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Ausstellungen in Dresden und Meißen öffnen


27. Februar 2019

„Ich bin kein Etikett“ im Haus der Kirche (Dreikönigkirche)

DRESDEN - Passend zu einer neuen Themenreihe „Glückwunsch, Grundgesetz!“ wird am Donnerstag, 28. Februar, in einer Vernissage die Ausstellung „Ich bin kein Etikett“ im Dresdner Haus der Kirche (Dreikönigskirche) eröffnet. Die Fotoausstellung widmet sich dem alltäglichen Phänomen, wie schnell Vorurteile entstehen können, aber auch der Chance, sie abzubauen.

Oft werden Menschen allein aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, ihres Namens oder ihres Verhaltens Eigenschaften zugewiesen, ohne sie zu kennen. Mit solchen Etiketten versehen, entstehen konstruierte Gruppen, über deren sozialen Hintergrund, Sexualität, Religion oder Hautfarbe, sich Vorurteile verfestigen und verbreiten können.

Mithilfe von großformatigen Fotoportraits neun unterschiedlicher Menschen wird deutlich, wie sich Diskriminierung auf das Leben bis zur Ausgrenzung auswirkt. So werden die Lebensgeschichten und -visionen derer, die sich gegen Vorurteile und Etiketten wehren,  beleuchtet. Eine Ausstellung, die sensibilisiert und Mut macht, für die Vielfalt im Zusammenleben.

Die Ausstellung kann vom 28. Februar bis 13. April im Foyer der Dresdner Dreikönigskirche (Hauptstraße 23) besucht werden.
Die Gäste in der Vernissage am Donnerstag um 18:00 Uhr im Haus der Kirche sind Stefan Schönfelder, Geschäftsführer der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen und Daniel Nikolas Wirtz.

Ausstellung zum 200. Geburtstag von Louise Otto-Peters

MEISSEN - 20 bildende Künstlerinnen und Schriftstellerinnen gratulieren Louise Otto-Peters zum 200. Geburtstag. Aus den Texten und Kunstwerken wurde die Ausstellung „Für Louise“, die ab Freitag, 1. März, in der Evangelischen Akademie Meißen zu sehen ist.

Anlässlich des 200. Geburtstags der 1819 in Meißen geborenen Louise Otto-Peters, haben Kuratorin Else Gold und Studienleiterin Dr. Kerstin Schimmel zwanzig Künstlerinnen und Schriftstellerinnen eingeladen, sich mit Leben und Werk der Initiatorin der ersten deutschen Frauenbewegung auseinanderzusetzen.

Entstanden ist eine vielschichtige Hommage an die facettenreiche Journalistin, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Louise Otto-Peters. In ihren Kunstwerken und Texten spiegeln die Künstlerinnen die Gesellschaft und setzen mit künstlerischen Mitteln fort, was Louise begonnen hat – unbeirrbar, kritisch, manchmal augenzwinkernd, zeigen Constanze Böckmann, Gudrun Brückel, Conny Cobra, Róža Domašcyna, Christa Donner, Kerstin Franke-Gneuß, Lucie Freynhagen, Ruth Habermehl, Angela Hampel, Kerstin Hensel, Jayne-Ann Igel, Angela Krauß, Gerda Lepke, Undine Materni, Maja Nagel, Gabriele Reinemer, Ulrike Almut Sandig, Carla Schwiegk, Gundula Sell und Ju Sobing Missstände und Hoffnungsschimmer und gratulieren zum Geburtstag.

Louise Otto-Peters war als sozialkritische Schriftstellerin auch Mitbegründerin der bürgerlichen deutschen Frauenbewegung. Am 26. März 2019 jährt sich ihr 200. Louise war die jüngste von fünf Töchtern des Meißner Gerichtsdirektors Fürchtegott Wilhelm Otto und wurde im 17. Lebensjahr Vollwaise. Ihren Lebensunterhalt bestritt sie durch ihre schriftstellerische Tätigkeit, die unter dem Pseudonym „Otto Stern“ oder „ein sächsisches Mädchen“ erschienen. Durch ihre Publikationen wurde sie zu einer Person der Öffentlichkeit, die auch von Behörden beachtet wurde.

Als es um die Besetzung einer wirtschaftspolitischen Kommission ging, wurde man unter anderem durch ihre Aufforderung gegenüber dem Dresdner Minister Oberländer aufmerksam: „Meine Herren! Im Namen der Moralität, im Namen des Vaterlandes, im Namen der Humanität fordere ich Sie auf: Vergessen Sie bei der Organisation der Arbeit die Frauen nicht!“ Obwohl ihre Forderung damals als Skandal empfunden wurde, bat man sie um konkrete Vorschläge.

Im Laufe ihres Lebens wurde sie Herausgeberin der von ihr begründeten Frauen-Zeitung, war Mitbegründerin des ersten deutschen Frauenvereins (ADF) und setzte sich für die Bildung und Unterhaltung von Frauen und Mädchen ein.
Seit 2015 wird in Leipzig jährlich der Louise-Otto-Peters-Preis  an Personen und Organisationen vergeben, die sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern in besonderem Maße engagieren

Die Ausstellung wird vom 1. März bis zum 15. Juni 2019 in der Evangelischen Akademie Meißen zu sehen sein. Die Midissage findet zur Halbzeit des Ausstellungszeitraums am 5. April, um 19:00 Uhr in der Evangelischen Akademie Meißen (Freiheit 16) statt.

Kuratorin Else Gold neben Conny Cobras "Louise" in Meißen
Motivfotos der Ausstellung in der Dresdner Dreikönigskirche „Ich bin kein Etikett“
Geburtshaus von Louise Otto in Meißen
Geburtshaus von Louise Otto in Meißen mit Porträt an der Hausrückwand

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