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Aktionstag Chemnitz zum Welttag der Suizidprävention


08. September 2020

Der Ev.-Luth. Kirchenbezirk Chemnitz beteiligt sich in diesem Jahr erstmalig am Welttag der Suizidprävention. Bereits 2003 riefen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die International Association for Suicide Prevention (IASP) den 10. September als Welttag für Suizidprävention aus. Der Aktionstag sei darin begründet, dass Suizid eines der größten Gesundheitsprobleme der Welt darstelle, denn jährlich nehmen sich rund 800.000 Menschen das Leben. Ursachen sind oft Stress, Konflikte, finanzielle Probleme oder schwere Krankheiten. Auch Depressionen spielen häufig eine Rolle.

Der Welttag für Suizidprävention möchte die Bevölkerung sensibilisieren, um Warnsignale zu erkennen und Berührungsängste zu reduzieren. Dieser Tag ist zugleich ein Tag der Trauer und des Gedenkens derer, die durch Suizid ums Leben kamen und ein Tag, um auf die vielfältigen Möglichkeiten der Prävention hinzuweisen. "Mit der Selbsttötung von Menschen ist unsägliches Leid verbunden. Nicht nur die Not derer, die Suizid begehen, sondern auch die der Angehörigen ist groß. Wir wollen mit dem Aktionstag in Chemnitz darauf aufmerksam machen", verdeutlicht Pfarrer Stephan Tischendorf die Motivation sich als Kirchenbezirk am Welttag zu beteiligen. "Es gibt zahlreiche Menschen, die sich engagieren, um der Not etwas entgegenzusetzen und Hilfesuchende aufzufangen. Dazu gehören Ehrenamtliche im Bereich der Notfallseelsorge oder Telefonseelsorge, die Arbeit von Beratungsstellen in Diakonie und Caritas und von Selbsthilfegruppen. Unsere Botschaft ist: Hol Dir Hilfe! Als Betroffene mit Suizidgedanken, aber auch als Angehörige, die einen lieben Menschen verloren haben. Es gibt Hilfe - machen wir sie bekannt!"

Der Aktionstag in Chemnitz wird an und in der Jakobikirche (Stadt- und Marktkirche, Jakobikirchplatz 1, 09111 Chemnitz) gestaltet. Das Programm beginnt 11:00 Uhr und endet ca. 15:00 Uhr:

11:00 Uhr Beginn und Vortrag zur Suizidprävention von Dr. med. Thomas Barth, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Verhaltensmedizin und Psychosomatik am Klinikum Chemnitz gGmbH

12:00 Uhr Thematisches Mittagsgebet mit  Pfarrer Stephan Tischendorf

13:00 Uhr „Zur Mitte finden“ – Körperwahrnehmung und Tanz mit Gabriele Paul

14:00 Uhr Vorstellung der Handy-App „Krisen-Kompass“für suizidale Krisen durch Iris Ciesielski

Vor der Kirche werden Informationen zum Thema Suizid und Suizid-Prävention bereitgestellt. Ebenso werden Kurzberatungen für Hilfesuchende unter vier Augen angeboten. In der Kirche besteht die Möglichkeit, eine Kerze zum Gedenken an Verstorbene anzuzünden.

Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt der Ev.-Luth. Kirchenbezirk Chemnitz, der Notfallseelsorge / Krisenintervention Chemnitz (Caritasverband), der Telefonseelsorge Chemnitz und Lebensberatung (Diakonie Stadtmission Chemnitz), der Selbsthilfegruppe AGUS (Angehörige um Suizid) Chemnitz sowie der Römisch-Katholische City-Seelsorge.

Zum Kirchenbezirk Chemnitz

Plakat: Ev.-luth. Kirchenbezirk Chemnitz

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