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DOM ST. PETRI · BAUTZEN

Montag – Sonnabend: 10 – 17.30 Uhr · Sonntags: 13 – 17.30 Uhr

HOMELESS

Plakatmotiv

10. April - 15. September 2009

Grafik und Malerei · Reinhard Springer, Dresden
Skulptur · Konstanze Feindt Eißner, Dresden

Matinee:  Pfingstmontag, 1. Juni 2009, 11.45 Uhr
in Anwesenheit der Künstler

Einführung: Heinz Weißflog, Dresden
Musikalische Umrahmung: KMD Matthias Pfund, Orgel, Bautzen
10.30 Uhr Gottesdienst, Predigt: Pfarrer Burkart Pilz, Bautzen

Die Präsentation will aufmerksam und sensibel machen, zum bewussten Hin- und nicht Wegsehen anregen. HOMELESS bedeutet heimatlos, obdachlos, wohnungslos, unbehaust. Dieser Titel will alle Art von Heimatlosigkeit einschließen, auch die innere, den Mangel an seelischer Behaustheit, Geborgenheit und Schutz.
Die beiden Künstler Reinhard Springer und Konstanze Feindt Eißner nähern sich diesem Thema auf unterschiedliche Weise: bildhaft-zweidimensional und räumlich-plastisch. Beiden ist das Thema Mensch in seiner Einmaligkeit, Würde, Verletzbarkeit und Einsamkeit innerstes Anliegen.

Reinhard Springer ist ein bedächtiger, abwägender Arbeiter, der seinen Stoff lange in sich tragen kann, bis er die bildnerische Form gefunden hat. Ausgangspunkt bleibt das sinnliche Erlebnis einer Landschaft, einer Stadt und vor allem aber der Mensch als Kreatur. Die Bilder lassen eine dialektische Einheit von Denken und Malen in ihrer Vielschichtigkeit erkennen. Die Befindlichkeit, das Erschüttertsein, die Erkenntnis der Labilität unseres Daseins schwingt mit.
1953 in Dresden geboren. 1976-79 Abendstudium, 1979-81 Studium an der HfBK Dresden. 1985 Grafik-Diplom, Sonderpreis des Ministers für Kultur. 1985-89 Studienaufenthalte im Katharinenhof / Großhennersdorf. 1991 Studienaufenthalt im Pathologischen Institut Darmstadt, Entstehung von Zeichnungen aus dem Sektionssaal. Seit 1990 Beschäftigung mit Radierung, Algrafie, Zeichnung, Mischtechnik auf Papier, Ölmalerei.
Arbeiten befinden sich in öffentlichem und privaten Besitz im In- und Ausland.

Die Entschiedenheit von Konstanze Feindt Eißners Formwillen und Formbewusstsein führt zu großer Klarheit und Schönheit. Ihr Anliegen ist die Konzentration auf das Wesentliche, das Innerliche. Die Suche nach Stabilität verschmilzt mit dem Wissen um die Labilität von allem Sein, das Fragmentarische der Form entspricht dem Wissen um deren Unvollkommenheit. Der Betrachter erlebt sinnlich einerseits die stille Harmonie der fließenden Formen, andererseits eine beunruhigende, innere Spannung der jeweiligen „Sinnfigur“.
1966 in Dresden geboren. 1982-86 Abendstudium und Förderklasse, 1986-89 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, 1991 Diplom. Seit 1993 freiberufliche Bildhauerin. 1995 Sächsischer Staatspreis für Design (Teampreis). 1999 Aufnahme in die Künstlerinnengruppe "Dresdner Sezession 89". 2002 „Anerkennung" im Ruth Leibnitz-Preis-Wettbewerb Neue Sächsische Galerie Chemnitz. 2003 1. Preis im Kunstwettbewerb der Stadt Pirna für ein Denkmal "Opfer von Gewalt und Vertreibung".
Arbeiten befinden sich im öffentlichen Raum und in Privatbesitz im In - und Ausland

 

 

 

 

 

ATRIUM DES LANDESKIRCHENAMTES

der Ev.-Luth. Ladeskirche Sachsens, Lukasstraße 6, 01069 Dresden
Geöffnet: Montag - Freitag  8 - 16 Uhr

ELIASFRIEDHOF – ZWISCHEN VERFALL UND VERGESSEN


9. November 2009 – 28. Februar 2010

Eine Ausstellung des Fördervereins ELIAS-FRIEDHOF e. V.

Die Ausstellung informiert über die Aktivität des Vereins und die Geschichte des Eliasfriedhofes (1680–1876), der zu den ältesten erhaltenen Friedhöfen Dresdens zählt. Der seit 1928 für die Öffentlichkeit geschlossene Eliasfriedhof dokumentiert in anschaulicher Weise die bürgerliche Bestattungskultur des 18. und 19. Jahrhunderts. Sie zeigt in Schrift und Bild unter Anderem Interessantes zu Grufthäusern, Grabmalen und Ziergittern und über wichtige Persönlichkeiten Dresdens, die dort ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Er wurde vom Pest- und Armenfriedhof zum bevorzugten Bestattungsplatz für das Dresdner Bildungsbürgertum und zählt ohne Zweifel zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten Dresdens. Dieses Kleinod ist nicht nur ein unerschöpfliches >lebendiges Geschichtsbuch< der Sozial- und Kulturgeschichte Dresdens, sondern sein unschätzbarer sepulkraler Reichtum zeichnet ihn auch als ein anerkanntes Denkmal von europäischem Rang aus. Am 30. Juni 1876 erfolgte dort die letzte Bestattung. Vermutlich waren es Platzgründe, die seine Schließung herbeiführten.

Blick in das Atrium des Landeskirchenamtes

 

 

RECHNUNGSPRÜFUNGSAMT

der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, Caspar-David-Friedrich-Straße 5, 01219 Dresden

Josef und Potiphars Weib, Johannes Feige, Holzschnitt, um 1975

Blätter zur Bibel

ab 20. Oktober 2009

Johannes Feige, Glauchau-Gesau / Holzschnitte

Johannes Feige ist jederzeit ein unbeugsame Künstler, der aus der Quelle seines zutiefst christlichen Glaubens schöpft, hauptsächlich zu biblischen Themen. Er knüpft an die Traditionen der Brücke-Künstler. In der elementaren Technik des Holzschnittes bringt er sein künstlerisch-religiöses Credo auf eine wirkungsvolle Formel. Man merkt den Blättern die Spröde des Holzes sowie den Drang nach Einfachheit, Klarheit und Ursprünglichkeit an. Sie wirken in ihrer Direktheit und den kräftigen flächigen Schwarzweißkontrasten. Die Holzschnitte sind häufig großformatig angelegt, blockhaft schwer, erdverbunden und von suggestiver Wirkung. Typisch für Johannes Feige ist die Einbeziehung der Maserung, die Mitsprache des Materials als Gestaltungselement.
Johannes Feige wurde 1931 in Crimmitschau geboren, nach einer Tischlerlehre arbeitete er 1956 als Gebrauchswerber und besuchte 1962  die Mal- und Zeichen-schule bei Prof. Michel in Zwickau. Seit 1968 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler/BBK. 1978-82 Dozent an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Außenstelle Oederan. Er lebt und arbeitet in Glauchau-Gesau. Eine Vielzahl seiner Werke befinden sich in Museen ganz Deutschlands, in Privatsammlungen, im Holocaustmuseum Jerusalems und im Sinai-Kloster Ägyptens.

 

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