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Landeskirche

Bericht vom 18. November 2013

Bericht des LMW, 2. Beratungen der Gesetze und weitere Anträge und Drucksachen

Bild: Synodale lassen sich in ihrer Arbeit nicht aus der Ruhe bringen

Bericht des Leipziger Missionswerkes

Der Direktor des Leipziger Missionswerkes (LMW), Volker Dally, berichtete zu Beginn der Plenarsitzung am letzten Sitzungstag der Herbstsynode über die Arbeit des Missionswerks. Das LMW ist seit 1836 ein international arbeitendes Werk, das spirituellen, interkulturellen und interreligiösen Austausch ermöglicht. Zudem steht das LMW für globales Lernen in ökumenischer Perspektive. Die Spiritualität und Besonderheit der Partner in Indien, Tansania und Papua-Neuguinea werden so in die Landeskirche Sachsens getragen.

Bild: Missionsdirektor Volker Dally stellte den Jahresbericht des Missionswerks vor
Sonnabend hielt er die Morgenandacht mit den Synodalen

In diesem Kontext bereitet und begleitet das LMW Partnerschaftsbeziehungen, in dem theologische Fachkräfte entsendet, Netzwerke aufgebaut und ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter weitergebildet werden. Direktor Dally benannte aber, dass sich für die Auslandsarbeit kaum Bewerber aus Sachsen melden. Zudem sei die Personalsituation im Leipziger Büro schwierig. Noch 1990 waren 32 Mitarbeiter beschäftigt, momentan sind es nur noch 9, wobei sich die Aufgabenfelder nicht reduziert haben. Über 100 Freiwillige wurden bislang entsandt, eine enorme Anforderung an Qualitätsstandards ist selbstverständlich. Eine weitere Stelle für die Aus- und Weiterbildung für Ehrenamtliche wurde geschaffen, vollständig finanziert durch Spenden und Drittmittel.

Die Partnerschaftsarbeit ist der eigentliche Auftrag des LMW. Das LMW entwickelt und fördert gemeinsam mit seinen Partnern Projekte zur nachhaltigen Verbesserung der Lebenssituation vor Ort. Neben der theologischen Verkündigung, werden Bildungs-, Gesundheits-, und Umweltprogramme verwirklicht.

Am Martinstag, dem 11. November 2013, startete die diesjährige Adventsaktion „Ein Weg für die Quelle“. Zugunsten eines LMW Projekts sind Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen, insbesondere evangelische Kindertagesstätten, noch bis 6. Januar 2014 aufgerufen, sich mit kreativen Ideen an der Aktion zu beteiligen und mit ihren Spenden die Wasserversorgung in drei Dörfern in Papua-Neuguinea zu verbessern. Seit 2005 unterstützt die sächsische Landeskirche die Adventsaktion des Leipziger Missionswerks. Erstmals beteiligt sich in diesem Jahr auch die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland.
Volker Dally dankte ausdrücklich der treuen Unterstützung durch die sächsische Landeskirche. Auf den Plätzen der Synodalen lag das Jahresprogramm 2014 mit Angeboten von Begegnungen, Seminaren, Sprachkursen und Vorträgen.

Zweite Lesungen der vorliegenden Gesetze

Bild: Blick in das Plenum der Synode zum Präsidium

Anschließend beschloss die Synode in zweiter Beratung den Haushalt des Jahres 2014. In zweiter Lesung wurden auch die Ordnung zum Abendmahl mit Kindern und das Kirchengesetz zur Erstellung kirchgemeindlicher Gebäudekonzeptionen für die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens beschlossen. Im Vorfeld der zweiten Beratung des geänderten Kirchenbezirksgesetzes beauftragte die Synode das Landeskirchenamt mit der Erarbeitung eines Superintendentengesetzes, welches der 27. Landessynode bis zum Inkrafttreten des Kirchenbezirksgesetzes vorgelegt werden soll.

In zweiter Lesung wurden auch Änderungen im Kirchenbezirksgesetz sowie Änderungen kirchengerichtlicher Regelungen per Kirchengesetz beschlossen.

Haushaltplan 2014 in Übersichten
Beschluss zu 'Rüstungsexporte'. Ein Antrag des Sozial-Ethischen-Ausschusses

"Es erfüllt uns mit großer Sorge, dass Deutschland einer der größten Rüstungsexporteure weltweit ist.

Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Export von Kriegswaffen kontinuierlich zuge-nommen hat und der Einsatz dieser Waffen oftmals Konflikte verschärft oder neue entstehen lässt.

Eine Überarbeitung der bisherigen Rüstungsexportpolitik erachten wir als erforderlich.

Wir unterstützen den Beschluss der EKD-Synode auf der 6. Tagung der 11. Synode der EKD vom 13.11.2013 zum Thema Rüstungsexport.

Wir regen an, dass die EKD bei der jährlichen Erarbeitung des Rüstungsexportberichtes der „Gemeinsamen Konferenz der Kirche und Entwicklung“ (GKKG) auch die staatlich geförderte Forschung und Entwicklung von Rüstungsgütern in den Focus ihrer Berichterstattung rückt.

Wir empfehlen, bei kommenden Friedensdekaden in unserer Landeskirche, auch Rüstungs-exporte unmittelbar zu thematisieren. Hilfreich ist dabei die Auseinandersetzung mit dem Rüstungsexportbericht der GKKG der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland."


Dresden, am 17. November 2013

Diakonie Sachsen - zur Wählbarkeit in eine Mitarbeitervertretung

Weiter reagiert die Landessynode auf die Diskussion innerhalb der Diakonie, die sich um die Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche als Bedingung für die Wählbarkeit in eine Mitarbeitervertretung dreht. Die Synode bittet das Landeskirchenamt darauf hinzuwirken, dass zumindest in den östlichen Gliedkirchen der EKD vergleichbare Wählbarkeitsvoraussetzungen zu Mitarbeitervertretungen getroffen werden. Der 27. Landessynode soll im Herbst 2014 über die Ergebnisse berichtet und möglicherweise Regelungen getroffen werden.

Rest-Cent-Aktion

Das Landeskirchenamt wird weiterhin gebeten, die organisatorischen Voraussetzungen für die Rest-Cent-Aktion zu schaffen und mit der Umsetzung zu beginnen. Dazu sollen alle Mitarbeiter, Gemeinden, Kirchenbezirke und Einrichtungen über diese Möglichkeit informiert werden. Für die erste Umsetzung soll die Summe der Rest-Cent-Aktion für die ersten zwei Jahre der Arbeit mit Asylbewerbern im Bereich des Diakonischen Werkes Sachsen zugute kommen.

Bild: Titel des Handbuchs "Kommt, atmet auf"

Die Handreichung „Kommt, atmet auf“ versetzt  Gemeindeglieder ohne Vorbildung und Vorerfahrungen in der Gottesdienstgestaltung in die Lage, ohne zusätzliche Materialien, für das Gestalten von gottesdienstlichen Feiern, Andachten und anderer kleiner geistlicher Formen fertige Elemente zu nutzen. Die Handreichung wird in einer Stückzahl von 9.000 Exemplaren den Kirchgemeinden zur Verfügung gestellt. Die Kirchenleitung hat das Landeskirchenamt mit der Erstellung der Handreichung beauftragt, da der Wunsch von Gemeindegliedern, Kirchnern und Kuratoren, die Reisegruppen und Gäste in ihren Kirchen begrüßen immer wieder geäußert wurde. Den Mitgliedern der Landessynode wurden die ersten Exemplare vorgestellt und ausgeteilt.

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