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Abschluss-Bergparade in Annaberg-Buchholz


19. Dezember 2019

Bergmannstradition im Zeichen des UNESCO-Welterbes

ANNABERG-BUCHHOLZ – Die weihnachtlichen Bergparaden in Sachsen finden am 22. Dezember ihren Höhepunkt in Annaberg-Buchholz. Auftakt war eine Parade der sächsischen Berg- und Knappschaften in Chemnitz, der weitere Bergaufzüge in anderen Städten des Erzgebirges folgten.  

Das Finale im "Bergjahr" bildet traditionell die Abschlussbergparade des Sächsische Landesverband im Bund deutscher Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V.am vierten Adventssonntag ab 13:30 Uhr in Annaberg-Buchholz. Mit rund 1.200 Teilnehmern ist sie in diesem Jahr die größte Bergparade Deutschlands.  

Neben zahlreichen sächsischen Bergmannsvereinen beteiligen sich Gastvereine aus anderen deutschen Bergbauregionen, u.a. aus Hessen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg sowie aus der Tschechischen Republik. Den glanzvollen Schlusspunkt setzt das große Bergkonzert um 14:30 Uhr an der berühmten Annenkirche.  

Es wird diesmal von zehn Bergkapellen und etwa 320 Bergmusikern musikalisch ausgestaltet. Der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, Vertreter der sächsischen Landesregierung und des Oberbergamtes Freiberg werden ebenfalls der Bergparade in Annaberg-Buchholz ihre Reverenz erweisen. 

Zehntausende Gäste erleben in jedem Jahr dieses Glanzlicht bergbaulicher Brauchtumspflege, die Bergmannsvereine in den großen sächsischen Bergstädten entlang der berühmten "Silberstraße" ausrichten. So beispielsweise in Zwickau, Schneeberg, Schwarzenberg, Marienberg und Freiberg sowie anderer Bergbauorte mit dem prächtigen Berghabit.  

Vor 300 Jahren, im Jahr 1719 fand vor den Augen Augusts des Starken die berühmte Bergparade erzgebirgischer Bergleute im Plauenschen Grund statt. Am 6. Juli 2019 wurde die "Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří" in das Verzeichnis des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Insgesamt 22 Bestandteile zeigen beispielhaft die weltweite Bedeutung der montanen Tradition im Erzgebirge.  

Darin enthalten auch die Kirchen der Montanlandschaft Annaberg-Frohnau: Die St. Annenkirche birgt mit dem berühmten Bergaltar von Hans Hesse (1521) die früheste Darstellung der Technologie des Silberbergbaus in Sachsen.  Die Bergkirche St. Marien im Annaberger Stadtzentrum ist die einzige knappschaftliche Sonderkirche Sachsens. Von 1502 bis 1511 wurde ihr Bau ausschließlich mit Geldern der Bergknappschaft finanziert. Bis ins 19. Jahrhundert bezahlte die Knappschaft ihre Bergprediger selbst. Heute beherbergt die Kirche das berühmte Holzkunstwerk "Bergmännische Krippe" mit 32 meisterhaft geschnitzten Großfiguren. 

Das MDR-Fernsehen nimmt die Bergparade am 22. Dezember 2019 in Annaberg-Buchholz von 16:00 bis 17:20 Uhr zum Anlass für die große Fernsehsendung "Adventszauber - Bergparaden und Lichterglanz im Erzgebirge". 

Bergmusikkorps Annaberg-Buchholz auf dem Weg nach St. Annen

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