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Abschluss der Landeskirchenmusiktage


27. Oktober 2019

Besondere Konzerte, profilierte Gäste, praxisnahe Seminare

DRESDEN - Mit einem beeindruckenden Fest- und Sakramentsgottesdienst am Sonntag, 27. Oktober, in der Dresdner Kreuzkirche gingen die fünftägigen Landeskirchenmusiktage 2019 zu Ende. In dem reich an kirchenmusikalischer Begleitung gestalteten Gottesdienst erklangen Lieder und Musik in Kompositionen und Bearbeitungen ehemaliger Rektoren (Christoph Albrecht, Wolfram Zöllner) der Kirchenmusikschule/Hochschule für Kirchenmusik Dresden sowie von Dozenten wie Herbert Gadsch, Matthias Drude, Marcus Steven und Komponisten aus Vergangenheit und Gegenwart.  Zu hören waren auch Teile aus der Messe 2018 von Michael Schütz. Ein großer Chor aus Sängerinnen und Sänger der beiden Dresdner Kirchenbezirke setzten von der vollbesetzten Empore unterhalb der Orgel das klangliche Fundament im zweistündigen Gottesdienst. Begleitet und ergänzt wurde er durch Kreuzorganist Holger Gehring an der Jehmlich-Orgel und einem Posaunenchor. 

Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel predigte über das Heilungswunder am Teich von Betesda, wo Jesus einen Lahmen gesund machte, der nach 38 Jahren nicht die Kraft hatte, einen Platz in dem Teich zu bekommen. Immer, wenn ein Engel Gottes das Wasser mit seinen Flügeln berührte ging eine Heilwirkung aus. Durch Jesus konnte der zuvor Gebrechliche unabhängig davon aufstehen und ging in den Tempel. Dr. Daniel erläuterte, dass die Zeitangebe nicht zufällig sei, denn 38 Jahre habe die Wüstenwanderzeit für die Israeliten von Ägypten ins verheißene Land gedauert. Immer wenn sich die Verheißung an diesem Teich auftat, setzte ein Wettlauf der Menschen nach dem Heil ein.

Bei der Betrachtung aus heutiger Sicht, würden wir es eher anderen zuschreiben, als uns, wo wir gelähmt seien. Am Ende stand der Lahme fest da, weil er seine Stimme erhob. Er habe seine Sehnsucht ausgesprochen, dass er Hilfe brauche, so, wie unsere Sehnsucht nach Frieden und Freiheit auch die Stimme erheben sollte. Wir bitten in Krankheit und Tod und hofften auf ihn. Die Sehnsucht lässt alle einstimmen. Es bedarf keines Wettlaufes mehr. Unterschiedliche Meinungen könnten eine Stimme ergeben. Jeder in seiner Tonlage könne den Ton stützen, sagte Dr. Daniel angesichts der vielen Stimmen im Gottesdienst. Der Kern und das Fazit seien, dass es nicht nur darum gehe gesund zu sein, sondern im biblischen Sinne heil zu sein.

Zum Ausgang des Gottesdienstes richtete Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger seinen Dank an alle Helfer und Organisatoren, die nach einer dreijährigen Vorbereitungszeit diese Landeskirchenmusiktage möglich machten. Er dankte allen Unterstützern, den vielen Teilnehmenden und den Besucher und Gästen der Veranstaltungen. Er hob die Bedeutung der Kirchenmusik und ihre Bildungsverantwortung hervor. Die Aus- und Fortbildung der Kirchenmusiker sei so wichtig, wie auch der Glaube und die Kirche nicht ohne Wissen und Bildung auskämen. Die Kirchenmusik sei eine klangliche Äußerung des Glaubens mit Christus, sagte er. Damit sei Musik durch verantwortete Kirchenmusik gelebter und erfahrbarer Glauben. „Die Freude dieser Tage nehmen wir mit und geben sie an alle weiter“, so der Landeskirchenmusikdirektor.

Die gestrige Vesper in der Kreuzkirche bildete den musikalischen Höhepunkt der von der sächsischen Landeskirche ausgerichteten Landeskirchenmusiktage, die vom 23. bis zum 27. Oktober in Dresden stattfanden. Zu den Seminaren, Konzerten, dem Chorprojekt und den Begegnungen der letzten Tage hatten sich 250 Studierende und Ehemalige der Hochschule für Kirchenmusik Dresden, Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker aus ganz Sachsen und darüber hinaus sowie weitere Interessierte angemeldet. Mit den Landeskirchenmusiktagen beging die Hochschule für Kirchenmusik Dresden zugleich ihr 70-jähriges Jubiläum.

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