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„Das schöne Churfürstliche Ruhe Kämmerlein zu Freyberg“


23. Februar 2019

Themenführungen zur kurfürstlichen Grablege des Freiberger Domes

FREIBERG - Für viele Gäste des Freiberger Domes ist die einmalig ausgestattete kurfürstliche Grablege von besonderem Interesse. Im Rahmen der Ausstellung „Ein Gott auf Reisen - Der Dresdner Mars von Giambologna“ ist der, kunstvoll mit Bronzen von Carlo di Cesare, einem Schüler Giambolognas, gestaltete hohe Chor im Ausstellungszeitraum noch bis 31. März für die Besucher zugänglich gemacht worden. Die Ausstellung wird von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit dem Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg und dem Freiberger Dom durchgeführt.

Mit den Themenführungen zur kurfürstlichen Grablege im Freiberger Dom, sind Besucher jeweils mittwochs und samstags um 15:00 Uhr eingeladen, die spannende Entstehungsgeschichte kennenzulernen. Ein eigens aufgebautes Podest führt die Besucher über die im Marmorfußboden eingelassenen Messinggrabplatten für die Mitglieder des wettinischen Fürstenhauses. Hier steht man direkt zwischen den nahezu lebensgroßen Bronzeplastiken, auch der von Christian dem I., welchem der Mars zu seinem Regierungsantritt als Geschenk des Künstlers überreicht wurde, und kann das komplette architektonische Ensemble auf sich wirken lassen.

Der kunstliebende Nachfolger des Kurfürsten August, Christian I. war es auch, der Nosseni mit dem Auftrag nach Florenz schickte, aus dem Bildhaueratelier Giambolognas einen Bronzegießer anzuwerben. Entstanden ist die einzigartige und im europäischen Maßstab in einer Reihe mit der Hofkirche in Innsbruck und dem Escorial in Madrid zu nennende Grablege im Freiberger Dom.

Heinrich der Fromme bestimmte durch sein Testament von 1537 den hohen Chor als seine Begräbnisstätte. Er wurde 1541 als Erster bestattet. Nachfolgend wurden neun sächsische Fürsten und deren Verwandte im Chor des Freiberger Doms beigesetzt. 1553 sein erst 32-jähriger Sohn Moritz von Sachsen, der erste Kurfürst der albertinischen Linie. Zum Ruhme von Moritz entstand in zehn Jahren Bauzeit ein gewaltiges Monument aus Marmor und Alabaster, kunstvoll verziert und kunsthistorisch einzigartig.

Wer ein wenig sucht, kann im Chor sogar Moritz’ originalen Harnisch entdecken. Neben dem Moritzmonument, den Zinnsärgen und Grabplatten für die Angehörigen des Fürstenhauses, der einzigartigen Wand- und Deckengestaltung mit zahlreichen Bronze- und Stuckfiguren und den Engelsfiguren mit originalen Renaissanceinstrumenten, lädt auch die Schwesterngruft mit barocken Figuren von Balthasar Permoser zur Betrachtung ein.

Der Eintritt von 10 / erm. 7 Euro berechtigt zum Besuch der Mars-Ausstellung im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg mit zur Themenführung in der Grablege. (Tickets und Anmeldung im Domladen Freiberg telefonisch unter 03731-22598 oder per E-Mail unter verkauf@freiberger-dom.de). Termine: mittwochs: 06.03./13.03./20.03./27.03.; samstags: 23.02./09.03./16.03./23.03./30.03.
Eine Anmeldung zu den Themenführungen ist erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Dombesuch in Freiberg

Themenführung zum hohen Chor im Freiberger Dom
Grablege Moritz von Sachsen
Grablege Moritz von Sachsen

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