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Landeskirche

Bericht vom 19. November 2012

Zweite Lesungen der Kirchengesetze und Anfragen an den Tätigkeitsbericht

Bild: Blick in das Plenum von oben

Nach Beratungen in den Ausschüssen trat die Synode am Montagmorgen zur zweiten Beratung der Gesetzesvorlagen zusammen. In diesem Zusammenhang wurde der Haushalt 2013 verabschiedet. In zweiter Lesung wurden zudem das Kirchengesetz über das Evangelisch-Lutherische Missionswerk sowie das Kirchengesetz über die Einführung des neubearbeiteten ersten Teilbandes der Agende IV „Berufung – Einführung – Verabschiedung“ in zweiter Lesung beschlossen. Es wurde seitens des Landeskirchenamtes ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Bestellung des Agendenteilbandes über das Landeskirchenamt erfolgen kann, weil hier ein deutlicher Preisnachlass gewährt wird.

Bild: Anfragen an Berichte und Wortbeiträge aus dem Plenum

Die Synode beschäftigte sich weiterhin mit der Energie- und Klimapolitik. Sie unterstützt christliche Aktivitäten für ein Umdenken in der Klimapolitik und bittet die Kirchgemeinden und das Landeskirchenamt, dem mit eigenen Klimaschutz- und Energiesparkonzepten Rechnung zu tragen. Sie ermutigt aber auch alle Christinnen und Christen zu einem verantwortlichen Umgang mit den Ressourcen der Schöpfung. Die Stellungnahme des Umweltbeauftragten der Ev.-Luth. Landeskirche zum Entwurf des Energie- und Klimaprogramm für den Freistaat Sachsen wird von der Synode unterstützt. Darüber hinaus bittet die Synode die Staatsregierung, ihre Energie- und Klimapolitik grundlegend zu überarbeiten und eine Perspektive zu entwickeln, durch die fossile Energieträger – insbesondere die Braunkohle – so bald als möglich durch regenerative Energiequellen abgelöst werden können.

 

Beschlossene Anträge

  • Antrag des Sozial-Ethischen Ausschusses (Drucksache Nr. 155) wurde beraten und beschlossen:

Energie- und Klimaprogramm der Sächsischen Staatsregierung

Angesichts des verstärkt fortschreitenden Klimawandels sehen sich Christinnen und Christen der Bewahrung der Schöpfung und kommenden Generationen besonders verpflichtet.

In dieser Verantwortung bittet die Synode die Staatsregierung, ihre Energie- und Klimapolitik grundlegend zu überarbeiten und eine Perspektive zu entwickeln, durch die fossile Energieträger - insbesondere die Braunkohle - so bald als möglich durch regenerative Energiequellen abgelöst werden können. Die Synode bekräftigt die diesbezügliche abgegebene Stellungnahme der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens durch ihren Umweltbeauftragten zum Entwurf des Energie- und Klimaprogrammes für den Freistaat Sachsen.

Die Synode unterstützt christliche Aktivitäten, beispielsweise die Initiative "anders wachsen", die sich in Anbetracht der Bedrohlichkeit des Klimawandels für ein Umdenken einsetzen und bittet Landeskirchenamt und Kirchgemeinden, denm in Klimaschutz- und Energiesparkonzepten für die eigenen Liegenschaften Rechnung zu tragen. Christinnen und Christen sind auch in ihrem persönlichen Leben zum verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen der Schöpfung aufgerufen.


  • Antrag des Präsidiums (Drucksache Nr. 156) wurde beraten und mit Änderung beschlossen:

Kandidatur von Frauen für die Landessynode

Die Landessynode bittet die Kirchenbezirkssynoden der Evangelisch-Lutherische  Landeskirche Sachsens Aktivitäten zu ergreifen, die geeignet sind, Frauen zur Kandidatur für die Landessynode zu ermutigen.

Das Landeskirchenamt wird gebeten, diese Aktivitäten auf geeignete Weise zu unterstützen.

Pfarrer Edwin Pech aus Polen als Gast der Landessynode

Bild: Gast aus Polen in Dresden
Pfarrer Edwin Pech

Auf Einladung an die Evangelisch Kirche A.B. in Polen wurde Pfarrer Edwin Pech aus Karpacz am Riesengebirge als Gast zur Teilnahme an der sächsischen Landessynode in Dresden delegiert. Er ist zugleich stellvertretender Vorsitzender der Synode in seinem Heimatland. Seine Gemeinde in Karpacz arbeitet kooperativ mit der Diakonie und den Johannitern zusammen und die berühmte Kirche Wang beschert der kleinen evangelischen Gemeinde hohe Aufmerksamkeit. So kommen 200.000 Touristen im Jahr in den Ort, um die aus dem 12. Jahrhundert stammende norwegische Stabkirche zu bewundern. Mitte des 19. Jahrhunderts kam sie vom damaligen preußischen König gekauft, über Stettin und Berlin schließlich nach Karpacz. Das touristische Interesse ermöglichte Pfarrer Pech im Rahmen einer Kooperation mit dem Heiligen Grab in Görlitz als grenzüberschreitendes Projekt EU-Mittel für die Anlegung von Wegen und die Außensanierung der Kirche einzusetzen.
Die Evangelische Kirche in Polen hat rund 70.000 Gemeindeglieder und 140 Pfarrer.

Berichte des Bildungs- und Erziehungsausschusses

Berichterstattung BEA - 20 Jahre Religionsunterricht in Sachsen
26. Landessynode 19.11.2012

Der BEA nimmt „ 20 Jahre Evangelischer Religionsunterricht im Freistaat Sachsen“ als verfassungsrechtlich verankertes Schulfach zum Anlass, allen zu danken, die sich für die Einführung, Entwicklung und Etablierung des Faches Evangelische Religion – neben den Fächern Katholische Religion und Ethik – als ordentliches Unterrichtsfach im Fächerkanon allgemeinbildender Schulen eingesetzt haben und dies weiterhin tun.

Kirchliche und staatliche Lehrkräfte fördern Kinder und Jugendliche in der Mitte der Gesellschaft – in den jeweiligen Schulformen – in ihrer je eigenen religiösen Entwicklung und verbessern die Voraussetzung, dass Menschen zum Glauben finden können.

Im Rahmen der gemeinsamen Verantwortung von Freistaat und Landeskirche für das Fach Evangelische Religion nimmt der BEA mit Sorge die Problematik eines möglichen Lehrer-mangels wahr.

Nach 20 Jahren ist noch immer nicht die Zweistündigkeit gemäß Stundentafel eingeführt – im Gegenteil. Das bisher Erreichte steht zur Disposition, eine Rückführung zeichnet sich ab. Das Fach wird durch verstärkte Gruppenzusammenlegung wieder in den Randstundenbereich gedrängt. Der Lehrermangel in den sogenannten Hauptfächern darf nicht zu Lasten der Werte bildenden Fächer ausgeglichen werden.

Der BEA begrüßt das Qualifizierungsprogramm für Akademiker zum Einstieg in den Lehrerberuf (QUER) an der TU Dresden, das auch für das Fach Ethik geöffnet werden sollte.

Der BEA verleiht der Hoffnung Ausdruck, dass die Landeskirche in Gesprächen mit der Landesregierung darauf hin wirkt, dass bei der Planung der Einstellungen von Lehrern die Fächer Evangelische und Katholische Religion und Ethik zur Absicherung der Stundentafel berücksichtigt werden. (Berichterstatterin: Syn. Herold)


Berichterstattung BEA – Kirchliche Hochschulen
26. Landessynode 19.11.2012

Der Bildungs- und Erziehungsausschuss hat sich in seinen Beratungen mit den kirchlichen Hochschulen und ihrer Finanzierung beschäftigt.

Eine zur Erfüllung der verordneten Sparauflagen  erwogene Einführung von Studiengebühren an der Ev. Hochschule Moritzburg sieht der BEA kritisch, da ein Rückgang der Bewerberzahlen zu erwarten ist.
Zudem ist davon auszugehen, dass Studiengebühren das grundlegende Problem der unzureichenden Finanzierung nicht lösen.

Wir sehen dringend Handlungsbedarf, das Gespräch aller Verantwortlichen und Beteiligten zeitnah zu führen und eine Lösung zu finden, die der Bedeutung der Ausbildungsstätte für unsere Landeskirche angemessen ist. (Berichterstatter: Syn. Mehlhorn)

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