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Leben und Glauben

Kontemplation

Eine Meditation, die sich vom Gegenstand löst wird zur Kontemplation. In der christlichen Mystik werden Erfahrungen beschrieben, in denen ein inneres Schauen und Betrachten des Wortes Gottes übergeht in ein gegenstandsloses Sichaussetzen dem Wirken des Geistes Gottes. Wenn Jesus von „einer Stunde Wachen und Beten“ spricht, so ist damit das hellwache Da-Sein in der Gegenwart Gottes gemeint. „Als mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde, da hatte ich immer weniger und weniger zu sagen. Zuletzt wurde ich ganz still. Ich wurde, was womöglich ein größerer Gegensatz zum Reden ist, ich wurde ein Hörer. Ich meinte erst, Beten sei Reden. Ich lernte aber, dass Beten nicht nur Schweigen ist, sondern Hören. So ist es: Beten heißt nicht, sich selbst reden hören, beten heißt still werden und still sein und warten, bis der Betende Gott hört“ (Sören Kierkegaard) In diesem Sinne kann christliches Beten übergehen in gegenstandlose Meditation. Eine lange Tradition vor allem in der Ostkirche hat in dieser Hinsicht das Jesusgebet oder Herzensgebet.

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