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Erster Kirchentag im Kirchenbezirk Großenhain

Bischof Bohl: Wasserknappheit lehrt, dass Wasser eine Quelle des Lebens ist

Bild: Blick auf die Bühne mit Landesbischof und Sängern des Chores (Fotos: Jens Witschaß, Großenhain)
Landesbischof Jochen Bohl predigt. Chorleitung an diesem Tag unter Kirchenmusikdirektor Joachim Jänke

Mit einem Festgottesdienst der Gemeinden des Kirchenbezirks und einem musikalischen Nachmittagsprogramm ging am 22.Juni der 1. Ephorale Kirchentag in Großenhain zu Ende. Bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen kamen am Sonntag fast 800 Menschen in den Stadtpark und versammelten sich um 14:00 Uhr vor der großen Bühne zu einem Gottesdienst mit Landesbischof Jochen Bohl. 250 Sängerinnen und Sänger, eine Band und die Liturgen füllten die Bühne. Vor der Bühne gestalteten 60 Posaunenbläser den Gottesdienst musikalisch mit und spielten danach zur Serenade auf. Das Lied „Wasser fließt“ von Clemens Bittlinger und David Plüss wurde als „Kirchentagslied“ mehrmals von Chor und Gemeinde gesungen. Superintendent Eckhard Klabunde begrüßte den Bürgermeister, Vertreter der Stadt sowie alle Teilnehmer am Kirchentag.

Bild: Bläserchor vor den Besuchern unter Leitung von Stephan Seltmann
Kantor Stephan Seltmann leitet den Bläserchor

„Quellen des Lebens“, hieß das Motto des dreitägigen Christentreffens, das aber keine exklusive Veranstaltung wurde. Immerhin war dieser Kirchentag bewusst Bestandteil des städtischen 6. Erlebnisfestes der Sinne, wo im Rahmen dieser musisch-künstlerischen Tradition zahlreiche Künstler unter dem Thema „Lebenswasser –Wasserleben“ zusammenkamen und tausende Menschen ein abwechslungsreiches Kulturprogramm im Großenhainer Stadtpark genossen.
Landesbischof Jochen Bohl nahm in seiner Predigt das Motto des Kirchentags auf und verband es mit den Worten des König Davids im Psalm 36. David habe das Leben in der Wüste gekannt und seine Erfahrung in der Dürre hätte ihn im Vertrauen auf Gott groß gemacht. „Die Wasserknappheit lehrt, dass Wasser eine Quelle des Lebens ist“, so Bohl.

Bild: Landesbischof predigt
Predigt des Landesbischofs

Wir hätten dagegen Wasser im Überfluss und uns ginge es angesichts von 63 Jahren Frieden und Wohlstand gut. Oft würden wir von Gästen aus Israel darum beneidet. So wie wir Erfüllung im Leben finden, empfinden wir aber auch Mangel und „trotz allen Segens bleibe ein Seufzen“, sagte der Landesbischof und zählte Beispiele von Einsamkeit, Sorge um die Kinder und sozialer Bedrängung auf.
Im Leben Davids gab es den „Grundton“ des Gottvertrauens. Wer dieses Gottvertrauen empfängt, der wird nicht gering von sich reden. Er ist behütet und trotz eines Scheiterns im Leben gebe es keine Trennung von Gott. Im Open-Air-Gottesdienst sprach Bohl der Gemeinde Mut zu, dass keiner resignieren und sich verstecken müsse. Die „Gnadengabe“ des Gottvertrauens wirke von innen heraus. „Gott ist die Quelle unseres Lebens“, sagte Bohl zum Schluss.

Bild: Blick über Besucher zur Bühne

Während der Gottesdienstes wurde unter den Besuchern eine Kollekte für die Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenbezirk gesammelt.
Im Anschluss setzten Kirchenchor und Posaunen zur Serenade an und waren weit über das Parkgelände zu hören. „Viele Haupt- und Ehrenamtliche hatten Mühe und Kreativität darauf verwendet, sich mit ihren Besonderheiten auf dem 1. Kirchentag in Großenhain zu präsentieren“, sagt Superintendent Eckhard Klabunde. So gab es Überraschungen am Sonnabendvormittag bis zum Abend auf der „Straße der Kirche und Kirchgemeinden“, wo vielfältige Angebote zum Zuschauen, Mitmachen und Selbermachen die kleinen und großen Besucher erwartete. Trotz des leichten Regens am Vormittag sei es Erfolg gewesen, wo schließlich Tausende an den Ständen der Kirchgemeinden vorbeikamen.

Am späteren Abend beschloss eine Klang-Licht-Nacht als Lichtshow und Besinnung den zweiten Tag. Ein Jugendcamp gegenüber der „Mückenschänke“ erwartete ab Freitagabend die jüngeren Besucher. Die Evangelische Jugend des Kirchenbezirks organisierte für Jugendliche ab 14 Jahren ein Programm. Vieles erwuchs natürlich aus dem Gemeinschaftserlebnis und der freudigen Teilnahme der Jugendlichen heraus. Fünfzig Jugendliche übernachteten in den bereitgestellten Zelten und es gab etliche Gespräche bis zum späten Abend.
In einer Auflage von 4.000 Stück wurde ein 40-seitiges Heft „Willkommen in unserer Kirche“ auf dem Kirchentag verteilt, das über persönliche Glaubenserfahrungen von Menschen der Region erzählt.

Im Kirchenbezirk Großenhain mit seinen 32 Kirchgemeinden und 65 Kirchgebäuden sind 267 Kirchvorsteherinnen und Kirchvorsteher im Ehrenamt sowie 526 hauptamtliche Mitarbeiter tätig. 24 Pfarrerinnen und Pfarrer üben ihren Dienst in Kirchgemeinden und kirchlichen Einrichtungen des Kirchenbezirks aus. Die Ephorie Großenhain gehört zu den ältesten Kirchenbezirken der Landeskirche, die in diesem Jahr ihr 460. Bestehen feiert.(22.6.08)


 

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