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Aktuelles

Konstituierung der neuen Landessynode am 7. Juni 2008

Vorbereitungstag für Mitglieder der zukünftigen 26. Landessynode

Bild: Kennenlerngruppen nach Ortslage
Interessant, wer von ländlichen Gebieten, Kleinstädten und Großstädten kommt. Und, Kurzporträts im Zuruf.

Im Dresdner ‚Haus der Kirche‘ kamen am 17. Mai die 60 im Januar dieses Jahres neu gewählten sowie die 20 zuletzt durch die Kirchenleitung berufenen Mitglieder der zukünftigen 26. Landessynode zu einem Vorbereitungstag zusammen. Diese Begegnung diente dem Kennenlernen untereinander sowie der Information über die Bildung und die Arbeitsweise der Landessynode. Unter den insgesamt 80 neu gewählten Landessynodalen befinden sich 35 Synodale, die bereits in früheren Legislaturen mit dabei waren und die wie die Mitglieder des bisherigen Präsidiums Anregungen geben konnten.

Bild: Frau Lindner im Plenum vor den neu gewählten Mitgliedern
Gudrun Lindners Hinweise locker und professionell

Der Vorbereitungstag begann mit einer gemeinsamen Andacht in der Dreikönigskirche, wo Landesbischof Jochen Bohl die synodale Mitverantwortung im Spannungsverhältnis von „bewahren und bewähren“ auf den Punkt brachte. „Die Aufgabe liegt darin, aufeinander zu hören“, sagte er. Er sprach das kirchliche Handeln inmitten der Gesellschaft in seiner ganzen Breite an, wo „unser Blick von Zeit zu Zeit in Unschärfe verschwimmen mag“. Um sich nicht in der Vielfältigkeit zu verlieren, trage die Landessynode eine Mitverantwortung, dass sie mit der Verkündigung von Jesus Christus bei ihrem Eigentlichen bleibe, so Bohl.

Die bisherige Synodalpräsidentin Gudrun Lindner hatte an diesem Tag verschiedene Programmpunkte maßgeblich mitgestaltet und gab praktische Hinweise zum synodalen Prozedere. Sie rief ins Bewusstsein, dass die Synode kein Parlament sei, somit kein Souverän, sondern sich im Zusammenwirken mit anderen Leitungen der Kirche verantworte. „Alle stehen unter dem Haupt Christi“, sagte sie.

Bild: Teilnehmerlauf zu den Kennenlerngruppen
Wo laufen sie denn? - "Reiseführer" zeigten den Weg zum gegenseitigen Kennenlernen

Mandat der Synodalen sei der „Dienst an den gesamten Gemeinden“. Für Lindner war das Vorbereitungstreffen, das zum ersten Mal in dieser Form losgekoppelt von der konstituierenden Tagung stattfand, die letzte „Amtshandlung“. Sie wird auf eigenen Wunsch nicht mehr der neuen Landessynode angehören. Außerdem wird der theologische Vizepräsident und Sprecher der Synode, Superintendent Matthias Weismann, nicht mehr sein synodales Amt ausüben.

Der Beginn der 26. Landessynode wird sich mit der konstituierenden Tagung verbinden, die vom 7. bis 9. Juni in der Dresdner Dreikönigskirche stattfinden wird. Am ersten Tag werden die Mitglieder der Synode nach der Eröffnung durch den Landesbischof den Synodalpräsidenten / -präsidentin wählen und dann selbst verpflichtet. Es folgen Wahlen zum Nominierungsausschuss, weiterer Mitglieder des Präsidiums, des Ältestenrates sowie verschiedener Ausschüsse.
Die nächste ordentliche Tagung findet im Herbst vom 14.-17. November am gleichen Ort statt, wo u.a. das Haushaltgesetz für 2009 zur Beratung ansteht.

Bild: Synodale stehen im Kreis und stellen sich vor
"Morgenkreis" der anderen Art: Vorstellungsrunde

An der jetzigen Begegnung gab es Vorstellungsrunden hinsichtlich der beruflichen sowie der regionalen Herkunft der Teilnehmer. Die zukünftigen Synodalen hatten an diesem Tag auch Gelegenheit die Vertreter des Landeskirchenamtes und deren Funktionen kennen zu lernen. So probte man Ausschuss-Arbeit mit fiktiven Anträgen sehr ernsthaft und fand sich im Plenum auf den Plätzen wieder, wo der jeweilige Synodale Sitz und Stimme haben wird. Nach vertiefenden Gruppenarbeiten zur Arbeitsweise innerhalb des synodalen Geschehens und einer kleinen Auswertung am Schluss, wurde dieser Tag als „wohltuend und barriereabbauend“ bezeichnet. Kritik gab es wegen zu knapper Information über Abläufe an diesem Tag bzw. zu Terminen der bevorstehenden sieben Regionaltreffen am 28. Mai und 2. Juni.

Auf ihrer letzten Sitzung am 16. Mai hatte die Kirchenleitung der sächsischen Landeskirche die 20 Berufungen für die nächste sechsjährige Legislatur der 26. Landessynode erneut bestätigt. Unter diesen sind sechs Frauen sowie sieben zukünftige Synodale, die bereits ein synodales Mandat inne hatten. Zu den  Berufenen gehören auch drei Superintendenten, eine Superintendentin, Prof. Dr. Ratzmann von der Theologischen Fakultät in Leipzig, Missionsdirektor Michael Hanfstängl aus Leipzig und Christian Schönfeld, Direktor des Diakonischen Amtes in Radebeul.

Zum Ende der sechsjährigen Legislatur der 25. Evangelisch-Lutherischen Landessynode Sachsens wählten am 27. Januar rund 8.000 Kirchvorsteher und Kirchvorsteherinnen sowie 700 Pfarrer und Pfarrerinnen der Landeskirche 60 der 80 Mitglieder der kommenden 26. Landessynode. Vorbehaltlich der Prüfung des Wahlverfahrens und des Wahlergebnisses durch die Synode zu Beginn konstituierenden Tagung am 7. Juni in Dresden lagen im Februar aus allen 20 Wahlkreisen die Ergebnisse der zurückliegenden Synodalwahl vor. Es waren zuvor 40 Laien und 20 Geistliche zu wählen. Nach den jetzigen Berufungen sind unter den 80 Synodalen 22 Frauen.(17.5.08)

Bild: Sitzordnung mit angehenden Synodalen in voller Breite
Probesitzen am 17. Mai vor Frau Lindner im Plenum mit den zukünftigen Aufgaben eines Synodalen in Dresden

Weitere 20 Mitglieder durch die Kirchenleitung berufen:

Drescher-Stock, Sylvia – Polizeibeamtin aus 01157 Dresden

Dreßler, Matthias – Pfarrer und Landesinspektor des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes aus 09221 Neukirchen bei Stollberg

Eichert, Sieglinde – Lehrerin und Schulleiterin einer Ev. Schule aus 08107 Kirchberg bei Zwickau

Eßlinger, Andreas – Dipl. Verwaltungswirt und Stadtkämmerer in 02627 Weißenberg bei Bautzen

Findeisen, Rainer – Pfarrer und Superintendent in 09557 Flöha

Hanfstängl, Michael – Pfarrer und Direktor des Leipziger Missionswerks aus 04103 Leipzig

Hedtrich, Andrea – Diplomagraringenieurin und in der Verwaltung eines Landeswirtschaftsbetriebes tätig, aus 01665 Käbschütztal bei Meißen

Henker, Martin – Pfarrer und Superintendent in 04109 Leipzig

Hommel, Philine – Studentin der Evangelischen Theologie in Leipzig aus 02727 Neugersdorf

Krusche-Räder – Pfarrerin und Superintendentin in 01796 Pirna

Kutter, Dorothea – Med.-Techn. Assistentin; Katechetin/Religionspädagogin; Klinische Seelsorgeausbildung; jetzt Krankenhausseelsorgerin aus 09113 Chemnitz

Liedke Dr., Ulf – Professor für Theologische Ethik und Diakoniewissenschaft an der Ev. Fachhochschule für Soziale Arbeit Dresden aus 01689 Weinböhla

Ratzmann Dr., Wolfgang –Professor für Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät Leipzig aus 04159 Leipzig

Rösch, Johannes – Elektromeister; Geschäftsführer eines Unternehmens für Elektroanlagenbau sowie einer Dienstleistungs-GmbH im Energiebereich in Marienberg aus 09518 Großrückerswalde

Roscher, Johannes – Pfarrer und Leiter der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative in 09434 Zschopau

Rudolph, Günther – Pfarrer und Superintendent in 02708 Löbau

Schönfeld, Christian – Pfarrer und Direktor des Diakonisches Amtes in 01445 Radebeul

Schramm, Christian – Religionspädagoge; Oberbürgermeister der Stadt Bautzen, 02625

Weigel, Andreas – Drechsler im Kunsthandwerk; Bundestagsabgeordneter aus 08412 Werdau

Wirth, Andreas – Dipl.-Ing. für Elektrotechnik; MTA; 02699 Neschwitz bei Bautzen
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Wahlen der 60 neuen Synodalen und Auswertung

Letzte Synodaltagung und Abschied von Frau Lindner

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