Aktuelles

Advent in Sachsen

Bereich

Zeit der Erwartung und Besinnung

Mit dem 1. Adventssonntag am 3. Dezember begann auch in Sachsen die Adventszeit. Zugleich ist der 1. Advent der Beginn des neuen Kirchenjahres. Die Adventszeit – die auf das lateinische Wort „adventus“, deutsch „Ankunft“, zurückgeht – ist für Christen eine Zeit der Erwartung und Besinnung auf die Ankunft Gottes auf Erden, die mit der Geburt Christi zu Weihnachten gefeiert wird.

Gottesdienste und Konzerte

In den Gemeinden der sächsischen Landeskirche finden in dieser Zeit zahlreiche festliche Gottesdienste und Konzerte statt. Traditionell gehört dazu das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, was allein in sächsischen Kirchen über sechzig Mal zur Aufführung kommt. In sechs Kantaten wird die Geschichte der Geburt Jesu erzählt. Das Weihnachtsoratorium mit Chor, Solisten und Orchester ist in vielen Kirchgemeinden ein musikalischer Höhepunkt, zu dem die Kirchen gut besucht sind.


Weihnachtsmärkte und Brauchtum

In vielen sächsischen Orten wurden in dieser Woche die Weihnachtsmärkte eröffnet. Im Erzgebirge wurden die Weihnachtspyramiden auf den Marktplätzen feierlich angeschoben. Das sächsische Brauchtum der Herrnhuter Sterne, Schwibbögen und Weihnachtsengel erfreut sich großer Beliebtheit.

In Stadtteilen und Orten gibt es um die Kirchen herum kleine Adventsmärkte, die von Initiativen vor Ort organisiert und durch die Kirchgemeinden unterstützt werden.

Adventsfeiern in den Gemeinden

Die Tradition der „Lebendigen Adventskalender“, bei der Häuser und Geschäfte ihre Türen für Besucher öffnen, führt in vielen Orten zu geöffneten Kirchen- oder Gemeindehaustüren. Die Kirchgemeinden laden zu Adventsfeiern für Kinder und Familien, Krippenausstellungen und Adventsmusiken ein.


Sorge um hilfsbedürftige Menschen

Auch die Sorge um hilfsbedürftige Menschen gehört zum Advent dazu. So werden oft ältere und kranke Gemeindemitglieder besucht und mit kleinen Geschenken bedacht, Kurrenden, Flötengruppen und Posaunenchöre musizieren in Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern.

Spendenaktion BROT FÜR DIE WELT

Die große evangelische Spendenaktion BROT FÜR DIE WELT wurde wie jedes Jahr am 1. Advent eröffnet. Für Sachsen startete die 59. Aktion am 3. Dezember mit einem Gottesdienst im westsächsischen Werdau unter dem Motto „Wasser für alle!“. Fast 700 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jeder dritte Mensch lebt ohne sanitäre Einrichtungen. BROT FÜR DIE WELT will mit den Spenden Projekte zum Bau von Brunnen und Toiletten sowie Bewässerungssystemen vor allem in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft unterstützen.

Initiative 'Stollenpfennig' der Diakonie

Unterstützt wird die bundesweite Spendensammlung speziell in Sachsen durch die Initiative ‚Stollenpfennig‘ der Diakonie und des hiesigen Bäckerhandwerks, die mit 1.500 Sammelbüchsen in fast 600 Verkaufsstellen durchgeführt wird. Der offizielle Beginn dieser Spendensammlung fand in diesem Jahr am 30. November in der Pfefferküchlerei Löschner in Pulsnitz statt. Im letzten Jahr wurden mit den Sammeldosen für das Hilfswerk Brot für die Welt 32.710,14 Euro gesammelt.

Teilen Sie diese Seite