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Abschied von Weihnachten


29. Januar 2020

„Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel hin und deinen Namen preisen…“ (Psalm 138,2)

DRESDEN – Mit Lichtmess (Tag der Darstellung Jesu im Tempel) am 2. Februar endet die Weihnachtszeit in diesem Jahr am letzten Sonntag nach Epiphanias. Dieser kirchliche Feiertag entstand im vierten Jahrhundert in Jerusalem als Nebenfest von Christi Geburt.  

Gottesdienste, aber auch Konzerte und andere Veranstaltungen stehen am kommenden Wochenende noch unter dem Stern, der danach wieder ausgemacht und abgenommen wird. Im Erzgebirge erlöschen in der Öffentlichkeit die Schwibbögen, die Pyramiden werden am 2. Februar um 18:00 Uhr angehalten. Hier markiert traditionell Lichtmess den Übergang der Winter- und Weihnachtszeit in die Vorfastenzeit. 

Am Sonnabend, 1. Februar, vor Mariä Lichtmess, lädt die Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit dem Sächsischen Lutherweg zum 2. Leipziger Winterpilgern auf der Via imperii und dem Lutherweg von Leipzig nach Markkleeberg ein. Treffpunkt und Andacht ist um 9:00 Uhr in der katholischen Propsteikirche St. Trinitatis in Leipzig. Die Strecke von 15 Kilometern endet gegen 15:00 Uhr in Fahrradkirche Zöbigker in Markkleeberg. 

In Dresden umrahmen in der Kreuzkirche am Sonnabend um 17:00 Uhr die Männerstimmen des Dresdner Kreuzchors die traditionelle Vesper. Das besondere Klangerlebnis bietet sich den Besuchern anlässlich des Festes der Darstellung des Herrn. Es erklingen die Messe für drei Stimmen von William Byrd; „Ich bin jung gewesen“ für zwei Bässe und Basso continuo und „Bringt her dem Herren“ für eine Stimme und Basso continuo von Heinrich Schütz; das „Adoramus te, Christe“ aus Magnum opus musicum.  

Um 19:30 Uhr gibt es am Sonnabend im erzgebirgischen Cranzahl ein festliches Konzert zum Ausklang der Weihnachtszeit. In der Himmelfahrtskirche erklingen u.a. von Ignaz Reimann die Christkindlmesse und von Johann Christoph Pez das Concerto Pastorale mit Kantoreien am Fichtelberg, Bärenstein, Cranzahl und dem Sehmataler Kantatenchor.

Am Sonntag, 2. Februar, trifft man sich zum Weihnachtsausklang in der Trinitatiskirche Zwönitz um 15:00 Uhr zur Mettenschicht mit dem „Erzbebirgschen Stollnblech“. Es erklingen ein letztes Mal weihnachtliche Weisen und Lieder zusammen mit dem Bläserchor. Eigentlich ist das „Erzgebirgsche Stollnblech“ unter Tage aktiv. Um 18:00 Uhr erklingt der Ruf des Bürgermeisters: „Licht aus!“ In Olbernhau wird auf dem Markt ähnlich verfahren. 

Im vogtländischen Auerbach erklingt um 18:00 Uhr in der St. Laurentiuskirche ein Vespergottesdienst mit einer Choralschola gregorianischer Gesang. Zuvor wird in Rittersgrün die Ortspyramide angehalten. Dazu spielt der Posaunenchor der Kirchgemeinde.

Spätnachmittags wird zu Gottesdiensten und Lichtmessandachten eingeladen: So in die St. Katharinenkirche in Annaberg-Buchholz um 17:00 Uhr mit Krippenausschließung, in der Bethlehemkirche in Dresden-Tolkewitz mit virtuoser Flötenmusik von Bach, Telemann und weiteren Komponisten zu einem Musikalischen Abendgottesdienst und zu einem Orgelkonzert in der Stadtkirche Radeberg.

Mit einer musikalischen Vesper wird am 2. Februar ebenfalls um 17:00 Uhr in der Peter-Paul-Kirche Reichenbach die Weihnachtszeit ausklingen. Ein letztes Mal  erstrahlt die Kirche im Weihnachtsschmuck, Kerzen, Herrenhuter Stern, Pyramide und Weihnachtsbaum.  Der Reichenbacher Vocalkreis wird noch einmal aus seinem Weihnachtsprogramm „Himmelslieder“ musizieren. Es erklingen Benjamin Brittens „Ceremony of Carols“ zusammen mit Harfenistin Christiane Werner aus Hannover sowie Motteten von Franics Poulenc und Morten Lauridsen. Ebenso sind alle zum gemeinsamen Mitsingen eingeladen. Nach einer Meditation und geistlichem Wort ziehen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer Kerzenprozession aus der Kirche, symbolisch tragen sie Gottes Licht in die Welt.

Um 18:00 Uhr wird in der Weinbergskirche in Dresden-Trachenberge eine Evangelische Messe gefeiert. 

"Das Fest der „Darstellung des Herrn” wird vierzig Tage nach Weihnachten als Abschluss der weihnachtlichen Feste gefeiert. Der früher gebräuchliche Name Mariä „Purificatio”, „Reinigung”, erinnert an den jüdischen Brauch, auf den sich das Fest bezieht: Nach den Vorschriften des Alten Testaments galt die Mutter vierzig Tage nach der Geburt eines Sohnes als unrein. Die Frau musste ein Reinigungsopfer darbringen… Sie pilgerte also zu ihrer „Reinigung” in den Tempel nach Jerusalem und Jesus kam erstmals in die Stadt. Da Jesus der erste Sohn war, galt er als Eigentum Gottes und musste von den Eltern zuerst ausgelöst werden: er wurde zum Priester gebracht und vor Gott „dargestellt”. Als die Eltern zu diesem Zweck in den Tempel kamen, begegneten sie dem betagten Simeon und der Prophetin Hanna, die erkannten, dass Jesus kein gewöhnliches Kind ist und ihn als den Erlöser Israels priesen (Lukasevangelium 2, 21 - 40)." (Q: Ökumenisches Heiligenlexikon)

Spätgotischer Flügelaltar (1518) der evangelischen Dorfkirche im sächsischen Seifersdorf. Das Bild in der Wandlung zeigt Jesu Beschneidung (Darbringung). Josef hat zwei Tauben als Gabe mitgebracht.

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