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Leben und Glauben

Das Jahr der Taufe 2011


Bild: Logo "Gottesgeschenk" zum Jahr der  Taufe 2011


„Jahr der Taufe 2011“ in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens

In den Gottesdiensten am Neujahrstag wurde in den Kirchgemeinden der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens das „Jahr der Taufe 2011“ eröffnet. Neben dem 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden vom 1. bis 5. Juni 2011 wird das Jahr der Taufe ein Schwerpunkt der Aktivitäten in den Kirchgemeinden und Regionen der Landeskirche sein.
Landesbischof Jochen Bohl hofft, dass „die Taufe als christliches Zeugnis und Hoffnungszeichen stärker in den Blick kommt und Menschen angesprochen werden, das Gottesgeschenk anzunehmen. Ganz gleich, ob als Erwachsene über Glaubenskurse oder als getaufte Gemeindeglieder im Hinblick auf die eigenen Kinder oder Enkel.“

Taufvorbereitung - Foto: Oettel

Auf der letzten Herbsttagung der Landessynode wurde in Vorbereitung auf das Jahr der Taufe ein Bericht der Kirchenleitung „Zur Taufe einladen“ veröffentlicht, der die über das Jahr verteilten zentralen Aufgaben und Vorhaben der Landeskirche benennt. Ein Schwerpunkt soll sein, dass nicht nur kirchliche Mitarbeiter, sondern auch Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen sowie getaufte Gemeindeglieder mit anderen über die Taufe ins Gespräch kommen und zur Taufe einladen. Es ist zugleich als Einladung an Suchende gedacht, sich über den christlichen Glauben und die Taufe zu informieren. Ein weiteres Anliegen für das Jahr der Taufe ist, dass Getaufte sich zur Vertiefung des Glaubens auf ihre eigene Taufe besinnen und so Vergewisserung erfahren.

So wird Landesbischof Jochen Bohl den sächsischen Frühjahrsbußtag am Aschermittwoch (9. März 2011) zum Anlass nehmen, den von ihm ausgewählten Predigttext in den Zusammenhang von Taufe, Lebenswende, Buße und Neuausrichtung des Lebens zu stellen, der in Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen im Mittelpunkt stehen wird.

Für den Sonntag nach Ostern, am 1. Mai, ist in allen Gemeinden ein Taufgedächtnis für die gesamte Gemeinde vorgesehen. Damit soll das in vielen Gemeinden übliche Taufgedächtnis für Kinder im Alter zwischen der Taufe und der Konfirmation für die gesamte Gemeinde gefeiert werden. Viele Christinnen und Christen wünschen sich eine Taufvergewisserung, die mit diesem Gottesdienst verbunden sein wird.

Für den 9. Oktober ist geplant, dass einzelne Gemeinden oder Regionen für ein Tauffest einladen. Die Kirchgemeinden sind aufgefordert, die evangelischen Eltern noch nicht getaufter Kinder, besonders auch Alleinerziehende, zu besuchen und auf dieses Tauffest hinzuweisen und einzuladen. Dieser Taufsonntag wird mit einer Feier in der Gemeinde verbunden, da wirtschaftlich schwache Familien oder Alleinerziehende erfahrungsgemäß dankbar sind, wenn sie nicht selbst für den festlichen Rahmen der Tauffeier sorgen müssen. 

Bild: Taufmotiv  -- Foto: Oettel

Einen weiteren Schwerpunkt für das „Jahr der Taufe“ hat die sächsische Kirche mit dem Thema „Den Ort der Taufe feiern“ gestellt. In vielen Kirchen und Kapellen gibt es Taufsteine und Taufengel aus älterer Zeit oder moderne Taufsteine. Sie sind mit ihrem reichen Bildschmuck oder ihrer schlichten Ausgestaltung eine besondere Form der Taufverkündigung und der Taufvergewisserung. Bei dieser Aufgabe, sich den Sinngehalt dieser Darstellungen zu erschließen, werden die Kirchgemeinden vom Kunstdienst der sächsischen Landeskirche in Dresden unterstützt.
Ferner werden ökumenische Begegnungen im Jahr der Taufe angeregt, um sich mit römisch-katholischen, methodistischen und baptistischen Gemeindegliedern über das biblische Fundament und die Praxis der Taufe auszutauschen.

Im Jahr 2009 gab es in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens 6.963 Taufen. Die meisten Taufen erfolgten bis zum 3. Lebensjahr. Innerhalb des ersten Lebensjahres wurden 3.541 Kinder getauft. Erfreulich ist der Anstieg der Erwachsenentaufen, deren Zahl seit 1990 im Wesentlichen konstant geblieben ist. Allerdings ist die demographische Entwicklung im Freistaat Sachsen seit 1992 durch einen erheblichen Geburtenrückgang gekennzeichnet. Trotz der unmittelbaren Auswirkungen auch auf die Gesamtzahl der Taufen, blieb das Verhältnis zur Zahl der Geborenen konstant beziehungsweise liegt höher als vor 1990.

Die Kirchenvorstände und kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aufgefordert, intensiv die als Kinder Getauften mit Angeboten der Kirchgemeinde bis zum Konfirmandenunterricht und zur Konfirmation zu begleiten. Viele Angebote gibt es ja schon wie Krabbelgruppen für die Kleinsten, Zusammenarbeit mit Kindergärten zu Festen, musikalische Früherziehung, Familien- und Kindergottesdienst-Angebote sowie besondere gemeindepädagogische Akzente.

 

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