Kirche und Welt
- Beauftragte der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens
- Deutscher Evangelischer Kirchentag
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Vielfalt entdecken - Gemeinsam gestalten : Aufruf zu Aktivitäten und Projekten für Menschenwürde und Toleranz - Gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus - 20 Jahre Friedliche Revolution - 20 Jahre Ökumenische Versammlung

Christlicher Glaube und kirchliches Leben sind von ihrem Selbstverständnis keine Randerscheinung. Die Kirche ist Kirche für das Volk und eine Kirche in der Mitte der Gesellschaft. Sie ist an Brennpunkten des Lebens und bringt sich in die Lebensprozesse und Auseinandersetzungen aus christlicher Verantwortung mit ein.
Entgegen der Gefahr von Selbstgenügsamkeit geht es um die Einmischung des Glaubens, um Präsenz in der Krise, um Mittlerfunktion im Dialog unterschiedlicher Weltanschauungen und religiöser Tendenzen im gesellschaftlichen Kontext.
Um die Zukunftsinteressen von Menschen mit vertreten zu können und um christliche Lebensauffassungen in die Gestaltung der Gesellschaft einbringen zu können bedarf es einer aufmerksamen Begleitung politischer Entscheidungsprozesse durch die Kirche. Genau so wichtig ist die persönliche Bereitschaft von Christen zur Annahme politischer Mandate. Engagiertes Leben kann allerdings auch in Konflikte und damit in Gewissensentscheidungen führen. Darum bietet die Kirche Hilfe für Entscheidungsfindung und Klärung an und begleitet Menschen in friedensethischen und anderen Fragestellungen. Die, die als Ausländer oder Aussiedler zu uns kommen, erfahren kirchliche Unterstützung. Und die Kirche fördert den Dialog mit anderen Religionen.
- Kirche in der Mitte der Gesellschaft
Bericht der Kirchenleitung 1999


