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Landeskirche

Sitzung der Kirchenleitung am 22. Oktober 2010

  • EKD-Reformprozess „Kirche der Freiheit“ - Zwischentöne aus Sachsen

    Nach Veröffentlichung des „Arbeitspapiers zur Rezeption der Leuchtfeuer in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens“ und der Diskussionsvorlage für die Kirchgemeinden (SMART-Papier) im Jahr 2007 zog die Kirchenleitung Bilanz über den Stand des EKDweit initiierten Reformprozesses in der Landeskirche. In seinem Vortrag ging Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer auf die Kirchen in Ostdeutschland ein. Deren spezifische Situation (etwa 75 Prozent gehören weder einer christlichen Kirche noch einer anderen Religionsgemeinschaft an) erfordere theologisch im Blick auf die Perspektive "Wachsen gegen den Trend" des Reformpapiers "Kirche der Freiheit" und den damit verbundenen prozentual formulierten Zielen eine differenzierte Betrachtung. Denn einerseits ziele Mission auf Wachstum, andererseits könne auch eine kleine Zahl große Wirkung entfalten. Die Mitglieder der Kirchenleitung verständigten sich in der Diskussion im Blick auf das Reformationsjahr 2017 darauf, die 2007 formulierten Ziele für die Landeskirche im Blick zu behalten und weiter an der Umsetzung zu arbeiten. Der Mut, sich Ziele zu stecken und diese auch zu verfolgen, sei dringend geboten. Die demographische Entwicklung, der Mitgliederrückgang sowie ein naturwissenschaftlich-materialistisches Weltbild stellten hohe Herausforderungen dar, denen sich die Landeskirche zu stellen habe. Dieser intensive Suchprozess sei vor dem Hintergrund der Geschichte des Christentums schon „eine ganze Menge“ und fördere die Bereitschaft, sich mit den veränderten Verhältnissen vor Ort in den Gemeinden wie in den kirchlichen Gremien auseinanderzusetzen.

    - Vortrag von OLKR Dietrich Bauer
    - Kirche im Aufbruch


  • 1. Haushaltgesetz 2011 (OLKR Kersten)

    Die Kirchenleitung hat dem Entwurf des Haushaltgesetzes zugestimmt, der der 26. Landessynode der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens zur Beratung und Beschlussfassung während der Herbsttagung vorgelegt wird. Im Jahre 2011 beträgt das Haushaltvolumen 176 Mio. € und ist damit um rund 16,52 Mio. € höher als 2010.
    Ab 2011 bleibt voraussichtlich ein strukturelles Defizit von 3 Mio. €. Die Zuführung zur Pensionsrücklage in Höhe von 5 Mio. € wird fortgesetzt. Diese Rücklage dient zur Erhöhung der Rückdeckung der Altersversorgung. Damit sollen künftig die Zahlungen an den Sonderhaushalt Altersversorgung stabilisiert bzw. reduziert werden. Wenn die Erhöhung der Rückdeckung der Altersversorgung nicht erfolgt, müssen dafür weiterhin beträchtliche Beträge aus dem landeskirchlichen Haushalt zur Verfügung gestellt werden, die das strukturelle Defizit deutlich erhöhen. Eine Entlastung des landeskirchlichen Haushalts durch die geplante höhere Rückdeckung der Altersversorgung wird voraussichtlich erst ab 2015 spürbar – vorausgesetzt, die notwendigen strukturellen Anpassungen werden durchgeführt.

  • Arbeitsgruppe „Homosexualität in biblischem Verständnis“ gegründet
       
    Mit der Einsetzung dieser Arbeitsgruppe handelt die Kirchenleitung entsprechend der Empfehlung des Lutherischen Weltbundes, anhand des Papiers „Ehe, Familie und menschliche Sexualität. Vorgeschlagene Richtlinien und Verfahren für einen respektvollen Dialog“ (Lund 2007) einen Dialog zwischen den Beteiligten zu führen. Dieser Dialog- und Konsultationsprozess, der auf der 10. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in Winnipeg (Kanada) im Jahre 2003 angeregt worden war, soll in den Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes bis 2012 weitergeführt werden. Das Anliegen war auf der 11. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes vom 20. bis 27. Juli 2010 in Stuttgart bekräftigt worden. Das Gremium beauftragte die Arbeitsgruppe zudem, den Beschluss der Kirchenleitung zum Lebenspartnerschaftsgesetz vom 29. August 2001 und die infolge dieser Positionierung gemachten Erfahrungen zum Umgang mit der Homosexualität in der Landeskirche zu evaluieren.

  • Neuer Rektor für Pastoralkolleg Meißen gewählt

    Eckhard Klabunde, Superintendent des Kirchenbezirks Großenhain, wird Nachfolger des seit 1998 amtierenden Rektors des Pastoralkollegs, Pfarrer Thomas Schönfuß, der zum 1. November 2010 als Leiter in das „Haus der Stille“ nach Grumbach wechselt. Als Rektor des Pastoralkollegs übernimmt Klabunde ab dem Frühjahr 2011 die zentrale landeskirchliche Fortbildungseinrichtung für Pfarrer und Pfarrerinnen so wie für kirchliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Haupt-, Neben- und Ehrenamt. 

    - Pastoralkolleg Meißen

  • Kirchenbezirksreform

    Mit Wirkung zum 1. Januar 2012 beabsichtigt die Kirchenleitung den Zusammenschluss der bisherigen Kirchenbezirke Glauchau und Rochlitz und damit die Fortsetzung der Kirchenbezirksreform. Bereits 2008 hatten sich aufgrund des Kirchengesetzes zur Fortführung der Neugliederung der Kirchenbezirke vom 16. November 2008 die Kirchenbezirke Dippoldiswalde und Freiberg, Flöha und Marienberg, Annaberg und Stollberg sowie Borna und Grimma zusammengeschlossen. Zum 01. Januar 2010 erfolgte der Zusammenschluss der Kirchenbezirke Bautzen und Kamenz. Mit dieser Gebietsreform reagiert die Landeskirche auf den demographischen Wandel im Freistaat sowie auf rückläufige Mitgliederzahlen.
    Die Landeskirche begann im Jahr 2006 mit der Neugliederung der Kirchenbezirke. Dieser Prozess soll 2013 abgeschlossen sein und in eine Strukturanpassung im Gemeindebereich münden, welche eigens von einer Arbeitsgruppe der Kirchenleitung unter Vorsitz von Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer und Pfarrerin Margrit Klatte vorbereitet und begleitet wird. 

    - Übersichtskarte der Landeskirche

 

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