Navigation überspringen

Leben und Glauben

Kurzandacht


Ostern

Christen gedenken am Osterfest der Auferstehung Jesu Christi nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Es ist das älteste Fest im Jahreslauf, welches Christen bereits seit dem 4. Jahrhundert feiern. Die christliche Bedeutung ist verbunden mit dem Aufkeimen und Aufblühen in der Natur. Neues Leben zeigt sich, macht hoffnungsvoll und fröhlich.
In den Kirchen wird zum Osterfest laut gejubelt und fröhlich gesungen. Und sich seit Jahrhunderten gegenseitig zurufen. "Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!"
Doch viele Mitmenschen können nicht verstehen, was  die Auferstehung Christi bedeutet.
Was an Ostern wichtig zu sein scheint, vollzieht sich da eher im familiären Bereich.
Und ich denke, auch wir Christen fragen uns immer wieder: Ist das wirklich wahr? Ist es geschehen?
Die Fragen nach der Wahrheit der Botschaft des Osterfestes haben ihre Berechtigung.
Denn wir haben es bei der Auferstehung Christi nicht mit einer Wahrheit zu tun, die ein für alle mal bewiesen ist.
In unserem Alltag ist es doch so, wenn etwas für uns bewiesen ist, ist es für uns auch ein Stück erledigt. Bewiesenes legen wir zur Seite - zur Seite der Dinge, die einfach richtig und wahr sind.
Und trotzdem auch Dinge, die wir für richtig und wahr erkannt haben, ändern in den wenigsten Fällen etwas an der Einstellung in unserem alltäglichen Leben. Bewiesenes verändert also selten!
Aber Erwiesenes um so mehr!
Bei der Auferstehung Jesu haben wir es mit einer Wahrheit zu tun, die sich jede Stunde und jeden Tag erweisen kann – ja erweisen muss.
In der Begegnung mit Christus hat sie sich erwiesen und wird sich immer wieder erweisen. Von der ersten erzählt unter anderem Johannes:
„Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, schaute sie in das Grab  und sieht zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen zu Häuptern und den andern zu den Füßen, wo sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten.
Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.
Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, dass es Jesus ist.
Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast; dann will ich ihn holen.
Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister!
Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.“    Joh.  20, 11 - 17
Nicht die Beweise und Tatsachen- so erzählt Johannes - überzeugten Maria an diesem Ostermorgen. Zu tief war sie in ihrer Trauerwelt gefangen.
Zum Leben angerührt wurde sie erst, als Jesus ihren Namen "Maria" rief. Und sie Jesus mit Rabbuni antwortete.

So erweist sich die Auferstehung für Maria als wahr.
Im Hören des eigenen Namens. Im Ansprechen Jesu.

 

Pfarrer Andreas Beuchel, Dresden
Senderbeauftragter der Ev. Landeskirchen beim MDR

 


Weitere Informationen:

Schriftgrösse
[A]
[A]
[A]
Link-Tipps