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Landeskirche

Bericht vom 14. Juni 2014

Wahlen - Wahlen - Wahlen zur Arbeitsfähigkeit der neuen 27. Landessynode

Bild: Verpflichtung der neuen Landessynodalen
Gelöbnis der neuen Mitglieder der Synode und Handschlag des Präsidenten im Festsaal

Zu einer Andacht trafen sich im Kirchenraum der Dreikönigskirche die alten und die neu gewählten und berufenen Mitglieder der Landessynode. In der Andacht wurden die Mitglieder der bisherigen 26. Landessynode verabschiedet und Landesbischof Jochen Bohl dankte den Landessynodalen für ihr Engagement und den persönlichen Einsatz in der zurückliegenden sechsjährigen Legislatur.

Bild: Landesbischof verabschiedet die Mitglieder der letzten Landessynode in der Dreikönigskirche
Verabschiedung und Segen für scheidenden Synodalen von Landesbischof Bohl

Aufgabe der Synodalen sei es die Kirche zusammen zu halten. Wichtig und Grundvoraussetzung dazu sei die Frömmigkeit und das Bemühen um das Verstehen in aller Anfechtung, denn alleine der Glaube mache gerecht. „Aufgeben und treiben lassen ist im Glauben keine Option“, sagte Bohl zur Andachtsgemeinde. „Wir verstehen uns als geistliche Gemeinschaft im Vertrauen auf Gott.

Anschließend und vor der ersten öffentlichen Sitzung zur Konstituierung der 27. Landessynode traf sich die Kirchenleitung zu einer Sondersitzung und berief Professor Dr. Marco Frenschkowski von der Theologischen Fakultät in Leipzig in die Landessynode.
Die nun insgesamt 80 gewählten und berufenen Landessynodalen hatten unter dem Alterspräsidenten Georg Krause aus Meißen den Präsidenten/ die Präsidentin der Synode zu wählen, bevor die Verpflichtung der neuen Landessynodalen erfolgen konnte.

Bild: Auszählung der Stimmen
Auszählung der Stimmen in der Synodalkanzlei

Nach Feststellung der Anwesenheit und Beschlussfähigkeit fragte der Alterspräsident nach Vorschlägen für das Präsidentenamt. Der einzige Vorschlag aus dem Kreis der zukünftigen Synodalen fiel mit entsprechend großer Unterstützung auf die Person von Otto Guse. Der Rechtsanwalt aus dem vogtländischen Auerbach war bereits Präsident der 26. Landessynode.
Nach erfolgter Vorstellung, Wahl und Auszählung der Wahlzettel bekam er eine Unterstützung von 74 der 77 gültigen Stimmen und nahm die Wahl an.
Georg Krause übergab dem wieder gewählten Otto Guse den Präsidiumsplatz. Es folgten weitere Wahlen.

Bild: Landesbischof Bohl gratuliert Präsident Guse
Landesbischof gratuliert dem Präsidenten

Nach der Verpflichtung der neuen Synodalen durch Synodalpräsident Otto Guse, wurde der Vorschlag für den Nominierungsausschuss bestätigt. Im Anschluss traten die 15 Mitglieder des Nominierungsausschusses zu ihrer Sitzung zusammen, um die Vorschläge für die weiteren Mitglieder des Präsidiums und die Ausschussbesetzung zu erarbeiten.

Oberkirchenrätin Christine Jahn, Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD), sprach das Grußwort der VELKD. Jahn beschreibt die Aufgaben der VELKD und macht damit deutlich, dass die Stärkung und Bewahrung des evangelisch-lutherischen Profils nach wie vor eine wichtige Rolle spielt, insbesondere in Fragen der Gottesdienstgestaltung, in Fragen der Ökumene und in Fragen der Konfirmandenarbeit.

Bild: Pausen, Gespräche und weitere Gespräche

„Ich wünsche der Synode den Geist des Pfingstfestes und Weisheit, Klarheit und Esprit für die Zusammenarbeit“, so OKRin Jahn in ihrem Abschlusswort.

Oberlandeskirchenrat Dr. Peter Meis, Dezernent für Theologische Grundsatzfragen im Landeskirchenamt, stellte der Synode die Publikation „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ vor, die ein Ausdruck des besonderen Verhältnisses zwischen Lutheranern und Katholiken ist. Sie sei ein „kirchenpolitisches Novum“, indem sie eine gemeinsame ökumenische Sichtweise auf die Reformation und ein dialogisches Verständnis ihrer Grundlagen eröffne, so OLKR Meis.

Bild: OKR Schönfeld mit dem Jahresbericht des Diakonischen Werkes
Diakonie-Chef Christian Schönfeld

Im Anschluss erfolgte die Wahl der weiteren Mitglieder des Präsidiums. Superintendentin Uta Krusche-Räder wurde als theologische Vizepräsidentin und Bettina Westfeld als nichttheologische Vizepräsidentin der Synode gewählt.

Bevor die Namen der gewählten Schriftführer bekannt gegeben wurden, stellte Oberkirchenrat Christian Schönfeld, Direktor des Diakonischen Amtes, den Jahresbericht des Diakonischen Werkes vor. In diesem Jahr lässt der Bericht vor allem die Mitarbeitenden in den diakonischen Einrichtungen zu Wort kommen. OKR Schönfeld verwies in diesem Zusammenhang noch einmal auf die große Bedeutung und Wertschätzung diakonischen Handels und diakonischer Arbeit bei Christen und Nichtchristen, wie die Ergebnisse der fünften Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung zeigen.

Daher sollte die Kirche weiterhin Gerechtigkeit einfordern, Armen und Bedürftigen zur Seite stehen und sich im sozialen Bereich engagieren.

Bild: Titelseite des Jahresberichts des Diakonischen Werkes
Jahresbericht 2013: "In der Nächsten Nähe"

Des Weiteren  würdigte OKR Schönfeld die Arbeit der vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden in der Diakonie und machte deutlich, dass diese Arbeit ein Zeugnis christlicher Nächstenliebe sei. Der Bedarf an diakonischem Handeln werde zukünftig eher zunehmen und in diesem Maße steige auch der Bedarf an guten und qualifizierten Mitarbeitenden.

„Ich bitte die Synodalen, die diakonische Arbeit weiterhin zu unterstützen und mit ihrer Fürbitte zu begleiten“, so OKR Schönfeld. Im Anschluss wurde der Bericht in der Synode zur Diskussion gestellt.

Über die Einbindung der Sächsischen Landeskirche in die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und das Selbstverständnis dieser beiden kirchlichen Zusammenschlüsse informierte Oberlandeskirchenrat Klaus Schurig, Dezernent für juristische Grundsatzfragen im Landeskirchenamt, die neue Landessynode. Er erläuterte dies u.a. in Bezug auf gesetzgebende Kompetenzen, im Blick auf die Vertretung der Landeskirche in den Synoden der VELKD und EKD und hinsichtlich der Mitarbeit in Arbeitsgruppen und Gremien auf dieser Ebene. 

Nach den zwei Vizepräsidenten wurden als weitere Mitglieder des Präsidiums von insgesamt elf KandidatInnen die Synodalen Schwester Esther Selle, Barbara Lötzsch, Christoph Apitz und Frank Seidel zu Schriftführern gewählt.

Bild: Das neu gewählte Präsidium der Landessynode
(v.l.n.r.) Frank Seidel, Sr Esther Selle, Uta Krusche-Räder, Otto Guse, Bettina Westfeld, Christoph Apitz, Barbara Lötzsch

Bild: Wahlurne wird durch die Reihen gereicht

Am Abend erfolgte noch die Wahl der Mitglieder des Ältestenrates, dem künftig folgende Synodale angehören:
- Thomas Colditz
- Gerlinde Franke
- Martin Henker
- Georg Krause
- Dr. Carsten Rentzing
- Ina-Maria Vetter

Desweiteren entschied die Synode über die Besetzung der sechs ständigen Ausschüsse, welche sich noch am späten Abend zu einer ersten konstituierenden Sitzung trafen.

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