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Leben und Glauben

Kurzandacht


Weihnachten

„Die Pyramide steht falsch“. Die Kinder bestehen darauf, dass auch in diesem Jahr alles genau so angeordnet ist wie in jedem Jahr zuvor. Denn zum Weihnachtsfest soll die Welt in Ordnung sein.
Es ist der Traum von einer guten, einer heilen Welt, den wir zu Weinachten in unser Leben holen wollen. Wir geben uns größte Mühe, dass Streit vermieden und große Belastungen verhindert werden.
Und wir bemühen uns um einen gewissen Ausgleich in unserer unausgeglichenen Welt, spenden für Opfer von Naturkatstrophen oder für jene, die wirklich arm sind.
Um einen Ausgleich, ja um einen wunderbaren Tausch geht es zu Weihnachten. In der Bibel lesen wir so darüber:
„Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet.“ 2. Korinther 8,9
Damit es uns Menschen in einem umfassenden Sinn besser geht, kam Gott in unsere Welt. Er ist arm geworden in dem Kind Jesus, das im Stall von Bethlehem geboren wurde, damit wir durch ihn reich würden.
So paradox es klingt: Darin ist die ganze Weisheit Gottes verborgen.
Vielleicht öffnet sich in diesen Tagen für uns die tiefe Wahrheit, die darin liegt und wir erkennen:
Viel wichtiger und schöner als alle Festtagsgewohnheiten ist wirklicher Frieden unter den Menschen – und der fängt bei mir an.
Viel wichtiger als alle Geschenke sind die Zeichen von Zuneigung und Freundlichkeit, die dahinter stehen.
Viel wichtiger als perfekte Organisation ist Fröhlichkeit, die ungeplant uns erfasst und ansteckend schön sein kann.
Gott sieht den ganzen Menschen an, der Brot, Kleidung und ein Dach über dem Kopf ebenso braucht wie Glaube, Liebe und Hoffnung.
Letztlich gehört beides zusammen, auch wenn es nicht mit einer Maß-einheit aufzuwiegen ist: Jeder Mensch braucht von alle diesen Dingen jeweils eine kräftige Portion zum Leben.
Gott kann durch seine Weihnachtsbotschaft Armut in Reichtum verwandeln, nicht als wunderbare Geldvermehrung, aber als Verwandlung in Taten der Menschlichkeit und Haltungen der Barmherzigkeit.
„Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet.“

OKR Frank del Chin, Dresden

 

 


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