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Advent in Sachsen

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Besinnung im Advent mit Musik, Adventsfeiern und Krippenausstellungen

Mit dem 1. Adventssonntag (2. Dezember) beginnt das neue Kirchenjahr. Die Adventszeit – lateinisch Ankunft – ist für Christen eine Zeit der Erwartung und der Vorbereitung auf die Ankunft Gottes auf Erden, die mit der Geburt Jesu zu Weihnachten gefeiert wird. In den Kirchgemeinden der sächsischen Landeskirche finden in dieser Zeit zahlreiche kirchenmusikalische Veranstaltungen statt. Am beliebtesten ist das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, das neben anderen Werken über 60 Mal zur Aufführung kommt.


Advent für Jugendliche, Kinder und Familien

Adventsfeiern für Kinder und Familien, Krippenausstellungen und die Sorge um hilfsbedürftige Menschen gehören auch in diese Zeit. In Sachsen ist die Adventszeit durch die besondere kirchenmusikalische Tradition bestimmt. Dazu gehören neben den vielen sächsischen Kantoreien auch die beiden berühmten Knabenchöre in Dresden und Leipzig. Der Dresdner Kreuzchor und die Leipziger Thomaner führen traditionell Bachs Weihnachtsoratorium auf und bieten Weihnachtsliederabende zum Mitsingen an. 

In Dresden wurde am 28. November um 15:00 Uhr der Striezelmarkt auf dem Altmarkt mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der Kreuzkirche eröffnet. 

Am Abend des 1. Dezember um 20:00 Uhr feiern in der Kreuzkirche die Evangelische Jugend in Dresden und die Mitarbeitenden des Stadtjugendpfarramtes ihren traditionellen Adventsjugendgottesdienst. 


BROT FÜR DIE WELT und sächsische Stollenpfennig-Initiative

Die große evangelische Spendenaktion BROT FÜR DIE WELT wird wie jedes Jahr am 1. Advent eröffnet. Für Sachsen startet die 60. Aktion von Brot für die Welt am 2. Dezember um 10:00 Uhr mit einem Gottesdienst in der St. Bartholomäuskirche im vogtländischen Treuen. Die Predigt hält Diakonie-Direktor Dietrich Bauer. 

Im Martin-Luther-Saal der dortigen Kirchgemeinde ist derzeit eine kleine Ausstellung mit Plakaten von Brot für die Welt aus sechs Jahrzehnten zu sehen. Die Motive zeigen, wie sich die Optik und Bildersprache von Plakaten über die Jahre verändert hat und welche unterschiedlichen Themen in die Öffentlichkeit gebracht wurden. 

Unterstützt wird die bundesweite Spendensammlung speziell in Sachsen durch die Initiative ‚Stollenpfennig‘ der Diakonie und des hiesigen Bäckerhandwerks, die mit 1.400 Sammelbüchsen in fast 560 Verkaufsstellen durchgeführt wird. Der offizielle Beginn dieser Spendensammlung fand in diesem Jahr am 29. November in der Rolle-Mühle in Waldkirchen/Erzgebirge, einem Ortsteil von Grünhainichen, statt. 2017 kamen zugunsten für Brot für die Welt knapp über 30.000 Euro zusätzlich durch die Stollenpfennigaktion zusammen.


Das 1. Adventswochenende mit zahlreichen Aktivitäten

In vielen Kirchgemeinden stimmen die Kirchenchöre am Sonnabend und Sonntag auf den Advent ein. Am Sonntagnachmittag gibt es häufig Adventsandachten und -vespern. Neben den Veranstaltungen in den Kirchen gibt es zahlreiche Initiativen, die kleine Adventsmärkte in Kirchennähe organisieren. Solche haben beispielsweise in einigen Leipziger Kirchgemeinden eine gute Tradition, indem sie in dieser Zeit ein alternatives, individuelles Angebot und einen Treffpunkt im Stadtteil darstellen. 

Besucher können an Verkaufsständen mit Advents- und Weihnachtsschmuck, Keramik, Textilem und fair Gehandeltem stöbern. Kulinarische Köstlichkeiten von Weihnachtsbäckerei, über Fettbemmen, Kesselgulasch, Pralinen, Kaffee, Glühwein und anderem mehr laden zum Verweilen in gemütlicher Atmosphäre ein. Darüber hinaus stehen Musik, die Einladung zum Mitsingen von Adventsliedern und Bastelangebote für Kinder auf dem Programm. 

Am Sonnabend, 1. Dezember, stimmen Kirchgemeinden auf die Adventszeit ein. So beginnt in Leipzig an der Apostelkirche Großzschocher ab 14:00 Uhr das Lichterfest mit Adventsmarkt vor der Kirche. Es gibt Advents- und Weihnachtsbasteleien, süße Naschereien, Bratwurst und Glühwein. Der Erlös kommt der Erneuerung des Kirchendaches und der Glockenjoche in der Apostelkirche, dem Geläut der Hoffnungskirche, kirchenmusikalischen Zwecken und dem Mehrgenerationenhof zugute.

Auch am Sonntag, 1. Advent, ist der Markt vor der Kirche ab 14:00 Uhr geöffnet.14:30 Uhr wird der Miltitzer Weihnachtsmarkt mit einem Adventsliedersingen in der Kirche Miltitz eröffnet. Zur gleichen Zeit beginnt ein adventlicher Bastelnachmittag für Jung und Alt im Gemeindehaus Kleinzschocher (Windorfer Str. 45a). Um 15:00 Uhr öffnet der Adventsmarkt an der Versöhnungskirche Gohlis. Besucher erwarten hier Kaffee und Kuchen, Eselreiten, eine Tischlerwerkstatt für Kinder, Spiel- und Bastelangebote und vieles andere mehr.

Ebenfalls dem Kennenlernen und der Gemeinschaft dienen vielerorts die „Lebendigen Adventskalender“. Dabei öffnet sich jeweils für einen Adventsabend ein „Türchen“ zu Häusern und Wohnungen, wo Menschen zum Liedersingen, Geschichtenhören und zum Bewundern von Advents- und Weihnachtsschmuck zusammenkommen. Die Stationen durch den Adventskalender hängen in den Kirchgemeinden aus.

Zum traditionellen Sternaufzug wird am Vorabend des ersten Advents um 18:00 Uhr an die Fahrradkirche Markkleeberg-Zöbigker (Dorfstr. 2) eingeladen. Zur gleichen Zeit erklingt am Sonnabend in der Dresdner Frauenkirche Adventliche Festmusik als traditionelles Adventskonzert des ZDF mit Daniel Hope, Violine; Hannah-Elisabeth Müller, Sopran unter musikalischer Leitung von Lorenzo Viotti und der Staatskapelle Dresden. 

Die Weihnachtspyramide ist vor allem im Erzgebirge ein Symbol für die Weihnachtszeit. Traditionell werden am Anfang der Adventszeit in den einzelnen Orten die im Freien stehenden Pyramiden feierlich angeschoben. 

In Chemnitz öffnet am 30. November die Krippenausstellung in der Stadt- und Marktkirche St. Jakobi und das Evangelische Forum und die Stadtbibliothek Chemnitz laden ab dem 29. November zum 12. LESEADVENT ein. An vier Donnerstagen lesen in der Stadtbibliothek (DAStietz, Moritzstraße 7) jeweils um 17:00 Uhr Chemnitzer Persönlichkeiten weihnachtliche Texte und sind mit den Moderatoren Pfarrerin Dorothee Lücke oder Pfarrer Stephan Brenner im Gespräch. Den Auftakt bildet in diesem Jahr René Schmidt, Dramaturg für Schauspiel und Figurentheater am Theater Chemnitz. 

1. Adventssonntag (2. Dezember)

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing wird im Festgottesdienst am 1. Advent um 9:30 Uhr aus Anlass des 150. Kirchweihjubiläums im erzgebirgischen Eibenstock predigen. Der MDR-Hörfunkgottesdienst wird aus der Dresdner Dreikönigskirche übertragen. Neben den Liturgen Pfarrerin Frauke Fähndrich und Pfarrer im Ehrenamt Christian Kollmar gestaltet die Hochschule für Kirchenmusik den Gottesdienst musikalisch. Der Gottesdienst reflektiert den Adventsanfang: Das Kirchenjahr wird wieder neu. Wie verbindet sich Altes mit Neuem; Tradition und Erneuerung? Wie kann dazu die neue „Ordnung der gottesdienstlichen Texte und Lieder“ eine Hilfe sein? Nicht nur in diesem Gottesdienst wird die Einführung der neuen Perikopenordnung thematisiert, sondern in allen Gemeinden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). 

Eine Neufassung der Lese- und Predigttextordnung (Perikopenordnung) wurde auch in Sachsen beraten und beschlossen, die in den Kirchgemeinden der Landeskirche am 1. Advent eingeführt wird. In den Perikopen und deren Veränderung zeigen sich das Bibel- und Gottesdienstverständnis, das Gottesbild sowie die persönliche Verbindung zwischen Glaube und gegenwärtiger Welterfahrung. Parallel zur Perikopenordnung wird das auf ihr gründende Lektionar ebenfalls im Gottesdienst zum 1. Advent in Gebrauch genommen. 

Neben diesen Festgottesdiensten am Vormittag und zahlreichen Konzerten am Nachmittag und Abend, bietet die Dresdner Kirchgemeinde Frieden und Hoffnung um 16:00 Uhr einen Zirkusgottesdienst zum 1. Advent für Groß und Klein in der Hoffnungskirche an. Die Artistinnen des Zirkuskreises der Kirchgemeinde Annen-Matthäus zeigen funkelnde Kunststücke und lassen so Kinderaugen erstrahlen und Gottes Liebe in der Welt aufleuchten. Mitgestaltet wird der Zirkusgottesdienst von der Dresdner Zirkuspädagogin Theresa Rossenbach. 

2. Adventssonntag (9. Dezember)

Am 2. Adventswochenende öffnen der traditionelle Panitzscher Nikolausmarkt auf dem Pfarrhof der Kirche in Panitzsch bei Leipzig sowie ein Weihnachtsmarkt in Markranstädt. An diesem Wochenende setzen sich die Aufführungen beispielsweise des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach fort. So gibt es Aufführungen in Freiberg, Leipzig und Wurzen. Diese Aufführungen sowie weitere Konzerte prägen die Woche zwischen den Adventssonntagen.
In Dresden lädt der Faire Weihnachtsmarkt mit regionalen, fair gehandelten und nachhaltigen Angeboten am 8. und 9. Dezember wieder in die Dreikönigskirche ein. Die Besucher erwartet ein buntes Marktreiben mit regionalen Händlern und ausgefallenen Geschenkideen. Der bunte Weihnachtsmarkt öffnet zum sechsten Mal seine Pforten. Kinder sind zur Märchenstunde und zu Bastelangeboten eingeladen. In gemütlicher Atmosphäre mit weihnachtlicher Live-Musik wird auch für das leibliche Wohl gesorgt. 

Der Dresdner ‚Neustädter Adventskalender‘ ist wieder im Handel, der nach 21 Jahren mittlerweile „Kultstatus“ für Liebhaber hat. Unter dem Motto „Lieder im Advent“ singt und klingt es auf dem Kalender mit Posaunen und Trompeten durch die Neustadt und über die Elbe. Juliane Hackbeil hat ihn wieder liebevoll und ideenreich gestaltet.

Zur Stammbesetzung gehören wiederum die Heilige Familie, die Schäfer mit ihren Schafen, die Engel und Heiligen Drei Könige, die dieses Jahr sogar mit Elefant unterwegs sind. Natürlich sind auch die filigran gezeichneten Läden, Kirchen und Kultureinrichtungen der Dresdner Neustadt wieder zahlreich vertreten und fangen das bunte Flair des Stadtviertels ein. 

Am 2. Adventssonntag wird Landesbischof Dr. Rentzing um 10:00 Uhr in der Leipziger Nikolaikirche predigen und dann zur Einführung des neuen Diakonie-Direktors, Oberkirchenrat Dietrich Bauer, zurück nach Dresden fahren. Um 14:30 Uhr beginnt der Gottesdienst in der Dreikönigskirche mit anschließendem Stehempfang für die Festgäste im Foyer.
Über die verbleibende Adventszeit bis zur Weihnachtlichen Vesper vor der Dresdner Frauenkirche am 23. Dezember und den Christvespern am 24. Dezember, werden noch zahlreiche musikalische Werke europäischer Chor- und Instrumentalmusik mit Blick auf Weihnachten aufgeführt, aber auch Adventsfeiern in den Kirchgemeinden organisiert sowie Veranstaltungen für Menschen, die alleine sind oder denen es körperlich und seelisch schlecht geht.   

Adventsaktion „Türen auf!“

Bis zum 6. Januar 2019 (Epiphanias) sind Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen, insbesondere evangelische Kindertagesstätten, aufgerufen, sich mit kreativen Ideen an der Aktion der Adventsaktion „Türen auf!“ zu beteiligen. Der Spendenaufruf der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland sowie des Leipziger Missionswerkes kommt drei konkreten Projekten für junge Menschen mit Behinderung in Tansania zugute. 

In den evangelischen Landeskirchen in Mitteldeutschland gibt es partnerschaftliche Beziehungen zu drei sozial-diakonischen Einrichtungen in dem ostafrikanischen Land. engagiert.evlks.de/mitteilungen/adventsaktion-2018/ 

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