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Leben und Glauben

Aktionsjahr für Demokratie - gegen Rechtsextremismus

Aktuelles / Termine

Fachtag zum Abschluss des Aktionsjahres der Ev-Luth. Landeskirche Sachsens in Chemnitz
1. Februar 2010 [ Nachschau ] 

Gründung der „Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche gegen Rechtsextremismus – für Demokratie“
12. Februar 2010 – DRESDEN [ Nachschau

Gedenken 13. Februar 2010 in Dresden 
13. Februar 2010 - DRESDEN [ Nachschau ]


Informationen zum Aktionsjahr

Am 1. Februar 2009 wurde das Aktionsjahr unter dem Thema „Nächstenliebe verlangt Klarheit. Kirche in Sachsen für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“ eröffnet.  Seither begleiteten zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen das Jahr.  Das Aktionsjahr wurde mit einem Fachtag  zum Thema  „Nächstenliebe – Polizei – Gesellschaft. Wie viel Zivilcourage braucht die Gesellschaft?“ am 1. Februar 2010 in Chemnitz beendet.

Pfarrer Karl-Heinz Maischner
Pfarrer Karl-Heinz Maischner (li) zur Eröffnung des Aktionsjahres

Mit einem Gottesdienst am 1. Februar in der Colditzer St. Egidienkirche eröffnete die sächsische Landeskirche ein Aktionsjahr unter dem Thema „Nächstenliebe verlangt Klarheit. Kirche in Sachsen für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“. Nach dem Eröffnungsgottesdienst schloss sich ein Gang zur jüdischen Gedenkstätte an. Hier sang Landesrabbiner Dr. Salomon Almekias-Siegl wie zuvor im Gottesdienst einen alttestamentlichen Psalm.

Im Aktionsjahr werden zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen stattfinden, so u.a. ein geplanter Werkstatttag am 1. April in der Evangelischen Akademie Meißen zu „Zivilcourage für Demokratie im Heimatort“.

Die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens hatte in einer Erklärung zur Beteiligung der Kirchgemeinden an der Aktion aufgerufen und sie bekräftigte erneut auf der Grundlage des biblischen Zeugnisses, dass Rechtsextremismus und christlicher Glaube unvereinbar sei. Die Demokratie böte „eine gute Grundlage, durch Beteiligung vieler das Gemeinwohl zu fördern und Konflikte demokratisch auszutragen“. So müsse gegen das unbewusste oder absichtliche Eindringen von rechtsextremem Gedankengut Grenzen gesetzt, menschenverachtenden Vorurteilen widersprochen und Solidarität mit Opfern von rechtsextremen Handlungen geübt werden.

Handreichung
Handreichung: Nächstenliebe verlangt Klarheit

Die Kirchenleitung verwies zudem auf die durch das Landeskirchenamt herausgegebene Broschüre „Nächstenliebe verlangt Klarheit. Kirche in Sachsen für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“ und ruft die Kirchgemeinden dazu auf, die dortigen Handlungsempfehlungen aufzugreifen.

Die Kirchenleitung regte ebenfalls an, mit ökumenischen Friedensgebeten am 1. September des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges zu erinnern, von denen Impulse zu Frieden und Versöhnung ausgehen sollen.
Gerade die Erinnerung an die friedliche Revolution und die Demonstrationen für Freiheit und Demokratie im Herbst 1989 solle in diesem Jahr eine Aufforderung zum notwendigen demokratischen Engagement sein, die freiheitliche Demokratie zu gestalten. „Um Gottes und der Menschen willen sind wir gemeinsam zum Handeln gefordert“, so die Kirchenleitung.

Bild: Brillenputztuch

Zum Abschluss der Frühjahrstagung der Ev.-Luth. Landessynode Sachsens wurde am 26. April ein Aufruf zur Wahlbeteiligung veröffentlicht. In dieser Erklärung riefen die Mitglieder der Landessynode die Gemeindeglieder sowie „alle Bürgerinnen und Bürger“ auf, in diesem Jahr von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und mit ihrer Stimme diejenigen Parteien und Kandidaten zu stärken, die für die Menschenrechte und die freiheitlich demokratische Grundordnung stehen. „Rechtsextreme Parteien wie die NPD sind für Christen nicht wählbar“, heißt es in dem Papier.  
Rechtzeitig zur Verabschiedung des Textes wurde ein weißes Brillenputztuch mit der Aufschrift „Nächstenliebe verlangt Klarheit – Kirche in Sachsen für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“ fertig gestellt, das noch den Mitgliedern der Landessynode überreicht werden konnte.
Das Brillenputztuch ist ein Beitrag der Arbeitsgemeinschaft Rechtsextremismus für das Aktionsjahr. Es ist über die Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen - - Landesstelle -, Barlachstraße 3, 01219 Dresden. Tel. 0351 / 471 72 95; Fax 0351 / 472 09 32. E-mail: landesstelle@eeb-sachsen.de. Darüber hinaus soll es bei verschiedentlichen Anlässen Verbreitung finden.

10. November 2009

AG Kirche gegen Rechtsextremismus mit dem SÄCHSISCHEN FÖRDERPREIS FÜR DEMOKRATIE ausgezeichnet

Bild: AG-Vertreter in der Unterkirche Frauenkirche ( Foto ©Andy Weinhold)

Im Rahmen des Festaktes am 9. November 2009 zur Verleihung des „Sächsischen Förderpreises für Demokratie“ in der Unterkirche der Dresdner Frauenkirche wurde auch die „AG Kirche gegen Rechtsextremismus“ ausgezeichnet.
Neben Handreichungen, Bildungsveranstaltungen, Arbeitsmaterialien hat die AG das Aktionsjahr „Nächstenliebe verlangt Klarheit“ der Ev. Luth. Landeskirche Sachsens initiiert. Begleitet wird diese Aktion unter anderem von „eher unkonventionellen Mitteln wie einem passenden Brillenputztuch“, so der Laudator Pfarrer Sebastian Feydt, Geschäftsführer der Stiftung Dresdner Frauenkirche und Jurymitglied.

Stellvertretend nahmen Karla Groschwitz, Synodale der Evangelischen Kirche in Deutschland und Karl-Heinz Maischner, Vorsitzender der AG den Preis entgegen. „Die Auszeichnung freut uns. Und sie ermutigt uns in unserem Handeln nicht nachzulassen“, so Pfarrer Maischner. Die AG steckt bereits mitten in den Vorbereitungen der nächsten größeren Veranstaltungen. So wird in Chemnitz am 1. Februar 2010 das Aktionsjahr „Nächstenliebe verlangt Klarheit“ mit einer Bildungsveranstaltung in Kooperation mit der Sächsischen Polizei abgeschlossen. Und für den 22. April 2010 lädt die AG in die Evangelische Akademie Meißen zu einem Praxistag ein.


01. Februar 2010

Fachtagung beschliesst Aktionsjahr

Das mit einem Friedensgebet in der Colditzer St. Egidienkirche am 1. Februar letzten Jahres begonnene „Aktionsjahr für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“ wurde  am 1. Februar 2010 mit einem Fachtag und einem Abschlussgottesdienst in Chemnitz beendet. Der Fachtag stand unter dem Thema: „Nächstenliebe – Polizei – Gesellschaft. Wie viel Zivilcourage braucht die Demokratie?“ Landesbischof Jochen Bohl würdigte in seiner Predigt den Dienst der Polizisten und Polizeiseelsorger. Die Aufgabe der Polizei sei „im Verständnis unserer Kirche notwendig und unentbehrlich“, sagte er.

Weitere Informationen:


 


03. März 2009

Projektförderung für Menschenwürde und Toleranz

Bild: Informationsfaltblatt über das Projekt 2009
Informationsfaltblatt zum Projekt

Zum zweiten Mal rufen die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens, das Diakonische Werk und das Missionswerk Leipzig auf zu Aktivitäten und Projekten für Menschenwürde und Toleranz – gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. „Damit wollen wir Christinnen und Christen zu einem guten Zusammenleben mit Ausländern in unserer Gesellschaft beitragen“, wirbt Oberlandeskirchenrat Dr. Christoph Münchow seitens der Landeskirche für die diesjährige Aktion. Dieser Aufruf sei auch ein Teil der praktischen Umsetzung der Anliegen im Aktionsjahr 2009 der sächsischen Landeskirche „Nächstenliebe verlangt Klarheit. Kirche in Sachsen für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“.

Wie im letzten Jahr, werden Jugendgruppen, Schulklassen, Gemeindekreise und Seniorenkreise ermuntert, die kulturelle Vielfalt in den sächsischen Kirchgemeinden und in ihrem kommunalen Umfeld aufzuspüren. Die Einsendetermine für die Projektanträge sind der 1. Mai und der 1. Juli 2009. Nach Auswahl durch eine siebenköpfige Jury können Projekte bis zu 400 Euro unterstützt werden. Besondere Berücksichtigung sollen Bemühungen finden, die in das Umfeld der Gemeinde hinauswirken und möglichst viele mit einbeziehen.


 Meldungen / Berichte:

Weitere Informationen:

Gedenken 13. Februar 2010 in Dresden
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