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Leben und Glauben

Kurzandacht

 

Gute Früchte

Es ist Sommer. Der beständige Wechsel aus Sonne und kräftigen Regenschauern hat schon jetzt viele leckere Früchte reifen lassen. Wer auf den Markt geht oder in den eigenen Garten, der findet köstliche Früchte. Erdbeeren, Kirschen, Aprikosen; Äpfel, Pflaumen und Brombeeren reifen in den nächsten Wochen nach. Es leuchtet in kräftigen Farben. Die Früchte duften und haben ein köstliches Aroma. Und fast scheint es, als spiegeln die Früchte  die Sonne wieder, die sie über die letzten Wochen getankt haben.

Die Bibel vergleicht den Menschen sehr oft mit einem Baum. Schon im Psalm 1 heißt es, wer auf Gott vertraut, der sei wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.
Die Früchte sind die Krönung für den Gärtner. Welcher Gartenfreund wird nicht gern gelobt für das, was er am Ende erntet. Dabei geht es nicht in erster Linie um große Mengen. Vielmehr ist es die Verschiedenartigkeit und Kostbarkeit der einzelnen Früchte.
So ist es wohl mit unseren Taten auch. Wer sich im Glauben von Gott getragen weiß, der tut Gutes. So wie es dem Baum eine Lust zu sein scheint, auffällige Früchte zu bringen, so müssen wir uns nicht verstecken mit dem Guten, das wir tun.
Im Epheserbrief heißt es:
Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. (Eph. 5, 9)

Gute Taten? Schon Freude haben daran, dass es dem anderen gut geht, kann ein gutes Werk sein. Für Gerechtigkeit sorgen, sich dem Ausgleich der Interessen und Ressourcen verpflichtet fühlen; die Wahrheit lieben und sich nicht mit Lügen und Selbstbetrug durchs Leben schleichen. Das sind Werte, die nicht immer den schnellen Erfolg versprechen, aber sie machen diese Welt lebenswert, und das Leben schön wie in einem üppigen Garten.

Wenn es auch nicht gleich der Garten Eden ist -  Aber in Gottes Schöpfung gute Früchte bringen, das bleibt nicht den Bäumen vorbehalten. Wir Menschen sind Gottes gute Pflanzung, und er freut sich über jede Frucht, wie ein Gärtner im Sommer.

 

Pfarrer Holger Treutmann, Dresden
Rundfunkbeauftragter der Ev.-Lutherischen Landeskirche Sachsens
und
Senderbeauftragter der Evangelischen Kirchen beim MDR

 


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