Ausstellungen in der Kreuzkirche Dresden
KREUZKIRCHE Dresden, Altmarkt
Öffnungszeiten (außer Veranstaltungen): Täglich 10–18 Uhr
AM ANFANG WAR ...

Bildgedanken zur Genesis und den Büchern Mose
5. März – 18. April 2010
Gepa Klingmüller, Düsseldorf
Malerei
Eröffnung: Donnerstag, 4. März, 18 Uhr
Begrüßung und Einführung in das Bildwerk: Dr. Frank Schmidt, Leiter des Kunstdienstes
Einführender Vortrag: „Schöpfungsgeschichten im Alten Testament und ihre kulturgeschichtliche Bedeutung“; Erich Busse, Pfarrer
Musik: Thomas Friedlaender, Blas- und Perkussionsinstrumente
Nachwort: Angelika Busse, für die Ausstellungsarbeit im Kunstdienst
Der Bildzyklus AM ANFANG WAR ... – Bildgedanken zur Genesis und zu den Büchern Mose – entstand 2001 und umfasst 49 Arbeiten mit Wasserfarbe auf getöntem Karton gemalt und mit farbiger Kreide überhöht. Die Bildthemen entsprechen dem Bibeltext der Genesis, lösen sich aber dann davon, um beispielhafte Szenen aufzugreifen, die die weitere Entwicklung der Menschen in den Büchern Mose reflektieren. Sie treten in einen neuen inhaltlichen Zusammenhang.
Die Künstlerin will den Bilderzyklus nicht als Illustration des Bibeltextes verstanden wissen. Er erfasst den Gedanken, der die Bücher Mose wie ein roter Faden durchzieht: Leben als Einheit von Gott und Menschen – ihr Sinnbild ist der Regenbogen. Die Folge und jedes einzelne Bild erinnern eher an eine Metapher, die einen komplexen Inhalt sammelt und, wie durch ein Prisma gesehen, in viele Farben spaltet und spiegelt und dann auf eine andere Ebene erhebt.
Für Gepa Klingmüller stellt sich dabei immer wieder die Frage, ob der Mensch sich „entwickelt“ hat, ob der Mensch, der heute lebt, arbeitet und entscheidet, noch der gleiche „menschliche“ Mensch ist, von dem Mose berichtet, oder ob es seitdem eine Entwicklung zum „Menschen“ gegeben hat?
Gepa Klingmüller wurde 1930 in Halle geboren und wuchs in Berlin und Bremen auf. Nach dem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf arbeitete sie als Kunsterzieherin an einem Düsseldorfer Gymnasium bis sie 1982–1995 als Professorin im Bereich Erziehungswissenschaften an der Universität Köln lehrte.
Seit 1974 Ausstellungen und Beteiligungen u. a. in Düsseldorf, Münster, Bayreuth, Paderborn, Koblenz, Krefeld, Heidelberg, Warschau, Lódz, Wesel.
SENSIBLE WEGE

Andreas Richter, Fotografie
15. Januar – 28. Februar 2010
Eröffnung: Donnerstag, 14. Januar, 18 Uhr
Begrüßung: Joachim Zirkler, Pfarrer der Kreuzkirche und
Dr. Frank Schmidt, Leiter des Kunstdienstes
Einführung in die Ausstellung: Stephan Pohl, Psychotherapeut, Dresden
Musikalische Umrahmung: Ulrich Thiem, Cello, Dresden
Andreas Richter, 1956 in Neuwied am Rhein geboren und 2009 in Dresden verstorben, schuf mit seinen schwarz-weiß Fotografien unvergeßliche und gleichsam unvergleichliche Werke.
Seine Arbeiten sind geprägt von großer Sensibilität, stiller Schönheit und Ästhetik. Er näherte sich behutsam auch den einfachsten Dingen und zeigt uns deren Poesie und Seele. Ganz gleich ob er das Tropfen des Wassers in eine Pfütze und dessen sanft schwingende Kreise festhält, Spiele des Lichtes in der Natur beobachtet, in das Antlitz eines Menschen schaut oder eine Landschaft fotografisch beschreibt. Durch seinen Blick lernt der Betrachter anders zu schauen.
Andreas Richter war ein hoch begabter Mensch, studierte Architektur, beschäftigte sich mit Fotografie und spielte Cello. Es war seine Art, allen Dingen, mit denen er sich beschäftigte ganz nah sein zu wollen und ihnen auf den Grund zu gehen. Als er wohnungslose Menschen fotografierte, teilte er das Leben mit ihnen und arbeitete im Niklashof der Stadtmission. Für ihn gab es dabei Situationen, wo ihm die Kamera zu einer Begegnung verhalf, wie er selbst formulierte, nicht die Begegnung zu einem Bild. So entstand in ihm auch das Bedürfnis nach einfachem Leben, nach Loslassen von Materiellem. Für Andreas Richter bedeutete das auch Freiheit und Souveränität. Es entstanden ehrliche, authentische Bilder, ungeschönt und voller echtem Leben.

Foto: Hans Strehlow, Dresden
Aus der Kreuzkirche in Dresden
Lichtinstallation als Teil des MNEMOSYNE-Wasserkunst-Weges der Künstlerinnengruppe Dresdner Sezession
Die Kieler Künstlerin Gudrun Wassermann bringt in der abendlichen Dämmerung für zwei Stunden auf dem Gehsteig vor der Kreuzkirche, Nähe Portal D, in Richtung Rathaus, Zeilen des biblischen Textes aus Jeremia 14,3 zum leuchten:
Die Großen schicken die Kleinen nach Wasser
aber wenn sie zum Brunnen kommen
finden sie kein Wasser
und bringen ihre Gefäße leer wieder
Diese blaue Lichtschrift-Installation will als Zeichen der Erinnerung im Auf und Ab von Zeit und Raum gleich den Gezeiten sensibel machen für die Bedeutung von Wasser und Abwasser einer Stadt und ins kulturelle Gedächtnis rufen, dass neben der Kreuzkirche einst der Kaitzbach floss.
Die Installation ist seit dem 12. April 2006 für drei Jahre zu sehen.
UNSERE ZEIT IN GOTTES HÄNDEN · Gertraude Seidel
18. Juni – 9. August 2009
VOM INNEHALTEN UND AUFBRECHEN
29. November 2008 – 11. Januar 2009
ZEITZEICHEN · Matthias Klemm
5. Juli – 19. August 2007
SCHÖPFUNG · Gottfried Zawadzki
8. März - 22. April 2007




























