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Diakonie Sachsen sammelt für Wohnungsnotfallhilfe


14. November 2019

Menschen in Wohnungsnot brauchen unsere Unterstützung 

RADEBEUL – Die Haus- und Straßensammlung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens für ihre Diakonie startet ihre Herbstsammlung. Vom 15. bis 24. November sind Sammlerinnen und Sammler mit Sammeldosen unterwegs,  um die diakonische Arbeit in Sachsen zu unterstützen. Die Spenden der bevorstehenden Sammlung sollen der Wohnungsnotfallhilfe zugutekommen. Sie wird öffentlichkeitswirksam von „Wettermacher“ Jörg Kachelmann am Freitag, 15. November, vor der Leipziger Buchhandlung Hugendubel in der Petersstraße eröffnet.  

Um eine hohe Aufmerksamkeit zu erreichen, startet die Diakonie Sachsen zeitgleich eine Kampagne, die über Social Media und mit Plakaten zu Spenden aufruft. Weitere Prominente, die die Sammlung mit ihrem Gesicht unterstützen und sich an Orten haben fotografieren lassen, die von wohnungslosen Menschen aufgesucht werden: Der Brautmodendesigner Uwe Herrmann in einer Kleiderkammer, die Sängerin und Moderatorin der Sendung „Tierisch, Tierisch“, Uta Bresan auf einer Parkbank mit Hund, der Opernsänger und Entertainer Gunther Emmerlich als Straßenzeitungsverkäufer und die MDR-Moderatorin Anja Koebel in einer Übergangswohnung. Sie wollen damit zeigen: „Es kann jede und jeden treffen. Und: Wir schauen hin, ihr seid nicht allein.“  

Hintergrund: In Sachsen steigt die Zahl der wohnungslosen Menschen. Wohnungslosigkeit und drohende Wohnungslosigkeit sind keine gewählten Lebensformen, sondern häufig Folge gesellschaftlicher Probleme. Insbesondere in den Städten ist bezahlbarer Wohnraum knapp. Viele Menschen sind in schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen beschäftigt und leben an der Armutsgrenze. Auch Hartz IV-Leistungen sichern ein menschenwürdiges Leben und Wohnen nur bedingt. Manchmal ist es auch eine längere Krankheit und die damit verbundene unzureichende Versorgung, die dazu führt, dass bisherige Lebensentwürfe ins Wanken geraten. 

Wer jedoch keine eigene Wohnung hat, sich täglich um eine Schlafmöglichkeit kümmern muss, um sich vor Kälte und Gefahren zu schützen, hat einen Rechtsanspruch auf Hilfe. Die Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie Sachsen umfasst 39 unterschiedliche Hilfeangebote für Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen wie beispielsweise Kontakt- und Beratungsstellen, Tagestreffs mit Selbsthilfewerkstätten, Straßensozialarbeit, Ambulant und Stationär Betreutes Wohnen und das EU-Projekt „MenschenWÜRDE – leben und wohnen“. 

Um diese Arbeit zu unterstützen, sammelt die Diakonie Sachsen in den nächsten Tagen Spenden zugunsten der Wohnungsnotfallhilfe. Auch online-Spenden sind möglich und erwünscht.  Das Geld kommt der diakonischen Wohnungsnotfallhilfe auf drei Ebenen zugute: Zum einen, dass Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter Menschen in Wohnungsnot an ihren relevanten Treffpunkten in den großen Städten Sachsens aufsuchen, sie beraten und ihnen weiterhelfen. Dieses Projekt wird zum Großteil über den Europäischen Hilfsfonds abgesichert. Die nötigen Eigenmittel können aber nur mit Spenden abgesichert werden. Die Einrichtungen und Dienste der Wohnungsnotfallhilfe sind zum anderen dringend auf finanzielle Mittel angewiesen, um rasch und unbürokratisch Hilfe leisten zu können. Und zum Dritten gibt es unterschiedliche Wohnprojekte für wohnungslose Menschen, die Unterstützung benötigen. 

Diakonie Sachsen

Die Diakonie Sachsen hat am heutigen Freitag mit Jörg Kachelmann in der Leipziger Fußgängerzone ihre diesjährige Herbstsammlung zugunsten der diakonischen Wohnungsnotfallhilfe eröffnet.

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