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Landeskirche

Galerie aus elf Jahren Bischofsamt

Impressionen und Eindrücke aus der Amtszeit von Landesbischof Bohl

Bild: Landesbischof Jochen Bohl (l.) wird am 29. August 2015 von Landesbischof Gerhard Ulrich entpflichtet
Jetzt der Blick von Landesbischof Jochen Bohl (l.) mal in die andere Richtung, dem Ruhestand entgegen

Seit seiner Einführung als Landesbischof am 26. Juni 2004 war es das Anliegen von Landesbischof Jochen Bohl, den Kontakt zur Pfarrerschaft enger zu gestalten und aktuelle und gemeinsame Herausforderungen anzusprechen. Regelmäßig versendete Pastoralbriefe, regionale Dienstbesprechungen sowie eine intensive Visitationstätigkeit in allen Regionen Sachsens bis hin zu vielen persönlichen Gesprächen prägten sein Bischofsamt. In seine Zeit fällt auch die Einführung der alle zwei Jahre stattfindenden zentralen Pfarrertage, die seit 2007 in Dresden, Leipzig und Chemnitz durchgeführt wurden.

Ein Höhepunkt zu Beginn seiner Amtszeit war die Wiedereinweihung der Dresdner Frauenkirche am 30. Oktober 2005, nachdem seine Vorgänger den Start und die Wiederaufbaustationen begleitet und unterstützt hatten. Als Landesbischof ist Bohl Vorsitzender des Stiftungskuratoriums der Frauenkirche. In dieser Kirche konnte er vier Jahre später den US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihres Besuches in Dresden begrüßen. Neben der Kreuzkirche und dem Dom zu Meißen ist die Dresdner Frauenkirche häufige Predigtstätte des Landesbischofs.

Die allermeisten Sonntagsgottesdienste, in denen Landesbischof Bohl in seinen Dienstjahren gepredigt hat, führten ihn aber in die breite Kirchenlandschaft Sachsens von der kleinen Dorfkirche bis zur großen Stadtkirche. Neben der Begleitung unzähliger Jubiläen ergaben sich immer wieder Gelegenheiten zu gemeinsamen Feiern und Gottesdiensten im guten ökumenischen Miteinander mit seinen katholischen Amtskollegen: So beispielsweise die Ökumenische Vesper anlässlich des Bischof-Benno-Jubiläums im Dom zu Meißen 2006 und die für Sachsen einzigartige Gelegenheit der Seligsprechung des sorbischen Kaplans Alojs Andritzki im Juni 2011, als der Landesbischof vor der Frauenkirche zu den Pilgern sprach.

Neben seinem besonderen Einsatz in der Landeskirche pflegte Bohl vielfältige persönliche Kontakte zu Vertretern aus Politik und Gesellschaft im Freistaat Sachsen und darüber hinaus. Darüber hinaus engagierte er sich in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der weltweiten Ökumene. Er ist seit 2010 Stellvertretender Ratsvorsitzender der EKD und seine Auslandsreisen führten ihn zu Partnerkirchen nach Papua-Neuguinea, Tansania, Russland, zu Kirchen in Nord- und Südamerika sowie zu Begegnungen mit Christen in mittel- und osteuropäischen Ländern. Viele Vertreter des Auslands konnte er auch als Bischof der gastgebenden sächsischen Landeskirche zum 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden 2011 begrüßen.

 Die christliche Botschaft in die Öffentlichkeit zu tragen und der Kirche in Gesellschaft und Politik eine Stimme zu verleihen ist Jochen Bohl über alle Jahre seines Wirkens hinweg ein wichtiges Anliegen gewesen. So hat er als Landesbischof in seinen Predigten und jährlichen Berichten vor der Landessynode regelmäßig auch aktuelle Themen aufgegriffen. Darüber hinaus positionierte er sich in der Öffentlichkeit häufig zu ethischen, gesellschaftlichen und politischen Fragen wie der Präimplantationsdiagnostik (PID), der Patientenverfügung, zur Unterstützung von Familien und sozial Schwachen, zum Demokratieverständnis, sowie zuletzt zu Asyl und Flüchtlingspolitik. Aktiv warb er für evangelische Kindergärten und Schulen als Orte, an denen christlicher Glaube weitergegeben werden könne.

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