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Ist die Familie eine Auslaufmodell? SZ vom 22. Dezember 2007

Ich bin seit 35 Jahren verheiratet, wir haben drei Kinder und das ist gut so. Sogar so gut, dass ich es mit reinem Gewissen weiterempfehlen kann. Es ist eine großartige Erfahrung, die Freuden und die Nöte des Lebens mit vertrauten Menschen zu teilen. Dass ich von denen geliebt werde, die mich kennen, und auch die dunklen Seiten meiner Person, auch das Verletzliche und Schwache in mir annehmen, das ist befreiend; und diese Erfahrung wächst mit den gemeinsamen Jahren. Gerade das Leben mit Kindern empfinde ich als ein unvergleichliches Geschenk, von dem mein Leben bereichert wird. Natürlich geht es in keiner Familie ohne Krisen, und wenn man sie nicht bewältigt, wird man nicht beieinander bleiben. Darin liegt wohl die größte Herausforderung für jedes Paar. Ich meine, dass viele sich zu früh und zu leichtfertig trennen, und dann bei dem nächsten Partner oder der nächsten Partnerin entdecken, dass man manche Probleme mitgenommen hat. Vielleicht ist eine Regel der Bibel hilfreich: Einer trage des anderen Last! Das Leitbild von Ehe und Familie ist ein hoher Anspruch, zeigt aber den richtigen Weg.

Der Artikel ist Teil einer pro-contra-Diskussion, deren Gegenstandpunkt von Katja Kipping, MdB, stammt.
 

 


 

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