werden zum Präparieren der Bahnübergänge, Verbreitern der Fahrspuren sowie für Kranstandorte zum Heben von Leitungen und Masten bereit gestellt. Alle Maßnahmen müssen unmittelbar vor und nach dem Transport realisiert werden.(MIBRAG)

Die Emmauskirche

Bild: Emmauskirche in Heuersdorf
750 Jahre alte Emmauskirche in Heuersdorf

Heuersdorf mit der Emmauskirche und der Taborkirche gehörte zur Kirchgemeinde Lobstädt. Die romanische Emmauskirche soll eine der ältesten sächsischen Wehrkirchen sein, deren Entstehungsdatum sich aufgrund von Untersuchungen des Dachstuhls auf 750 Jahre zurückverfolgen lässt. Die spätere urkundliche Erwähnung stammt von 1297. Die äußere Gestalt mit Dachreiter und Haube aus der Renaissance sowie die später eingebaute Eingangspforte korrespondieren zeitlich mit der hölzernen Kassettendecke im Inneren der Kirche. Älter sind der Baukörper mit den breiten, fast fensterlosen Bruchsteinmauern, der Altarblock sowie eine Sakramentsnische.
Die Emmauskirche befand sich bis zur Gegenwart in einem guten baulichen Zustand, deren Einbauten mit Empore, Kanzelaltar und Orgel in Formen der Neorenaissance aus dem 19. Jahrhundert stammen. Von 1829 datieren die beiden in Apolda gegossenen Glocken im Dachreiter. Die Kreutzbach-Orgel stammt von 1850.
Den Namen Emmauskirche erhielt die Kirche erst 1959. Mit der beabsichtigten Umsetzung der Kirche bildete sich ein Kuratorium, das die spätere Nutzung am neuen Standort in Borna erarbeitete.(20./21.10.07)

Bild: Braunkohlebagger

Veranstaltungen auf dem Martin-Luther-Platz in Borna

26. Oktober

18:00 Uhr  Eröffnung durch den Oberbürgermeister Herrn Schröter,
die Landrätin Frau Köpping, den Superintendenten Herrn Weismann.
Danach Podiumsgespräch zum Thema „Bedeutung der Kirche für Borna“ (im Zelt)
20:00Uhr  Konzert mit der Gruppe Irish Folk (Stadtkirche)

27. Oktober

18:00 Uhr  Podiumsgespräch zum Thema „Technischer Transport“ (Stadtkirche)
19:30 Uhr  mit der Swing Sound Big Band ca. 2 x 40 min. Unterhaltung im Zelt und
danach mit der Atlantis – Dance Band Einstimmung auf das Wochenende

28. Oktober

09:30 Uhr  Gottesdienst mit Grundsteinlegung (Stadtkirche)
15:00 Uhr  Unterhaltung mit Mary (Zelt)
17:00 Uhr  Konzert mit der Gruppe Discoloria (Stadtkirche)
18:00 Uhr  Podiumsgespräch zum Thema „Visionen“ (Stadtkirche)

31. Oktober

9:30 Uhr Festgottesdienst in St. Marien
14:00 Uhr Ministerpräsident Georg Milbradt und Landesbischof Jochen Bohl
werden erwartet.
14:30 Uhr Kurze Begrüßung und Absetzen der Kirche, anschließend Empfang
für geladene Gäste im Bürgersaal "Stern" mit weiteren Grußworten

Im Vorfeld
Ankunft in Borna
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