Alle Nachrichten

Nachricht

Bereich

Digitale Aktionswoche zu Inklusion


27. Oktober 2020

„Inklusion heißt einfach dazugehören“

DRESDEN – Die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und die Diakonie Sachsen veranstalten vom 1. bis 11. November 2020 an sieben Tagen zu sieben Arbeitsfeldern eine digitale Aktionswoche zu Inklusion mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren der kirchlichen Bildungs- und Jugendarbeit sowie verschiedener Projekte im Rahmen von Gemeinde und Diakonie.

Das ursprünglich geplante Symposium zu Fragen des Miteinanders und der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen und Benachteiligungen hatte der „Runde Tisch Inklusion“ als Veranstalter wegen der Corona-Pandemie auf ein breit angelegtes digitales Angebot verlagert. Es verschafft damit auch einem erweiterten Kreis von Interessierten einen persönlichen Zugang.     

Die Organisatoren und Mitwirkenden laden dazu ein mitzudenken, nachzufragen und eigene Erfahrungen einzubringen, damit Inklusion im gesellschaftlichen Alltag mehr ist als ein siebentägiges Veranstaltungsthema. Das Grundanliegen von Inklusion sind Barrieren überwinden, Teilhabe gestalten, Bewusstsein bilden und Vielfalt anerkennen, woran sich das Programm der Aktionswoche ausrichtet.

Der „Runde Tisch Inklusion“ der Landeskirche lädt jeweils um 15:00 bis 16:30 Uhr zur Teilnahme am Diskurs gemeinsamer Gespräche sowie zu zahlreichen Anregungen zum inklusiven Arbeiten in Kirche und Diakonie. Zu Beginn steht ein Wort von Landesbischof Tobias Bilz zur Aktionswoche »Mehr als 7 Tage Inklusion«, das am 1. November unter www.evlks.de/aktionswoche veröffentlich wird.

Aus organisatorischen Gründen kann das Wort des Landesbischofs Tobias Bilz zur Aktionswoche „Mehr als 7 Tage Inklusion“ erst ab dem 8.11.2020 zur Verfügung gestellt werden. [Stand: 30.10.2020]

Tags darauf wird das Projekt „Meine Rechte – Meine Stimme“ vorgestellt und anhand der rechtlichen Möglichkeiten und Zielsetzungen geprüft, was Inklusion für Gesellschaft und Kirche bedeutet und welche Trainings und Seminare im Rahmen des Projekt entwickelt wurden. Dafür stehen die Diakonische Akademie für Fort- und Weiterbildung und die Diakonie Sachsen.

Im Workshop am 3. November stellt sich der Arbeitsbereich „JuB – Jugendarbeit Barrierefrei“ vor. Anhand der Ziele und Arbeitsweisen in der Arbeit mit jungen Menschen mit und ohne Behinderung im Jugendverband „Evangelische Jugend“ wird auf die Möglichkeiten des inklusiven Arbeitens eingegangen. Im Gespräch sollen praktische Erfahrungen und Werkzeuge für inklusives Arbeiten in Gruppen der Kirchgemeinden erörtert und erprobt werden.

Am 4. November, stellt die Evangelische Schulstiftung unter dem Motto „Hauptfach: Mensch – Schulentwicklung inklusive“ Angebote zur Fortbildung und Vernetzung zum Thema Inklusion vor. Neben der Diskussion über Grundlagen inklusiver Schulentwicklung solle es auch um konkrete Impulse und Ideen zur Förderung durch digital gestützte Lernangebote und Kommunikation unter Schülerbeteiligung gehen.

Die Evangelische Akademie Sachsen bietet am Freitag, 6. November, um 14:00 Uhr die Online-Veranstaltung „ERFOLGREICH EXKLUDIEREN - Weshalb Inklusion als anstrengend empfunden wird an. Es werden die Herausforderungen benannt, wie gleichberechtigte Teilhabe ganz praktisch ermöglicht werden kann. Es geht um die Frage, wie junge Menschen, Behörden, Kirchgemeinden, politische Verantwortungstragende motiviert werden können, Inklusion umfassend zu gestalten und zu forcieren.

Das Theologisch-Pädagogischen Institut in Moritzburg rückt in ihrem Workshop am 9. November die kirchgemeindliche Arbeit in den Mittelpunkt, wie Inklusion Ausdruck einer offenen und einladenden Gemeindeentwicklung sein kann und wie sich dadurch Türen öffnen. Da gelte es Barrieren abzubauen, um mit einem missionarischen Zugang, der nicht andere Menschen ändern will, Kirchgemeinden selbst in die Veränderung einzubeziehen.

Zum Abschluss der Aktionswoche am Mittwoch, 11. November, stellt die Diakonie Sachsen unter dem Titel „Farbtupfer – Kunst verbindet“ ein inklusives Kunstprojekt vor, wie mit künstlerischen Methoden der Abbau von Barrieren angeregt werden kann. Nach Ansicht der Organisatoren gibt die Kunst Menschen mit Behinderung eine besondere Chance ihre oftmals ungewöhnlichen und treffenden Ansichten in die Gemeinschaft einzubringen.

Inklusion betrifft als „Querschnittsthema“ alle Arbeitsfelder der sächsischen Landeskirche. Somit sollen über die Aktionswoche verschiedene Akteurinnen und Akteure ihre Erfahrungen und ihr Wissen zum inklusiveren Arbeiten in kirchlichen Zusammenhängen weitergeben. Die Zugänge zu den einzelnen Veranstaltungen der Thementage erfolgen über die jeweiligen Hinweise in der PROGRAMM-Übersicht.  

Vom 1. bis 11. November 2020 online

Teilen Sie diese Seite