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Landeskirche

Bericht vom 11. November 2011

Bild: Während eines Pressegespräch
(v.l.n.r.) Reinhard Kersten, Dr. Johannes Kimme, Otto Guse, Dr. Ulf Liedke

Der erste Sitzungstag am Freitag war der Arbeit in den Ausschüssen vorbehalten. Nach dem Ausscheiden der Synodalen Tabea Köbsch als Vorsitzende des Sozialethischen Ausschusses wurde der Synodale Andreas Weigel aus Glauchau zum Vorsitzenden gewählt.

Während der Mittagszeit gab es Gelegenheit für ein Gespräch mit Medienvertretern über ausgewählte Themen.
So standen der Haushalt 2012 sowie die weitere finanzielle Entwicklung in der Landeskirche im Vordergrund. Oberlandeskirchenrat Reinhard Kersten erläuterte die Eckdaten des Haushalts, der weitgehend dem des Jahres 2011 entspricht. Die Planzahl von gut 3 Mill. Euro mehr an Kirchensteuereinnahmen sei trotz positiver Nachrichten seitens der staatlichen Steuerschätzung „risikobehaftet“. Aus diesem Grund diene die geplante Zuführung zur Pensionsrücklage als „Puffer“, um bei größeren Ausfällen, diese entsprechend zu reduzieren.

 

Bild: Blick von vorne in die Reihen der Synodalen

Kersten erläuterte weiter, dass die Staatsleistungen im nächsten Jahr niedriger ausfallen werden. Dafür erhalte aber die Landeskirche überraschender Weise durch Verschiebungen auf der Empfängerseite einmalig 1 Mill. Euro mehr aus dem EKD-Finanzausgleich. Im Ganzen sei zwar mit stabilen Einnahmen zu rechnen, trotzdem bleibe ein strukturelles Defizit von gut drei Millionen Euro, das durch Strukturanpassungen ab 2013 abgebaut werden soll. Das Konsolidierungsgeschehen solle gestreckt und moderat geschehen und sei kein „Crashkurs“. Der Finanzdezernent gab zu bedenken, dass sich innerhalb der letzten 17 Jahre durch gestiegene Gehälter, aber auch durch gesunkene Mitgliederzahlen das Prokopfaufkommen an Kirchensteuer mehr als verdoppelt habe. Das werde so nicht weitergehen können, sagte Kersten.

Obwohl das Thema Abendmahl mit Kindern auf dieser Herbsttagung inhaltlich keinen Schwerpunkt bilden wird, stellte Professor Dr. Ulf Liedke das jetzt erschienende Handbuch „Abendmahl mit Kindern“ vor, dass als Handreichung und Diskussionsgrundlage in die Gemeinden geschickt werden soll. Nach entsprechenden Rückmeldungen aus den Kirchgemeinden wird die Herbstsynode im nächsten Jahr Entscheidungen zum Erstabendmahl mit Kindern herbeiführen.
Des Weiteren wurde ein Faltblatt mit Kernliedern und –texten sowie Gebeten vorgestellt, dass letztlich die Anregung der EKD-Zukunftsinitiative „Kirche der Freiheit“ aufgreift, christliche Kernaussagen zu festigen und stärker einzuüben. Zu dem soll eine CD mit gesprochenen Texten und mit vertonten Liedern erscheinen, die auch im Internet heruntergeladen werden können.

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